Bei der Großdemo von FfF im September gingen Tausende auf die Würzburger Straßen. Foto: Jessica Hänse
Bei der Großdemo von FfF im September gingen Tausende auf die Würzburger Straßen. Foto: Jessica Hänse

Bewegung #unverhandelbar kündigt Großdemo in Würzburg an

Nach der großen Fridays for Future Demo im September wird am 12.10. wieder gemeinsam auf den Straßen von Würzburg demonstriert. Eine Großdemo bestehend aus drei Demonstrationszügen setzt sich dieses Mal für eine solidarische, queer*feministische und klimagerechte Welt ein. Verkehrsbehinderungen in der Innenstadt zwischen 12 und 16 Uhr sind unumgänglich.

 Queer*feministisch, solidarisch und klimagerecht

Für einen Nachmittag gehört die Stadt der Bewegung #unverhandelbar. Im Rahmen einer queer*feministischen Tanzdemo, einem Klimagerechtigkeitsblock und einer Demo für Solidarity- und Menschenrechte gehen alle gemeinsam auf die Straße und werden sich so in der kompletten Würzburger Innenstadt für die Zukunft einsetzen. Statt ewig weiter zu diskutieren, wollen die Demonstranten erreichen, dass nun endlich gehandelt wird, so heißt es in einem Aufruf zur Demo. Die Werte, für die demonstriert wird, seien demnach die unverhandelbare Grundlage für eine gute Zunkunft für alle.

Es steht außer Frage, dass schon sehr lange über die drohende Klimakatastrophe, Gleichberechtigung für alle und das Schicksal der Menschen auf der Flucht im Mittelmeer und der Wüste verhandelt wird. Den Anhängern der Bewegungen reicht es jetzt: „Es muss gehandelt werden, denn diese Forderungen sind #unverhandelbar“, so die Bewegung. Deswegen soll am 12. Oktober gemeinsam auf die Straße gegangen werden.

Drei Bewegungen, drei Wege, ein Ziel

Sie alle sind sich einig: Die Klimakrise, der eigene Körper und Selbstbestimmung und Menschenrechte sind unverhandelbar. Der Amazonas brennt, Flüsse trocknen aus und ganze Ernten werden durch Hitzewellen vernichtet. Die Demo soll bewirken, dass sofort die notwendigen Maßnahmen ergriffen werden und nicht noch darüber diskutiert werden muss, ob Klimaschutz wirtschaftlich verträglich ist, heißt es. Des weiteren seien Geschlechtergerechtigkeit und körperliche Unversehrtheit Grundrechte, die keiner Person abgesprochen werden können. Die Bewegungen fordern: Weg mit §§218, 219 StGB (Anm.d.Red.: Die Paragraphen 218 und 219 im deutschen Strafgesetzbuch (StGB) regeln den Umgang mit einer Abtreibung in Deutschland) und wollen strukturelle Homophobie und Transfeindlichkeit bekämpfen. Für den eigenen Körper und die Selbstbestimmung.

Während das Mittelmeer im Spotlight der weltweiten Aufmerksamkeit steht, werde die Sahara als faktische europäische Außengrenze unsichtbar gehalten. Laut #unverhandelbar ignoriert die Berichterstattung in den Medien, dass mittlerweile dreimal so viele Menschen in der Wüste verdursten, als im Mittelmeer ertrinken. Sie fordern sichere Fluchtwege und menschenwürdige Lebensbedingungen für geflüchtete Menschen, denn auch Menschenrechte seien unverhandelbar.

Feministische Tanzdemo am Weltfrauentag. Foto: Jessica Hänse

Feministische Tanzdemo am Weltfrauentag. Foto: Jessica Hänse

Verkehrsbehinderungen in der Innenstadt erwartet

Die drei Demonstrationszüge ziehen am Samstag auf drei Routen gleichzeitig durch Würzburg. Sie fordern eine Zukunft für alle und rufen dazu auf, um 12 Uhr zum Hauptbahnhof zu kommen und zusammen die Wege in eine solidarische, queer*feministische und klimagerechte Welt zu gehen. Laut der Stadt Würzburg werden insgesamt rund 1.000 Versammlungsteilnehmer erwartet.

Nach einer gemeinschaftlichen Auftaktkundgebung vor dem Bahnhof geht es in drei verschiedene Richtungen durch die Stadt: Die queer*feministische Tanzdemo zieht durch die Innenstadt und die Sanderstraße, der Klimagerechtigkeitsblock geht über den Berliner Ring am Ringpark entlang und Solidarity-/Menschenrechte in Richtung Main durch die Innenstadt. Die Auftaktkundgebung beginnt um 12 Uhr am Hauptbahnhof.

Ab 16 Uhr findet eine gemeinsame Abschlusskundgebung aller drei Demonstrationszüge auf dem Parkplatz am Willy‑Brandt‑Kai statt. Zwischen 12:45 Uhr und 16:00 Uhr wird es daher immer wieder an verschiedenen Stellen im Innenstadtbereich zu Verkehrsbehinderungen kommen. Die Stadt Würzburg bittet um Verständnis.

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