Die neu beleuchteten Faultürme der Kläranlage in der Zellerau. Foto: Pascal Höfig
Die neu beleuchteten Faultürme der Kläranlage in der Zellerau. Foto: Pascal Höfig

Kläranlage: Faultürme jetzt mit LED-Beleuchtung

In der Würzburger Zellerau wird es ab sofort bunt in der Nacht. Nach den beleuchteten Türmen des Heizkraftwerks ist nun auch die Beleuchtung der neuen Faultürme der Kläranlage in Betrieb. Die beiden Faultürme können nun von der Dämmerung bis zum Morgengrauen mit einer geringen Leuchtkraft – der Vergleich zur Münchner Allianz-Arena wurde schon häufiger gezogen – die riesigen weißen Membranflächen in überdimensionale Lampenschirme verwandeln, so die Stadt in einer Pressemitteilung.

Investition von 26 Millionen

Die neu gebauten Faultürme wurden im letzten Jahr in Betrieb genommen, die Form soll an Fluss-Kiselsteine erinnern. Gekostet hat das ganze Projekt inklusive Modernisierung rund 26 Millionen Euro.

„Der Stadteingang in die Zellerau kann sich nun auch in der Nacht absolut sehen lassen“, so der frühere Baureferent der Stadt Würzburg, Prof. Christian Baumgart, bei der „Leucht-Premiere“ am Dienstagabend in der Mainaustraße

CO2 soll eingespart werden

„Die Eier“, wie die Türme im Volksmund auch genannt werden, seien nun auch nachts weithin sichtbar. Durch die moderne, helle Ausgestaltung und weil ein großer Anteil der Anlage unter der Erde liegt, würde niemand im Innern ein Volumen von 35.000 Badewannen pro Turm erwarten, so die Stadt. Insgesamt seien seit 2014 für die Modernisierung insgesamt 6.100 m³ Beton und 1.300 t Stahl hier zum Einsatz gekommen, heißt es. Doch warum verbaut man solche Unmengen Material? Die Antwort der Stadt darauf: „Um Klärschlamm oder CO2 ebenfalls im gigantischen Umfang einzusparen und gleichzeitig pro Blockheizkraftwerk rund 500 KW Strom und Wärme zu produzieren. Eine Rechnung die in wenigen Jahren aufgeht. Daran ändert der eigene Stromverbrauch durch die neue LED-Technik nicht wirklich etwas.“

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