NGG Azubi 3D-Drucker
Technik hinterm Essen. Azubis in der Lebensmittelindustrie sind längst am 3D-Drucker aktiv. Die Gewerkschaft NGG weist auf freie Ausbildungsplätze in der Branche hin. Foto: NGG

Noch über 600 freie Ausbildungsplätze in Würzburg

Azubis gesucht: Zum Start des neuen Ausbildungsjahres gibt es in Würzburg aktuell 609 freie Ausbildungsplätze. Damit sind noch 35 Prozent aller gemeldeten Lehrstellen unbesetzt. In ganz Bayern haben Unternehmen noch rund 40.200 Plätze zu vergeben, wie die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten mitteilt. Die NGG beruft sich dabei auf neueste Zahlen der Bundesagentur für Arbeit.

Gewerkschafter Ibo Ocak appelliert an Schulabgänger, sich auch in der Ernährungsbranche umzusehen: „Vom Süßwarentechnologen bis zur Chemielaborantin – die Lebensmittelindustrie bietet hochtechnische Berufe bei überdurchschnittlicher Bezahlung.“ Würzburger Firmen haben jetzt noch 16 freie Ausbildungsplätze rund ums Essen und Trinken zu vergeben. Im gesamten Freistaat zählt die Branche laut Arbeitsagentur noch rund 2.500 offene Azubi-Stellen.

Ernährungsindustrie sucht Azubis

Die Ernährungsindustrie ist der viertgrößte Industriezweig in Deutschland – und mit rund 1.100 Beschäftigten allein in Würzburg ein „wichtiger Wirtschaftsfaktor in der Region“, so Ocak. Nach Einschätzung des NGG-Geschäftsführers dürften gelernte Fachleute künftig kaum Probleme haben, hier eine passende Stelle zu finden. „Gefragt ist insbesondere die Fachkraft für Lebensmitteltechnik. Wer das lernt, hat nach der Ausbildung einen soliden Titel in der Hand. Je nach Betrieb können Fachkräfte eine Spezialisierung etwa für Getränke, Brot- oder Tiefkühlwaren draufsatteln und es bis zum Meisterbrief bringen“, erklärt Ocak.

Lebensmitteltechniker stark gefragt

Aber Lebensmitteltechniker seien nicht nur „Fachleute für Brause, Backfisch oder Bonbons“. Die Digitalisierung schreite in ihrem Berufsfeld so schnell voran wie in kaum einer anderen Branche. „Künstliche Intelligenz ist in der Ernährungsindustrie längst angekommen und steuert zum Beispiel Abläufe in der Lagerlogistik. Das macht die Jobs nicht nur für Mechatroniker und Computerspezialisten interessant. Die neuen Technologien bieten ganz neue Möglichkeiten – vom Ausprobieren neuer Rezepte bis hin zur App-basierten Kommunikation mit dem Verbraucher“, so Ibo Ocak.

Im Landkreis Würzburg noch 400 freie Plätze

Im Kreis Würzburg gibt es aktuell auch noch insgesamt 400 freie Ausbildungsplätze, damit sind laut der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten 41 % aller gemeldeten Lehrstellen unbesetzt. Rund ums Essen und Trinken gibt es im Kreis Würzburg noch 20 freie Ausbildungsplätze zu vergeben.

Weitere Infos rund um Berufe in der Ernährungsindustrie und offene Ausbildungsplätze vor Ort gibt es auf der „Azubi-Börse“ der Arbeitsagentur.

Dieser Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der NGG-Region Unterfranken.

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