Festung Marienberg. Foto: Pascal Höfig
Festung Marienberg. Foto: Pascal Höfig

Festung Marienberg: Museum für Franken soll erst 2029 eröffnen

Der Würzburger Landtagsabgeordnete Volkmar Halbleib (SPD) hat sich mit dem Gründungsdirektor des „Museum für Franken“,  Prof. Dr. Erich Schneider, getroffen, um sich über den aktuellen Arbeitsstand bei der Realisierung des Museums auf der Festung Marienberg zu informieren. Geplant sei, dass das neu konzipierte Museum erst 2029, also in zehn Jahren fertig sein wird. Hintergrund der langen Realisierungszeit sei die Neuordnung der bisherigen Nutzungen auf der Festung und der verzögerte Neubau des Staatsarchivs, so heißt es in einer Pressemitteilung.

Komplette Neukonzeption

Museumsdirektor Schneider führte dazu aus, dass eine komplette Neukonzeption der Museumslandschaft auf der Festung Marienberg erfolgt. Dazu soll das ehemalige Mainfränkische Museum in den Burginnenhof umziehen. Ziel ist es, das gesamte innere Festungsareal einzubeziehen und dadurch mehr Platz für Ausstellungsräume zu schaffen. Insgesamt sollen so 4.500 bis 5.000 Quadratmeter Dauerausstellungsfläche, 500 bis 800 Quadratmeter für Wechselausstellungen und rund 3.500 Quadratmeter Depot geschaffen werden, dazu ein Foyer mit verschiedenen Vortragsräumen.

Sanierung und Umbau von Teilen der Festung

Vor dem Umzug müssen noch Teile der Festung umgebaut und vor allem saniert werden. In einem ersten Bauabschnitt wurden dabei die vier Toranlagen, die Marienkirche sowie die Abwasser-, Trinkwasser-, Fernwärme- und Elektroleitungsnetze im Außenbereich instandgesetzt. Seit Anfang dieses Jahres wird die Kernburg generalsaniert. Der nächste wichtige Schritt besteht deshalb darin, bis zum Neubau des Staatsarchivs ein Interimsdepot für die Bestände des Staatsarchivs und für die Ausstellungsstücke des bisherigen Mainfränkischen Museums zu erschließen, damit für die Einrichtung des neuen Museums für Franken genug Platz zur Verfügung steht.

Ziel: Jährlich bis zu 150.000 Besucher

Der Umbau der Festung richtet sich aber nicht nur nach den baulichen und gestalterischen Fragen der Museumskonzeption, sondern auch danach, wie das Museum für Besucher weiterhin gut zu erreichen ist. Derzeit kommen jedes Jahr zwischen 60.000 und 65.000 Besucher zum Museum für Franken, Tendenz steigend. Nach dem Umbau ist das Ziel von Museumsdirektor Schneider jährlich bis zu 150.000 Besucher nach Würzburg zu holen.

Umfassende Erschließung nötig

Dazu ist aber eine umfassende Erschließung des Festungsgeländes erforderlich, es braucht mehr Parkplätze und eine bessere Busverbindung, damit das Museum gut erreichbar bleibt. Professor Schneider kann sich dabei auch vorstellen, dass die bereits diskutierte Gondel-Lösung einen wichtigen Beitrag für ein funktionierendes Erschließungskonzept leisten könne.

Museum muss Namen gerecht werden

Die Entwicklungen und Chancen für das neue Museum sieht der Würzburger Abgeordnete Volkmar Halbleib positiv, weist aber darauf hin, dass das dann fertiggestellte „Museum für Franken“ ein Museum für ganz Franken sein muss: „Das Museum sollte seinem Namen auch gerecht werden. Deshalb müssen Ausstellungsgegenstände aus ganz Franken, also auch aus Mittel- und Oberfranken präsentiert werden. Dazu ist es wichtig entsprechende Stücke, die derzeit in anderen Museen ausgestellt werden, wieder nach Franken zurückzuführen.“ Halbleib erinnerte dabei an die Rückführung des fränkischen Herzogschwertes aus der Münchner Residenz auf die Festung Marienberg.

Artikel beruht auf einer Pressemitteilung des Landtagsabgeordneten Volkmar Halbleib (SPD).

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