Die Band Poly Radiation will die Big Band in die Clubs bringen. Foto: Oliver Marec
Die Band Poly Radiation will die Big Band in die Clubs bringen. Foto: Oliver Marec

Rein in die Clubs: Die BigBand Poly Radiation im Interview

Poly Radiaton ist keine gewöhnliche BigBand, sondern eine Band, die rein in die Clubs und auf die Festivalbühnen der Welt möchte. Ihre Musik beschreiben sie selbst als „Tanzbare kollektive Energie“. Wir durften mit den jungen Musikern, die sich aus dem Landesjugendjazzorchester zusammengefunden haben, ein wenig quatschen. Wer sich selbst einmal live von der Energie überzeugen möchte, Poly Radiaton spielt am 6. Juli im b-Hof hier in Würzburg.

Würzburg erleben (WE): Erstmal erzählt ihr vielleicht kurz etwas über euch: Wer seid ihr, wie viele Mitglieder habt ihr und woher kommt ihr?

Poly Radiaton: Wir sind Poly Radiation, ein junges Musiker-Kollektiv im BigBand Format. Mittlerweile bestehen wir aus circa 50 Profimusikern aus dem gesamten deutschsprachigen Raum. Wir sind aber keine klassische BigBand in dem Sinne, beispielsweise haben wir eine größere Besetzung, die auch mal variieren kann, das hängt dann unter anderem vom Programm ab, bei dem immer mal wieder auch Special Guests vertreten sind.

 

 

WE: Wie habt ihr euch zusammen gefunden?

PR: Der Kern von Poly Radiation hat sich aus dem Landesjugendjazzorchester Bayern (LJJB) entwickelt. Einige unserer Mitglieder haben hier schon in unterschiedlichsten Formationen und über mehrere Jahre zusammen gespielt. Aber wir haben natürlich auch an den Musikhochschulen und -universitäten Netzwerke gebildet und so haben viele großartige Musiker und Musikerinnen letztendlich bei Poly Radiation zusammen gefunden.

WE: Wie wusstet ihr, was für eine Art von Musik ihr machen wollt?

PR: Die zwei Gründungsmitglieder Benedikt Weiß (Drums, studiert in Würzburg) und Konrad Bogen (Keys) hatten bei einer Tour des LJJBs die Idee, auch außerhalb davon eine BigBand weiter zu führen. Aber das Ziel war, keine „klassische“ BigBand zu gründen, sondern moderne, tanzbare und zeitgemäße Musik zu spielen. So ist nach und nach die Idee eines Groove-Orchesters entstanden. Von HipHop über Neosoul und Funk bis hin zu elektronischen Elementen ist alles dabei. Unser Ziel für Poly Radiation war da auch von Anfang an klar: Raus aus der Nische, rein ins bunte Nachtleben, rein in die Clubs!

WE: Wo habt ihr bis jetzt schon überall gespielt? Was war der beste Auftritt?

PR: Viele unserer Mitglieder kennen sich ja wie gesagt schon aus dem LJJB und haben da über 20 gemeinsame Probephasen und drei CD-Produktionen hinter sich. Mit dem LJJB waren wir vom Jazzweekend Regensburg über das EBE Jazzfestival bis nach Schweden zusammen unterwegs. Das Highlight in der einjährigen Bandgeschichte von Poly Radiation war mit Sicherheit der Auftritt im ausverkauften Künstlerhaus zum Kemptner Jazzfrühling dieses Jahr.

Die Musiker beim Proben. Foto: Oliver Marec

Die Musiker beim Proben. Foto: Oliver Marec

WE: Was sind eure Pläne für die Zukunft?

PR: Unser Ziel ist ganz klar: wir wollen die BigBand dorthin zurück bringen, wo sie schon mal zu Hause war – raus aus der Nische, rein in die Clubs! Mit unserer tanzbaren kollektiven Energie wollen wir das Publikum in Clubs und auf Festivals begeistern – am besten auf der ganzen Welt! Und wir planen schon eine CD-Produktion mit dem Münchner Produzenten-Duo Poly Poly, mit dem wir auch bald wieder gemeinsam auf der Bühne stehen werden.

WE: Wo kann man euch einmal live hier in Würzburg sehen?

PR: Unser nächstes Konzert in Würzburg findet am 06.07. um 20:00 Uhr im b-Hof (Hofstraße 16) statt. Hier präsentieren wir unser Programm „Enter Space“ in Kooperation mit dem Münchner Produzenten-Duo Poly Poly. Nur zwei Tage später, am 08.07. um 15:00 Uhr in der Hochschule für Musik Würzburg (Hofstallstraße 5-8, kleiner Saal) gibt es im Rahmen des Bachelor-Abschlusskonzerts unseres Schlagzeugers und Bandleaders, Benedikt Weiß, die Uraufführung der BigBand Suite „Message from another planet“ zu hören und zu sehen.

WE: Habt ihr einen Lieblingsort hier in Würzburg um Musik zu machen?

PR: Für eine so große Band wie uns ist in Würzburg der b-Hof die erste Anlaufstelle. Mehrere Musiker aus dem Kollektiv haben hier schon in verschiedensten Formationen spielen dürfen und das Ambiente und die Stimmung im B-Hof ist einfach großartig. Wir würden uns außerdem natürlich sehr freuen, auch einmal im Rahmen des U&D Festivals und beim Hafensommer Würzburg auftreten zu dürfen.

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