Ein Gerüst versperrt die Sicht auf Würzburgs höchsten Kirchturm. Foto: Dominik Ziegler
Ein Gerüst versperrt die Sicht auf Würzburgs höchsten Kirchturm. Foto: Dominik Ziegler

Die Würzburger Neubaukirche wird aufwendig saniert

Viele dachten vor ein paar Wochen vielleicht „juhu, endlich kommt das Gerüst an der Neubaukirche weg“ und Würzburgs höchster Kirchturm kann wieder uneingeschränkt bestaunt werden. Doch Pustekuchen: Nach dem Abbau war anscheinend vor dem nächsten Aufbau. Denn schon kurz nach dem Abbau wurde – und wird aktuell noch immer – wieder ein Gerüst an der Kirche in der Schönthalstraße errichtet. Die Sanierung ist nicht, wie vom ein oder anderen vielleicht vermutet, bereits abgeschlossen – nein, sie beginnt erst nach den Sommerferien.

91 Meter – Turm muss saniert werden

Der 91 Meter hohe Turm der Universitätskirche muss nach ausführlichen Untersuchungen durch Restauratoren saniert werden. Für die Untersuchungen wurde das kleinere Gerüst vor dem Portal der Kirche aufgebaut. Laut Mainpost hätten sich vom Turm aus Rotsandstein bereits ganze Stücke gelöst, weil dieser seit den 80er Jahren keine umfangreicheren Instandhaltungsmaßnahmen erfahren habe. Der Aufbau des Baugerüstes um den Turm herum wird noch circa sechs Wochen dauern und soll am Ende bis hinauf zum achteckigen Obergeschoss reichen. Alle zwölf Meter wird außerdem eine Statikprüfung gemacht, dass auch alles stabil bleibt.

Die Neubaukirche im September 2017. Foto: Pascal Höfig

Die Neubaukirche im September 2017. Foto: Pascal Höfig

Kosten von 2,3 Millionen

Ab August kann dann die Sanierung der Neubaukirche, die beim Bombenangriff am 16. März 1945 fast komplett zerstört wurde, beginnen. Wie lange sie dauern wird, könne man allerdings nicht genau sagen, so das Staatliche Bauamt gegenüber der Mainpost. Mindest ein Jahr müsse aber eingeplant werden. Die Kosten werden derzeit auf 2,3 Millionen Euro geschätzt.

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