Kim Hertinger gewann für ihren Kurzfilm "Meer bei Nacht" den Award "Best Director". Foto: Kim Hertinger
Kim Hertinger gewann für ihren Kurzfilm "Meer bei Nacht" den Award "Best Director". Foto: Kim Hertinger

Meer bei Nacht: Würzburger Regisseurin gewinnt in Hollywood

Erst kürzlich berichteten wir vom Würzburger Kurzfilmprojekt „Meer bei Nacht“, das internationale Erfolge feierte und es nun sogar nach Hollywood schaffte. Bei den „Independent Short Awards“ wurde der Film dreimal nominiert und Regisseurin Kim Hertinger räumte jetzt sogar einen Award ab. Der Film glänzt durch eine professionelle Produktion mit deutschen Filmstars, aber auch mit einem selten behandelten Thema.

Auszeichnung für „Best Director Female“

Nicht nur in Deutschland, sondern auch auf internationaler Ebene wurde der Kurzfilm „Meer bei Nacht“ in höchsten Tönen gelobt. Dabei schaffte es das Kurzfilmprojekt bis nach Hollywood: sogar dreimal wurde der Film bei den „Independent Short Awards“ nominiert, unter anderen für die Hauptkategorie „Best Short of the Year“. Einen Award räumte die Würzburger Regisseurin Kim Hertinger am 29. August ab und holte die Auszeichnung für den „Best Director Female“ nach Hause. Von ihr stammte auch das Drehbuch, aus dem Ein-Frau-Projekt entwickelte sich schon nach kurzer Zeit eine professionelle Produktion mit deutschen Filmstars wie David Steffen.

Viel Lob erhalten

„Ich bin froh, dass ich nicht mit leeren Händen zurück komme“, sagt Kim erleichtert.“Es gab sehr viel Lob und Anerkennung für unseren Würzburger Kurzfilm, sowohl von der Jury, als auch von teilnehmenden Filmemachern aus der ganzen Welt.“ Dabei punktete der 26-minütige Film nicht nur durch professionelle Produktion, sondern auch durch das Thema „Korsakow-Syndrom“, dass in der Gesellschaft nur wenig Gehör findet.

„Ich möchte Filme über Menschen machen, die in unserer schnelllebigen und gewinnorientierten Gesellschaft ignoriert und fallen gelassen werden“, so Hertinger. Bei dieser Erkrankung handelt es sich um eine spezielle Form der Amnesie, die häufig bei schwer alkoholkranken Menschen auftritt und Betroffene oft nicht mehr zwischen Fantasie und Realität unterscheiden lässt. Der Film gibt so Einblicke in die Gedankenwelt eines Betroffenen, dabei sind auch einige Würzburger Locations wieder zu erkennen.

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