Tanzmannschaft inklusives Tanzprojekt Foto: Pascal Höfig
Tanzmannschaft inklusives Tanzprojekt Foto: Pascal Höfig

Who will stop us! – Ein inklusives Tanzprojekt

Who will stop us! – kein Fragezeichen, sondern ein selbstbewusstes Ausrufezeichen unterstreicht das diesjährige Motto des Inklusiven Tanzprojektes. Kooperationspartner: Zentrum für Körperbehinderte und Theater tanzSpeicher. Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen aus dem Zentrum für Körperbehinderte Würzburg und des „Jungen Projekt tanzPunkt“ der Theaterpädagogik des Theater tanzSpeicher zeigen ihre neuen Choreographien.

Und dabei lassen sie sich von nichts aufhalten – auch nicht von den Stühlen, die auf der Bühne den Weg versperren oder in denen man sich als Rollstuhlfahrerin mal wie in einem Käfig gefangen, mal wie in einem Nest beschützt fühlt. Und manchmal verschafft einem der sperrige Karren sogar ein Stück Unabhängigkeit. Ungeahnte Möglichkeiten entwickeln die behinderten und nicht behinderten Jungen Leute an den beiden Abenden (6. und 7. Juli, 19 Uhr) auf der Bühne des Theater tanzSpeicher.

Tanz als universelle Sprache

Der Tanz kann als universelle Sprache eine Brücke bauen zwischen den Jungen Leute aus verschiedenen Lebenswelten. Er betont Gemeinsamkeiten und lässt Unterschiede in den Hintergrund treten. Das Erlebnis in der Gruppe, sowie die unmittelbare körperliche Erfahrung des Tanzens schafften gegenseitiges Vertrauen und Verständnis. Das Projekt eröffnet die Möglichkeit zum eigenen künstlerischen Ausdruck und realisiert die kulturelle Teilhabe in der Gesellschaft. Im Jahr 2018 wurde das Inklusive Tanzprojekt rund um tanzSpeicher Theaterpädagoge Dominik Blank und seine pädagogische Assistentin aus dem ZfK Brigitta Höfig mit dem Toleranzpreis des Ambassador Club International ausgezeichnet.

Probe Inklusives Tanzprojekt. Foto: Pascal Höfig

Hilfe von der FHWS

Der Fachbereich Soziale Arbeit ist erstmals am Inklusiven Tanzprojekt des Theater tanzSpeicher in Kooperation mit dem Zentrum für Körperbehinderte beteiligt. Studierende, die sich für dieses Projekt entschieden hatten, bereiteten sich unter der Leitung von Theaterpädagoge Dominik Blank in einem theoretischen Teil vor. Im nächsten Teil nahmen sie aktiv an den Proben im Zentrum für Körperbehinderte im Würzburger Stadtteil Heuchelhof teil und erarbeiteten und probten einen gemeinsame Choreographie. Die Präsentationen im Theater tanzSpeicher sind ebenfalls Bestandteil dieses innovativen Angebotes der FHWS, welches mit dem Fachwissen und der Erfahrung des Theaterpädagogen des Theater tanzSpeicher realisiert werden konnte.

Rollywood

„Rollywood“ ist ein 2017 gegründeter Verein, der für kreative Inklusion in Würzburg und Mainfranken steht und hauptsächlich Filme von und mit behinderten Menschen dreht. Dabei soll nicht die Behinderung im Vordergrund stehen, sondern die Kreativität und der Spaß. Die Macher von Rollywood setzen schon seit knapp zehn Jahren filmische und künstlerische Projekte um. Aktuell entsteht eine filmische Hommage an das Märchen „Der Zauberer von Oz“.

Die Inklusionsband „MIPPies“ (=Musikinklusionsprojekt) wurde 2015 von den beiden Leiterinnen Gisela Heck (Musikverein Ruppertshütten) und Susanne Nickel (Sing- und Musikschule Lohr) gegründet und kann inzwischen auf rund 50 erfolgreiche Auftritte in der Region zurückblicken. Die Band besteht aus Menschen mit Behinderung aus den Wohngruppen der Lebenshilfeeinrichtungen Gemünden, Marktheidenfeld und Lohr, Jugendliche und Erwachsene des Musikvereins Lohr-Ruppertshütten und Schülern der Sing- und Musikschule Lohr a.Main.

Artikel beruht auf einer Pressemitteilung des Theater tanzSpeicher.

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