Wallfahrt, Kreuzberg, Ankunft
Die Wallfahrer wurden wie jedes Jahr von vielen Würzburgern begrüßt. Foto: Annika Betz.

Traditioneller Brauch: Kreuzbergwallfahrt 2019

Auch 2019 waren wieder Pilger auf dem Weg in Richtung Kreuzberg unterwegs. 450 Menschen sind – wie in den vergangenen Jahren –  am 20. August von Würzburg aufgebrochen um traditionell auf den Kreuzberg und wieder zurück zu pilgern. Dieses Jahr stand die Pilgerfahrt unter dem Motto „Folgt meinem Wandel nach!“. Die Ankunft der Wallfahrer am 24. August in Würzburg seht ihr hier im Video.

Berg der Franken

Der Kreuzberg in der Rhön ist bekanntlich der „Heilige Berg der Franken“. Genau zu diesem führen jährlich zahlreiche Wallfahrten aus der Region Mainfranken und der Rhön. Die Größte wird schon seit 372 Jahren von der Kreuzbruderschaft Würzburg durchgeführt.

Über 170 Kilometer Fußmarsch

Jährlich in der dritten Augustwoche versammeln sich mehrere Hundert Menschen, die den über 170 Kilometer langen Fußmarsch auf sich nehmen wollen. Ziel ist das Franziskanerkloster auf dem fast 930 Meter hohen Kreuzberg. Los geht es immer am 20. August, ganz früh gegen 5 Uhr. Mit täglichen Etappen von bis zu 60 Kilometern pilgern die Wallfahrer fünf Tage lang zum Kreuzberg und zurück nach Würzburg.

Zur Begrüßung bekommen die Wallfahrer traditionell von Familie und Freunden Sonnenblumen. Foto: Annika Betz.

Traditionelle Zwiebelkirchweih

Nach fünf Tagen Wallfahrt – und wahrscheinlich mehreren Blasen an den Füßen, aber mit vielen tollen Erinnerungen und Erlebnissen – erreicht die Gruppe schließlich jedes Jahr am 24. August wieder die Heimat. Traditionell werden die Wallfahrer von Familienangehörigen, Freunden und Schaulustigen am Nachmittag in der Semmelstraße, der alten Zunftstraße der Bäcker, empfangen. Dort wird deshalb schon seit über 350 Jahren die Zwiebelkirchweih gefeiert. Die Angehörigen überreichen traditionell Blumensträußchen, als Stärkung gibt es Zwiebelkuchen. Nach dem Empfang geht es dann zum abschließenden Gebet in den Dom.

Neu: Verzicht auf Einweg-Plastikbecher

Während der Wallfahrt wird Wasser kostenlos an die Pilger ausgeschenkt. Hierbei ist in den vergangenen Jahren viel Plastikmüll angefallen. Um ein Zeichen für die Umwelt zu setzen, verzichteten die Veranstalter dieses Jahr auf das Einwegplastik. Jeder Pilger hatte sein eigenes, wiederverwendbares  Trinkgefäß mitzubringen.

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