Die Band Devil May Care widmet sich auch der Ufersäuberung am Main. Foto: Georg Hoos
Die Band Devil May Care widmet sich auch der Ufersäuberung am Main. Foto: Georg Hoos

Große Aufräumaktion am Graf-Luckner-Weiher

Die Aufräumaktion der Würzburger Band Devil May Care in Kooperation mit Sea Shepherd im März war ein voller Erfolg. Deshalb organisieren die vier Jungs am Samstag, den 14. September, zum zweiten Mal einen Beach Cleanup, eine Ufersäuberung, in Würzburg. Für die Aktion konnten die Jungs von Devil May Care erneut die Naturschutzorganisation Sea Shepherd Deutschland gewinnen, die sich bereits seit über 40 Jahren aktiv für den Schutz der Meere und deren Bewohner aufopfert. Es werden Volunteers vor Ort sein, die gerne über die Arbeit der Organisation, die Gefährdung der Meereslebewesen oder die Bedrohung durch Plastikmüll aufklären.

Beach Clean Up – Ufersäuberung

Devil May Care ist auch abseits der Musik aktiv. Ihr Ziel ist es, etwas Gutes für die Umwelt, aber auch für die Stadt Würzburg, zu tun. Deshalb veranstalten sie zum zweiten Mal einen Beach Clean Up – zu Deutsch: Uferreinigung – am Graf-Luckner-Weiher.

  • Ort: Graf-Luckner-Weiher, Würzburg
  • Zeit: 14.09.2019, Treffpunkt: 13 Uhr (ca. 2-3 Stunden)
  • Beginn nach einer kurzen Einweisung gegen 13:30 Uhr

Vor allem über die Sommerzeit landet sehr viel Müll in den Gebüschen rund um den Graf-Luckner-Weiher. Leider hinterlassen viele Besucher ihren Müll an Ort und Stelle und entsorgen diesen nicht ordnungsgemäß. Das Ziel von Devil May Care ist es, die schöne Stadt Würzburg ein Stück schöner und unsere Umwelt ein kleines Stückchen sauberer zu machen. Die Umweltstation Würzburg stellt den Helfern einige Arbeitsmaterialien zu Verfügung, dennoch wird empfohlen, falls vorhanden, eigene Handschuhe, Eimer und Müllgreifer mitzubringen.

Erfolgreiche Müllsammelaktion am Graf-Luckner-Weiher. Foto: Joachim Lindner

Erfolgreiche Müllsammelaktion am Graf-Luckner-Weiher. Foto: Joachim Lindner

Informationen über Plastikmüll

Schätzungen zufolge sterben laut Sea Shepherd jährlich über 1 Millionen Vögel und 100.000 Meerestiere an Plastikmüll, den sie mit Nahrung verwechseln. Da Meerestiere ihn nicht verdauen oder ausscheiden können, sammelt sich das Plastik im Magen der Tiere an und führt früher oder später zu einem qualvollen Tod durch Verhungern. Neben Delfinen, Walen, Robben und Schildkröten sind auch Meeresvögel durch Plastikmüll bedroht. Sie fressen ihn nicht nur, sondern
verheddern sich oftmals darin. Dies hat zur Folge, dass sie bei der Nahrungsaufnahme behindert werden oder sich damit strangulieren.

Schiffsmüll und Flüsse: Derzeit geht man von etwa 100-150 Millionen Tonnen Müll in den Weltmeeren aus, die sich in
riesigen Müllstrudeln ansammeln. Jährlich kommen etwa 9 Millionen dazu. Verklappung von Schiffsmüll und das Verlieren von Ladung auf hoher See machen dabei weltweit gesehen nur 20% aus. Etwa 80% werden über die Flüsse ins Meer transportiert.

Plastik kann nicht abgebaut werden: Da Plastik ein künstlicher Stoff ist, kann er nicht abgebaut werden. Mit der Zeit zerfällt er zwar in immer kleinere Teile, doch Kleintiere und Mikroorganismen sind nicht in der Lage, Plastik zu verdauen und in einen anderen Stoff umzuwandeln. Plastik verbleibt so für immer als Fremdstoff im Ökosystem. Je nach Art und Stabilität des Plastiks können bis zu 600 Jahre vergehen, bis es in Kleinteile zerfällt.

Zwei Container voll Rest- und Plastikmüll wurden aufgesammelt. Foto: Georg Hoos

Zwei Container voll Rest- und Plastikmüll wurden bei der Aktion im März aufgesammelt. Foto: Georg Hoos

Mikroplastik: Bei Mikroplastik handelt es sich um kleine Plastikteilchen. Sie stammen entweder von bereits zerfallenen Plastikgegenständen oder von in der Kosmetikindustrie eingesetzten und extra hergestellten Plastikpartikeln. Sie werden Zahnpasten, Peelingcremes und ähnlichen Produkten beigemengt, um eine Reibewirkung zu erzielen. Kläranlagen können das winzige Mikroplastik nicht herausfiltern. So gelangt es über die Flüsse ins Meer und in die Nahrungskette, womit es letztendlich wieder zum Menschen zurückkehrt. Mikroplastik konnte unter anderem schon in Leitungswasser, Fischen und Muscheln nachgewiesen werden.

Die Wirkung auf den menschlichen Organismus ist noch weitgehend unerforscht. Es ist jedoch bekannt, dass Plastik Giftstoffe im Wasser anzieht und sie an sich bindet. Bei Muscheln und Fischen wurden durch die Aufnahme von Mikroplastik bereits Leberschäden und Entzündungen nachgewiesen. Bei entsprechender Konzentration ist beim Menschen von einer ähnlichen Wirkung auszugehen.

Luftballons: Eine noch weitgehend unbeachtete Gefahr geht von Luftballons aus, die man gerne in Massen zu festlichen Anlässen steigen lässt. Oftmals landen sie in Flüssen und Meeren und verursachen dort die gleichen gravierenden Probleme wie anderer Plastikmüll.

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