Der Würzburger Tobias Dutta hat beim diesjährigen Planspiel "Jugend und Parlament" teilgenommen; Foto: Tobias Dutta.
Der Würzburger Tobias Dutta hat beim diesjährigen Planspiel "Jugend und Parlament" teilgenommen; Foto: Tobias Dutta.

Gastbeitrag: Ein junger Würzburger im Bundestag

Ein Gastbeitrag von Tobias Dutta.

Vom 1. bis zum 4. Juni fand im Bundestag die Großsimulation „Jugend und Parlament“ mit 350 Jugendlichen aus ganz Deutschland statt. Auch ich, Tobias Dutta (17) aus Würzburg durfte ein Teil dieses einmaligen Erlebnisses sein. Für vier Tage schlüpfte ich in die Rolle eines  Bundestagsabgeordneten.

Neue Identität für die Simulation

Nach der Ankunft in der Hauptstadt wurde mir dann meine Rolle zugeteilt. So hieß ich nicht mehr Tobias Dutta und war auch nicht mehr Mitglied der Freien Demokraten, sondern Maximilian Pauli in der Gerechtigkeitspartei.

Beim Planspiel erhielten die Teilnehmer neue Identitäten; Foto: Tobias Dutta

Beim Planspiel erhielten die Teilnehmer neue Identitäten; Foto: Tobias Dutta

Mit Gesetzesentwurf gearbeitet

Nach der ersten Landesgruppensitzung wurden dann auch die Fraktionsvorsitzenden im Fraktionssaal der SPD gewählt, woraufhin wir in verschiedenen internen Gruppen den Gesetzesentwurf „Einführung von Pfand auf Coffee-to-go Becher“ analysierten und Änderungen vornahmen. Am nächsten Tag ging es für uns dann ins Paul-Löbe Haus zur Ausschusssitzung mit den anderen Fraktionen (Bewahrungspartei und Partei für Engagement und Verantwortung). Zusammen mit einem Kollegen aus der PEV durfte ich die Sitzung leiten und zwischen den Parteien verhandeln. Am 3. Juni durfte ich dann noch Prof. Dr. Andrew Ullman MdB in seinem Büro besuchen, welchen ich bereits im Bundestagswahlkampf unterstützt habe.

Besuch im Bundestag

Der letzte Tag war wohl auch der spannendste, denn es ging für uns ins Plenum des Deutschen Bundestages. Dort wo eigentlich nur Bundestagsabgeordnete und Saaldiener zutritt haben, debattierten 350 Jugendliche in drei Lesungen über verschiedene Gesetzentwürfe. In meinen Augen unverschämt war dann allerdings die Aktion der Umweltaktivisten, welche sich während der Rede von Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble auf den Boden legten. Es war einfach respektlos gegenüber den anderen und dem hohen Hause nicht gerecht, dieses Privileg auszunutzen und dort zu protestieren.

Blick hinter die Kulissen

Nach vier sehr spannenden und anstrengenden Tagen ging es für mich dann wieder ins schöne Würzburg. Mein Fazit zum Planspiel: Es war wirklich eine sehr erlebnisreiche Zeit mit vielen neuen Freunden aus verschieden Parteien. Wir hatten die Möglichkeit, uneingeschränkt hinter die Kulissen des Deutschen Bundestags und der Arbeit der Abgeordneten zu schauen. Allerdings war es für mich besonders schwierig die neue Rolle und politische Gesinnung in Diskussionen einzuhalten.

Bewerben zwischen 17 und 20 Jahren möglich

Hierbei noch mal herzlichen Dank an den Würzburger Bundestagsabgeordneten Prof. Dr. Andrew Ullman, der mir die Teilnahme ermöglicht hat. Durch ihn und das Planspiel konnte ich politische Eindrücke gewinnen, die vielen Menschen nicht zu Teil werden. Ich durfte lernen, wie der Alltag eines Abgeordneten geregelt ist, nämlich sehr anstrengend und stressig, aber auch sehr schön, denn man sieht die vielen Veränderungen und Fortschritte, an denen man selbst für die Bürger mitgearbeitet hat.

Jeder 17-20-Jährige aus Würzburg hat die Chance, sich bei einem der drei Würzburger Abgeordneten zu bewerben. Ich kann es nur jedem empfehlen!

Anmerkung der Redaktion

Gastbeiträge geben nicht automatisch die Meinung der Redaktion wieder. Sie sollen zur Debatte anregen  – so wie auch jeder gute Kommentar auf Facebook. Wir geben deshalb allen unseren Lesern die Chance, ihre Meinung bei uns zu veröffentlichen und diese diskutieren zu lassen. Wir freuen uns über Gastbeiträge zu allen Themen an: redaktion@wuerzburgerleben.de

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