Blick auf Würzburg. Foto: Pascal Höfig
Blick auf Würzburg. Foto: Pascal Höfig

Wassertaxis: Umweltausschuss lehnt Idee für Würzburg ab

Wassertaxis in Würzburg? Daraus wird wohl erst mal nichts. Die Stadtratsfraktion ÖDP hatte Anfang des Monats beantragt, die Möglichkeit von Schnellboot-Verbindungen aus den Randgemeinden am Main nach Würzburg prüfen zu lassen. Wie die Main Post berichtet, lehnte der Planungs-, Umwelt- und Mobilitätsausschuss die Weiterverfolgung der Idee am Dienstag ab.

Alternative zu Bussen

Laut der Main Post kam die Idee für die Würzburger Wassertaxis angesichts der Herausforderungen des Klimawandels und der Luftverschmutzung im Würzburger Talkessel auf. Um diesen Herausforderungen zu begegnen, müssten neue Park- und ÖPNV-Angebote für den Pendelverkehr an den Stadträndern geschaffen werden. Die Nutzung des Mains und der Einsatz von Schnellbooten wäre dabei für die ÖDP eine plausible Alternative zu Bussen auf der Straße gewesen.

Antrag abgelehnt: „Politik von vorgestern“

Der Antrag der Partei sei jedoch noch nicht einmal inhaltlich von den Stadtratsparteien CSU und FWG diskutiert und geprüft worden – zum großen Ärgernis der ÖDP-Fraktion. Wie die Main Post berichtet, schrieb ÖDP-Vorsitzender Raimund Binder in einem Statement: „Das zeigt, dass die beiden Parteien immer noch Politik von vorgestern machen“. Angesichts des Klimawandels und der Luftverschmutzung fehle den staatstragenden Parteien Fantasie und in die Zukunft gerichtetes Denken. Bei 60 000 Berufspendlern nach Würzburg dürfe keine Lösung einfach außer Acht gelassen werden.

ÖPNV- Alternative Seilbahn weiter im Gespräch

Im April hatte sich der Planungs-, Umwelt- und Mobilitätsausschuss bereits mit einer anderen außergewöhnlichen ÖPNV – Alternative beschäftigt: Seilbahnen für den Personentransport von der Peripherie Würzburgs in die Innenstadt. Dieser Antrag des CSU-Fraktionschefs Wolfgang Roth wurde im Gegensatz zu den Wassertaxis der ÖDP weiterverfolgt. Nach Angaben der Main Post plant der Stadtrat Anfang Oktober nun sogar eine Exkursion nach Innsbruck, bei der Informationen über die dortigen Seilbahn-Erfahrungen und die herrschenden Tarifsysteme eingeholt werden sollen.

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