Spikeball, die neue Trendsportart für den Sanderrasen? Foto: Kristof Reitz
Spikeball, die neue Trendsportart für den Sanderrasen? Foto: Kristof Reitz

Interview: Kristof über den neuen Hochschulsport Spikeball

Das Sportangebot der Julius-Maximilians-Universität ist seit diesem Semester durch einige Neuheiten gewachsen.

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Unter anderem bietet der Hochschulsport jetzt die Sportart Spikeball an. Doch was steckt eigentlich hinter der aufblühenden Trendsportart? Wir haben für euch Kristof befragt, den Mann, der Spikeball im Hochschulsport durchgesetzt hat.

Parallelen zum Beachvolleyball

Würzburg erleben (WE): „Was ist Spikeball?“

„Spikeball ist eine Trendsportart aus den USA und hat dort schon eine sehr große Beliebtheit erlangt. Die Sportart heißt eigentlich Roundnet wird aber von vielen nur Spikeball genannt, da das die einzige Firma ist, die aktiv die Sets dafür verkauft.“

WE: „Wie genau funktioniert Spikeball?“

„Spikeball oder auch Roundnet ist eine seit geraumer Zeit in Europa immer mehr aufblühende Trendsportart. Gespielt wird – ähnlich dem Beachvolleyball – 2 gegen 2, wobei der Ball nicht über ein Netz geschlagen, sondern in eine Art am Boden stehendes „Minitrampolin“ gespielt wird. Zudem gibt es keine Spielfeldhälften, wodurch sich das 360°-Spiel in den Ballwechseln sehr dynamisch und spektakulär gestaltet. Es wird lediglich eine freie Fläche von ca. 4×4 Metern benötigt. Der Spielaufbau ist denkbar einfach: Spikeball Set („Trampolin“) in die Mitte und los gehts. Gespielt wird entweder auf Rasen, im Sand oder in der Halle. Dabei bringt jeder Untergrund seine eigenen Reize mit sich und die Variation bietet Abwechslung.“

WE: „Wie sieht das Training aus?“

„Das Training im Hochschulsport ist individuell auf die Teilnehmer angepasst. Teilnehmer, die einfach nur Spielen wollen, können dies tun. Ich als Kursleiter biete aber auch auf einem Set Übungen an. Dabei werden verschiedene Dinge geübt: Aufschläge, Annahme, Stellen oder das richtige Stellungsspiel.“

Spielaufbau und Regeln

WE: „Wie sieht das Spiel aus?“

„Ein normales Spiel besteht aus zwei Gewinnsätzen bis jeweils 21. Ein Punkt bzw. Ballwechsel besteht aus Aufschlag und dann aus wiederholter Annahme, Stellen und Angriff. Das Ziel ist es, den Ball wieder so auf das Netz zu spielen, dass der Gegner den zurück prallenden Ball nicht bekommt. Schafft es also ein Team nicht, den Ball mit maximal drei Ballkontakten wieder auf das Netz zu spielen, bekommt der Gegner einen Punkt.“

Spikeball hat gewisse Parallelen zum Beachvolleyball, allerdings ist hier das Netz rund. Foto: Kristof Reitz

Spikeball hat gewisse Parallelen zum Beachvolleyball, allerdings ist hier das Netz rund. Foto: Kristof Reitz

WE: „Finden mehr Spiele gleichzeitig statt?“

„Für den Hochschulsport stehen momentan fünf Netze zur Verfügung. Demnach können parallel 20 Leute spielen. Sollten mehrere Teilnehmer kommen, können noch weitere Netze organisiert werden.“

WE: „Was sollten die Teilnehmer auf jeden Fall mitbringen?“

„In erster Linie steht der Spielspaß im Fokus, dennoch ist es nicht schlecht, eine gewisse Ausdauer mitzubringen. Je länger die Ballwechsel werden, desto anstrengender wird es. Da der Hochschulsport die Sets für den Kurs stellt, müssen die Teilnehmer zudem keine spezielle Ausstattung mitbringen.“

Eigeninitiative im Hochschulsport

WE: „Wie kam es dazu, dass Spikeball in das Hochschulsport-Angebot aufgenommen wurde?“

„Durch mich selbst. Ich habe Kontakt mit dem Leiter des Hochschulsports aufgenommen und gefragt, ob ich in diesem Semester einen Kurs anbieten könnte. Da der Leiter den Sport bereits aus der Sporthochschule aus Köln kannte, war er direkt begeistert.“

WE: „Du Trainer im Spikeball, wie bist Du darauf gekommen?“

„Ich selbst spiele Spikeball jetzt seit ca. drei Jahren. Ich selbst habe Spikeball durch Freunde kennen gelernt. Die ersten Spiele haben wir als Lernpause vor der Universitätsbibliothek gemacht. Auch im Sommer ist es ein perfektes Spiel, welches man zur Unterhaltung am Main spielen kann. Irgendwann kam bei mir der Wille, den nächsten Schritt zu machen und Spikeball mehr als nur als Unterhaltung zu sehen, sondern als Sport. Seitdem trainiere ich mit Freunden regelmäßig auf dem Sanderrasen.“

WE: „Was erhoffst Du Dir mit deinem außergewöhnlichen Hochschulsport-Angebot?“

„Ich möchte möglichst viele Menschen die doch recht neue Sportart nahe bringen und zeigen, wie viel Spaß, aber auch Wettkampf, in dem Sport stecken!“

WE: „Wann und wo findet euer Training statt?“

„Mein Kurs im Hochschulsport findet immer donnerstags von 18:45 bis 20:15 am Sportzentrum Hubland auf dem Nebenfeld statt.“

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