Kommt "Sting" nach Würzburg? Foto: Eric Ryan Anderson.Quelle: Pressebilder 2016 www.universal-music.de
Kommt "Sting" nach Würzburg? Foto: Eric Ryan Anderson. Quelle: Pressebilder 2016 www.universal-music.de

Stadtrat berät heute über Sting-Konzert

Heute wird im Stadtrat beraten, ob der populäre Musiker Sting nach Würzburg kommt und wann. Argo Konzerte GmbH hatte hierfür bei der Stadt für ein Konzert an der Residenz angefragt, was mit der Begründung des Kilianifestes abgelehnt wurde. Nun stellt die FDP einen Dringlichkeitsantrag.

Nur Voranfrage gestellt

Argo Konzerte hatte vorher nur für das Konzert vorangefragt, und das mit mehreren Terminen, wie der Pressesprecher der Stadt mitteilt. „Die Stadt Würzburg hat um einen Termin gebeten, der außerhalb des Kilianifestes liegt. Dies war eine Voranfrage, ein Antrag auf eine Genehmigung lag der Stadt zum damaligen Zeitpunkt nicht vor.“, so der Standpunkt der Stadt. Dass die Planung des Konzerts den 11. Juli vorsah, das war der Stadt erst mit dem Antrag der FDP bekannt, heißt es in der Stellungnahme weiter, „Der im Antrag von Karl Graf genannte Konzerttermin liegt mitten in der Kilianifestzeit.“.

Während Kiliani keine Veranstaltungen

Und das sei ein Problem, denn nach einem Beschluss des Bau- und Ordnungsausschusses vom 14. Februar 2011 sind andere gewerbliche Veranstaltungen für die Zeit des Kiliani gesperrt, wie Pressesprecher Christian Weiß zitiert:“Während der Dauer des Kiliani-Festes können auf öffentlichen Flächen Vereins- und Kirchenfeste, politische Veranstaltungen sowie Veranstaltungen, die in der örtlichen Gemeinschaft verankert sind, zugelassen werden, wenn sie nicht länger als zwei Tage dauern. Für die Durchführung von gewerblichen Veranstaltungen oder Festveranstaltungen mit Volksfestcharakter werden während des Kiliani-Festes keine öffentlichen Flächen zur Verfügung gestellt“. Dieses Zitat wird auch in der nächsten Stadtratssitzung zum FDP-Antrag vorgelegt werden.

Dringlichkeitsantrag gestellt

Dieser Beschluss ist der FDP allerdings schon bekannt, so verweist Karl Graf in seinem Dringlichkeitsantrag darauf, dass dieser nur zur Lockerung der vorherigen Richtlinien galt: vorher wären nämlich auch Vereinsfeste während des Kiliani nicht erlaubt gewesen. „Am 14. Juli 2012, fand auf dem Residenzplatz ein Konzert von Elton John statt, was auf Grund der damaligen Beschlusslage auch nicht möglich gewesen wäre.“, argumentiert die FDP. „Würzburg ist eine weltoffene Stadt, mit vielen Jungen und jung gebliebenen Bewohnern und einem weiten Einzugsgebiet. Es stände der Stadt gut an, diese herausragende Veranstaltung zu ermöglichen.“, heißt es im Antrag weiter.

Stadt begrüßt Konzert

Generell würde sich die Stadt darüber freuen, wenn sich solch ein Konzert realisieren ließe, allerdings müssen auch Fragen zur Sicherheit und zu den gleichzeitig stattfindenden Wallfahrten geklärt werden. Auch der Standpunkt der Schlösser- und Seenverwaltung ist der Stadt nicht bekannt. Dass es sich um eine Angelegenheit handele, die dringend geklärt werden muss, begründet Karl Graf in seinem Antrag an Oberbürgermeister Christian Schuchardt damit, dass die Veranstaltung schnellstmöglich gebucht werden müsse. „Sting wartet nicht auf Würzburg“, so Graf abschließend.

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