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Die Zahnmediziner helfen Bedürftigen in Nepal. Foto: United Smiles e.V.
United Smile e.V. hilft Bedürftigen in Nepal. Foto: United Smile e.V.

Zahnmedizin Studenten helfen in Nepal

Wenn der Zahn schmerzt, ist es unvermeidlich, einen Zahnarzt aufzusuchen. Der jährliche Kontrolltermin ist für viele Deutsche längst genauso ein Teil der Routine, wie die tägliche Zahnpflege. Was hier in Deutschland normal ist, stellt in anderen Ländern häufig eine Seltenheit dar. Dem möchte der Verein „United Smile e.V.“ entgegenwirken und hilft Menschen in Nepal mit kostenlosen Zahnbehandlungen. Was dahinter steckt, haben wir Robin, dem 2.Vorsitzenden des Vereins, und vier engagierte Studenten gefragt.

Über „United Smile e.V.“

Robin Fernandez ist 2. Vorsitzender von „United Smile e.V.“ und hat gemeinsam mit zwei anderen Mitgliedern in Würzburg Zahnmedizin studiert.

WE: Was steckt hinter „United Smile e.V.“?

Robin Fernandez: Wir sind drei motivierte Zahnärzte, die zusammen an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg studiert haben. Noch während unseres Studiums haben wir uns entschlossen, ein eigenes Hilfsprojekt zur Verbesserung der zahnmedizinischen Versorgung in strukturschwachen Regionen Nepals aufzubauen, woraus im Herbst 2017 der Verein „United Smile e.V.“ hervorging. 

Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, ehrenamtlich und mit vollem Engagement, Menschen zu helfen, die nicht die Gesundheitsfürsorge genießen können, die wir in westlichen Ländern als alltäglich und selbstverständlich wahrnehmen. Dabei sollen vor allem Kinder und Menschen in entlegenen Gebieten ohne jegliche medizinische Grundversorgung von unseren Einsätzen profitieren, bei denen wir den Patienten die bestmögliche Behandlung anbieten möchten. 

WE: Wer unterstützt euch vor Ort bei Hilfe im Ausland?

Robin: Vor Ort unterstützt uns die nepalesische NGO „Healing Hands Nepal“, die im Vorfeld Gegenden und Einrichtungen herausfiltert, in denen aktuell ein großer Bedarf an einer zahnmedizinischen Behandlung vorhanden ist. Gleichzeitig unterstützt sie uns bei der Planung und Genehmigung der Camps, kümmert sich um alle Formalien und die Organisation freiwilliger, nepalesischer Helfer, um unseren Aufenthalt so effizient wie möglich zu gestalten und zu vereinfachen.

Auslandfamulatur in Neapel

Magdalena, Lara, Lays und Kerstin sind derzeit Zahnmedizin Studenten und sind durch Info-Veranstaltungen an der Uni auf „United Smile e.V.“ aufmerksam geworden. Im Rahmen einer Auslandsfamulatur (Anm. d. Redaktion: Famulatur ist eine Bezeichnung für Praktika im Medizinstudium) möchten sie gemeinsam mit dem Verein in Nepal unterstützen.

WE: Wie seid ihr auf „United Smile e.V.“ aufmerksam geworden und was hat euch überzeugt, mitzumachen?

Magdalena, Lara, Lays und Kerstin: An unserer Uni gibt es Infoveranstaltungen zum Thema Auslandsaufenthalte, bei denen entweder Kommilitonen aus den höheren Semestern von ihren Erfahrungen berichten oder sich Vereine wie „United Smile e.V.“ vorstellen. Da wir bereits Nepal als Zielland ins Auge genommen hatten, stand für uns relativ schnell fest, mit „United Smile e.V.“ die Auslandsfamulatur zu planen.

WE: Wie seid ihr darauf gekommen, eine Auslandsfamulatur zu machen?

Magdalena, Lara, Lays und Kerstin: Da in unserem Studium Auslandsaufenthalte nur sehr begrenzt möglich sind, stand für uns direkt fest, dies im Rahmen einer Auslandsfamulatur zu machen. Gleichzeitig hat man die Möglichkeit vor Ort zu helfen, sowie Land und Leute weniger touristisch kennenzulernen. Nepal ist ein Land in dem – vor allem nach dem Erdbeben 2015- viel Hilfsbedarf besteht, trotzdem sollen die Leute sehr gastfreundlich sein.

WE: Wie läuft der Aufenthalt ab? 

Magdalena, Lara, Lays und Kerstin: In Summe werden an drei verschiedenen Orten nacheinander Healthcamps eingerichtet. Meist in Klassenzimmern oder gerade dort, wo Platz ist. Dies geschieht über einen Zeitraum von vier Wochen. In der Zeit haben die Einheimischen dann Zeit, bei uns kostenlos vorbeizukommen für Zahnbehandlungen wie Füllungen und Extraktionen. Am Ende der Behandlung erhält Ebenfalls erhält jeder eine Zahnbürste sowie Zahncreme, da diese die Wenigsten besitzen.

WE: Dürft ihr selbstständig Menschen behandeln?

Magdalena, Lara, Lays und Kerstin: Ja, Praxiserfahrung sammeln wir Studenten bereits in Würzburg, wo wir unter Aufsicht schon Patienten in der Zahnklinik behandeln. In Nepal wird dann ein deutscher sowie ein nepalesischer Zahnarzt dabei sein, die uns bei Fragen helfen können.

WE: Wie sind eure Erwartungen an den Aufenthalt?

Magdalena, Lara, Lays und Kerstin: Wir freuen uns sehr darauf, Nepal kennenzulernen. Gleichzeitig hoffen wir natürlich, so vielen Leuten wie möglich helfen zu können, schließlich zählt jedes Lächeln. Es wird sicher eine ganz besondere Herausforderung, ohne die in Deutschland üblichen Gerätschaften zu behandeln. Wir wünschen uns mit vielen schönen und einzigartigen Erfahrungen im Gepäck heimzukommen.

WE: Was bedeutet es für Euch, so vielen Menschen im Ausland helfen zu können?

Magdalena, Lara, Lays und Kerstin: Uns ist bewusst, dass dies nur ein Tropfen auf dem heißen Stein ist. Dennoch sind wir froh, überhaupt helfen und dem Ziel des Vereins, nämlich nachhaltige Versorgung zu gewährleisten, beitragen zu können. Für uns zählt jeder Einzelne und insbesondere hoffen wir, Kinder für das Thema zu sensibilisieren, damit sie möglichst lange ihre Zähne behalten.

Schenken auch Sie ein Lächeln!

WE: Wie kann man „United Smile e.V.“ unterstützen?

Magdalena, Lara, Lays und Kerstin: Da wir ein gemeinnütziger Verein sind und uns komplett selbst finanzieren, sind wir auf Spenden angewiesen. Wir freuen uns über finanzielle Unterstützung sowie über Sachspenden jeglicher Art von z.B. Zahnarztpraxen. Schenken auch Sie ein Lächeln, wir sind dankbar für jede Hilfe!

Mehr Infos hier

United Smile e.V.
IBAN DE25 3006 0601 0005 3840 81
BIC DAAEDEDDXXX
Deutsche Apotheker- und Ärztebank eG Würzburg

Für Sachspenden schreiben Sie uns bitte für an info@theunitedsmile.net

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