Dagmar Dewald, Kandidatin für die ÖDP Würzburg. Foto: Bernd Lorey
Dagmar Dewald, Kandidatin für die ÖDP Würzburg. Foto: Bernd Lorey

ÖDP schickt Dagmar Dewald ins Rennen um OB-Posten

Im nächsten Jahr ist es soweit, die bayerischen Kommunalwahlen stehen an und somit auch eine Oberbürgermeisterwahl in Würzburg. Am 15. März 2020 wählt Würzburg einen neuen Oberbürgermeister oder eine Oberbürgermeisterin. Aktuelles Stadtoberhaupt Christian Schuchardt will wieder antreten – und zwar nicht nur für die CSU, sondern auch als Kandidat für die FDP. Herausforderer gibt es ebenfalls schon einige. Da gibt es den Kreisvorsitzenden der Würzburger Grünen, Martin Heilig, für die SPD wird Kerstin Westphal ins Rennen gehen und die Linke rechnet sich mit Stadtrat Sebastian Roth gute Chancen aus. Nun stellte auch die Würzburger ÖDP eine Kandidatin aus ihren Reihen für die OB-Wahl vor: Die 54-jährige Dagmar Dewald.

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„Zeit für einen Wechsel“

In ihrer Bewerbungsrede vor den Mitgliedern des Kreisverbands begründete sie ihre Kandidatur damit, dass in Würzburg die „Zeit für einen Wechsel gekommen“ ist, so heißt es in einer Pressemitteilung der Partei. „Der Klimawandel wird Würzburg durch die Kessellage besonders hart treffen. Schon jetzt leiden Mensch und Natur unter Hitze und Dürre. Deshalb müssen wir in den kommenden Jahren für Würzburg entschieden die Folgen von Klimaveränderungen abfedern und vor allem die Verkehrswende vorantreiben.“ Dewald will als Oberbürgermeisterin der bisherigen ÖDP-Arbeit effektiv Geltung verschaffen: „Unsere ÖDP-Stadträte haben in den letzten Jahren viele Anträge zur Stadtentwicklung und zu einem Mobilitätsgesamtkonzept in den Stadtrat eingebracht. Damit diese Vorschläge nicht länger durch Lagerdenken blockiert werden, müssen wir nicht nur die Stadtratsmehrheit kippen, sondern in der Verwaltung auch umsetzen, was im Stadtrat beschlossen ist.“

Für ökodemokratische Politik der Bürgernähe

Bei drei Würzburger Bürgerentscheiden war Dagmar Dewald Frontfrau als Sprecherin, für die BI Alandsgrund, die gegen den Neubau der FH war, für die BI Würzburg-Tunnel, die die A3 im Stadtgebiet in einem Tunnel unter Würzburg hindurchführen wollte, und für das Aktionsbündnis zugunsten der Begrünung des Faulhaberplatzes, so die Pressemitteilung der ÖDP. Aktuell ist sie im Koordinationsteam des Verkehrwende-Bündnisses, das sich jüngst für den Radentscheid einsetzte. Entsprechend sehe Dewald die Schwerpunkte ihrer politischen Tätigkeit in der Bürgerbeteiligung, im Klima- und Stadtbildschutz sowie in der Familienpolitik.

„Die ÖDP ist die Partei der Bürgerbeteiligung. Das haben wir nicht nur in Bayern mit dem Nichtraucher- und dem Artenschutz bewiesen. Das praktizieren wir als Kreisverband und mit unseren Mandatsträgern seit Jahrzehnten erfolgreich in Würzburg. Für diese ökodemokratische Politik der Bürgernähe, der Nachhaltigkeit und des sozialen Miteinanders stehe ich als künftige Oberbürgermeisterin.“

Politisch aktiv seit 2017

Dagmar Dewald ist 54 Jahre alt, gebürtige Schweinfurterin und lebt seit ihrer Kindheit in Würzburg. Sie ist gelernte Journalistin, verheiratet und Mutter von vier Kindern. Diesen Sommer hat Dewald an der Universität Würzburg ein Studium der Theologie und Philosophie abgeschlossen. Politisch aktiv ist sie in der ÖDP seit 2007. In der Öffentlichkeit ist Dewald bislang vor allem in Bürgerinitiativen hervorgetreten.

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