Der Welttag der Suizidprävention steht an. Foto: Caritasverband für die Stadt und den Landkreis Würzburg e.V.
Der Welttag der Suizidprävention steht an. Foto: Caritasverband für die Stadt und den Landkreis Würzburg e.V.

Welttag der Suizidprävention in Würzburg

„Hand in Hand für Suizidprävention“: Unter diesem Motto finden am 10. September in Würzburg zum fünfzehnten Mal Veranstaltungen zum Welttag der Suizidprävention statt. Das diesjährige Motto schließt unmittelbar an das des letzten Jahres, „Gemeinsam handeln“ an. So wird betont, dass die Vernetzung von Personen und Einrichtungen, die mit suizidalen Menschen in Kontakt sind, enorm wichtig für eine gute Unterstützung der Betroffenen und der Menschen in ihrem Umfeld ist.

Krisendienst, TelefonSeelsorge, Gesprächsladen und AGUS arbeiten nicht nur anlässlich des Welttages der Suizidprävention Hand in Hand. Die drei kirchlichen Beratungseinrichtungen und die Selbsthilfeorganisation verweisen aufeinander, so dass Menschen in einer Krisensituation die für sie passendste und am leichtesten nutzbare Hilfe bekommen.

Suizidpräventionsstag in Würzburg

  • Am Dienstag, 10. September, stehen Mitarbeitende der Einrichtungen von 14:00 – 16:30 an einem Stand am Dominikanerplatz, vor dem Gesprächsladen, für Informationen und Gespräche zur Verfügung.
  • Von 10:00 – 16:00 sind Mitglieder von AGUS an einem Infotisch in der Stadtbücherei zu sprechen.
  • Um 17:00 beginnt ein meditativer Gottesdienst in die Augustinerkirche.

Film „Der letzte schöne Tag“

Um 19:00 zeigt das Kino Central (Frankfurter Straße 87) den Film „Der letzte schöne Tag“. Dieser 2011 für den WDR produzierte Film zeigt eindrücklich, wie der Suizid einer jungen Mutter die Angehörigen aus ihrem bisherigen Leben katapultiert und wie es ihnen mühsam gelingt, sich als Familie neu zu finden. Der Eintritt ist kostenfrei.

Krisendienst

Der Krisendienst Würzburg unter der Trägerschaft von Caritas und Diakonie ist eine spezialisierte Beratungsstelle für Menschen in Suizidgefahr und deren Angehörige. Er wird jährlich von ungefähr 450 Personen für telefonische und persönliche Beratung aufgesucht. Beim täglichen nächtlichen Bereitschaftsdienst melden sich jede Nacht zwischen 2-5 Menschen, um Unterstützung in einer akuten Krisensituation zu bekommen.

Der Krisendienst am Kardinal-Döpfner-Platz 1 ist Montag bis Freitag von 14:00 bis 18:00 geöffnet, Telefon 0931 / 571717, und täglich von 18:30 bis 0:30 ist unter derselben Nummer ein telefonischer Bereitschaftsdienst erreichbar.

TelefonSeelsorge

Bei den ca. 45 Anrufen, die TelefonSeelsorge Würzburg/Main-Rhön, getragen von der Caritas und der Diakonie, täglich entgegennimmt, kommt in drei Gesprächen das Thema Suizid zur Sprache, als eigene Suizidgedanken, konkrete Suizidabsichten oder als Sorge um einen gefährdeten Angehörigen oder Freund.

Die TelefonSeelsorge ist rund um die Uhr unter der gebührenfreien Rufnummer 0800 1110111 erreichbar. Zudem bietet sie auch Hilfe online an, im Chat oder per Mail.

Gesprächsladen der Diözese

Im Gesprächsladen, getragen von der Diözese Würzburg und den Augustinern, suchen an jedem Öffnungstag zehn Personen Hilfe und Entlastung in einer Lebenskrise oder belastenden Lebenssituation. Suizidprävention beginnt weit vor den konkreten Suizidabsichten eines Menschen.

Der Gesprächsladen am Dominikanerplatz 1 hat Montag bis Freitag von 10:00 – 13:00 und 14:00 – 17:00 (Mittwochnachmittag geschlossen) eine offene Tür.

Selbsthilfegruppe AGUS

Für durch Suizid Hinterbliebene ist die Selbsthilfegruppe AGUS e.V. – Angehörige um Suizid eine wichtige Hilfe für das eigene Weiterleben nach ihrem Verlust.

Die Ansprechpartnerin bei AGUS ist Helga Mend, Telefon 0931/94362

Offen darüber reden

Jede akute Krise und jede dauerhafte Belastung birgt die Gefahr, dass sie, wenn Betroffene sich damit alleine gelassen fühlen, zu einer suizidalen Krise wird: Depressionen und andere psychische Erkrankungen, schwere körperliche Einschränkungen, zerbrochene Beziehungen, Verlusterlebnisse, gescheiterte Lebenspläne, finanzielle Nöte…

Unterstützung und Entlastung, die möglichst unmittelbar und unkompliziert zu bekommen ist, kann in diesen Situationen lebensrettend sein.

Und genau das finden Betroffene und deren Angehörige in den vier Einrichtungen. Sie können offen über ihre Belastungen und auch über Suizidgedanken sprechen, sie werden mit ihrer Not gesehen und sie werden bei der Suche nach Auswegen aus ihrer Krise und nach einem anderen Umgang mit ihren Belastungen unterstützt.

Damit Menschen in einer Krise erfahren, dass sich jemand sorgt, mit ihnen spricht, ihnen zuhört und sie unterstützt, dafür arbeiten Krisendienst, Gesprächsladen, TelefonSeelsorge und AGUS. Und zusammen gestalten sie auch in diesem Jahr die Veranstaltungen zum Welt-Suizidpräventionstag.

Dieser Artikel beruht auf einer Pressemitteilung des Caritasverbands für die Stadt und den Landkreis Würzburg e.V.

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