Polizei im Einsatz auf der Autobahn. Foto: Pascal Höfig
Polizei im Einsatz auf der Autobahn. Foto: Pascal Höfig

Säugling stirbt bei folgenschweren Auffahrunfall auf A3

Bei einem folgenschweren Auffahrunfall mit drei beteiligten Fahrzeugen am Sonntagmorgen hat ein vier Monate alter Säugling lebensbedrohliche Verletzungen erlitten und verstarb wenig später im Krankenhaus.

Sieben weitere Fahrzeuginsassen sind teils schwer verletzt worden. Die Autobahn musste in Fahrtrichtung Frankfurt für mehrere Stunden vollgesperrt werden.

Stauende übersehen

Nach derzeitigen Erkenntnissen zum Unfallhergang befuhr ein 27-jähriger Belgier mit seinem Audi Q7 am Sonntagmorgen, gegen 07:50 Uhr, die A3 in Fahrtrichtung Frankfurt.

Aus noch ungeklärter Ursache übersah er auf Höhe Schlüsselfeld das dortige Stauende und fuhr auf einen BMW aus dem Kreis Borken auf. Dieser wiederum wurde durch die Wucht des Aufpralls auf einen niederländischen Ford Focus geschoben.

Der Audi Q7 war zum Unfallzeitpunkt mit fünf Personen im Alter von 10, 16, 27, 39 und 42 Jahren besetzt. Im BMW befanden sich zwei Personen im Alter von 19 und 24 Jahren sowie eine 17-jährige Mutter mit ihrem vier Monate alten Säugling.

Mit Ausnahme des 27-jährigen Audi-Fahrers erlitten insgesamt sieben Fahrzeuginsassen zum Teil schwere Verletzungen. Der vier Monate alte Säugling wurde mit lebensbedrohlichen Verletzungen in ein Würzburger Krankenhaus geflogen, wo es wenig später leider verstarb. Die übrigen Verletzten mussten mit dem Rettungsdienst in umliegende Krankenhäuser transportiert werden. Die drei Insassen des niederländischen Ford Focus blieben unverletzt.

Die Unfallaufnahme erfolgte durch die Verkehrspolizeiinspektion Würzburg-Biebelried. Zur Klärung der genauen Unfallursache wurde auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Bamberg auch ein Sachverständiger zur Unfallstelle hinzugezogen. Zudem wurde die Sicherstellung aller drei Fahrzeuge angeordnet. Für die Fertigung von Luftaufnahmen der Unfallstelle war auch ein Polizeihubschrauber im Einsatz.

Die Autobahn mussten in Fahrtrichtung Frankfurt für die Dauer der Unfallaufnahme für insgesamt viereinhalb Stunden vollgesperrt werden. Auch in Fahrtrichtung Nürnberg war die A3 für eine Stunde gesperrt.

Die Verkehrspolizeiinspektion Würzburg-Biebelried wurde während der Unfallaufnahme durch die Feuerwehr aus Schlüsselfeld sowie die Autobahnmeisterei unterstützt.

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