Treppe am Wagnerplatz. Foto:Darja Schano
Treppe am Wagnerplatz. Foto: Darja Schano

Gefährliche Metallstachelstreifen auf Treppe in Grombühl

„Was ist denn hier los?“ fragt sich wahrscheinlich der ein oder andere Grombühlbewohner derzeit, wenn er an einem Wohnhaus in der Matterstockstraße vorbei kommt. Hier sind auf den Treppenstufen vor dem Eingang plötzlich Stachelstreifen aus Metall montiert – ähnlich wie an historischen Gebäuden zur Taubenabwehr. Doch am Wagnerplatz sollen die fünf Zentimeter langen Metallstacheln anscheinend eher ungebetene menschliche Gäste davon abhalten, sich auf den Stufen niederzulassen.

Von Trinkern gestört

Laut Mainpost habe die Montage der Stachelstreifen wohl etwas mit dem Klientel des nahegelegenen Wagnerplatzes zu tun. Dieser galt als sogenannter sozialer Brennpunkt in Grombühl und Ende 2014 wurde auf dem Platz schließlich ein Alkoholverbot verhängt. Von Anwohnern hieß es, dass man sich von den auf der Treppe sitzenden trinkenden Personen gestört gefühlt habe, sogar ein beunruhigendes Gefühl hervorgerufen wurde. Andere wiederum erklärten, wie gefährlich doch die Metallspitzen seien und welch drastische Maßnahme die Montage sei.

Treppe am Wagnerplatz Foto:Darja Schano

Treppe am Wagnerplatz. Foto:Darja Schano

Laut Stadt erhebliche Gefahrenquelle

Laut Polizei sei jeden Tag mehrmals eine Streife am Wagnerplatz unterwegs und die Situation habe sich seit dem Alkoholverbot tatsächlich gebessert, so die Mainpost. Die Stachelstreifen hätten für die Polizei auch keine akute Relevanz, heißt es. Allerdings habe sich nun die Stadt das Ganze näher angesehen um auch die baurechtliche Seite zu beleuchten, heißt, inwieweit so eine Montage überhaupt erlaubt ist, so Berichte der Mainpost. Zwar befinde sich die Treppe auf einem privaten Grundstück, dennoch ist diese frei aus dem öffentlichen Raum zugänglich und kann deshalb eine Gefahrenquelle darstellen, das bestätigte auch die Stadt gegenüber der Mainpost. Zudem wird weder mit einem Schild, noch mit einer Signalfarbe auf die Gefahr hingewiesen.

Treppe am Wagnerplatz Foto:Darja Schano

Treppe am Wagnerplatz. Foto:Darja Schano

Keine Reaktion der Hausbesitzerin

An die Hausbesitzerin ging mittlerweile eine schriftliche Aufforderung der städtischen Bauaufsicht, sich bis zu einem festgelegten Zeitpunkt zur Montage der Metallstacheln zu äußern, so die Mainpost. Ebenfalls wurde eine sofortige Beseitigung gefordert, nachdem auf das erste Schreiben nicht reagiert wurde.

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