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Party beim Konzert. Symbolfoto: Pascal Höfig
Party beim Konzert. Symbolfoto: Pascal Höfig

SPD-Antrag: Bekommt Würzburg einen Nachtbürgermeister?

Weniger Lärmbelästigungen in der Sanderstraße, kostenloses Wasser in Bars und Clubs in heißen Sommernächten, mehr Attraktivität des Nachtlebens in Würzburg im Allgemeinen: Ein sogenannter Nachtbürgermeister kümmert sich um solche Belange, die erst auftauchen, wenn die Finsternis anbricht. Wie bereits berichtet, gibt es die Idee eines Nachtbürgermeisters bereits in Großstädten wie New York oder Amsterdam – und auch in Deutschland wurde letztes Jahr im August der erste Nachtbürgermeister in Mannheim ernannt. Jetzt ist diese Idee ebenfalls Gegenstand eines Antrages der Würzburger SPD-Fraktion an den Oberbürgermeister.

Bestmögliches Konzept für Würzburg erarbeiten

Im Schreiben vom 14. Mai heißt es, dass die Stadtverwaltung die unterschiedlichen Konzepte eines „Nachtbürgermeisters“ oder „Nachtbeauftragten“ deutscher Städte untersuchen möge, das für Würzburg bestmögliche Konzept erarbeite und dieses zur Abstimmung in den Stadtrat einbringen solle. Weiter heißt es, dass das Ziel sei, eine unabhängige Schlichtungsinstanz zwischen den berechtigten Interessen der Innenstadtbewohner, der Hotellerie als auch der Gastronomie und Nutzern des kulturellen, des Veranstaltungs- und des gastronomischen Angebots der Innenstadt zu erreichen.

Schlichtung zwischen Interessengruppen nötig

Als Begründung schreiben die Antragssteller, dass immer mehr deutsche Städte erkannt hätten, dass eine Schlichtung der unterschiedlichen Interessen der Anwohner als auch des Besucherklientels, welches sich in der Innenstadt aufhält, vonnöten sei. Verbote und Überregulierungen würden kontraproduktiv auf die Entwicklung und Attraktivität der Innenstädte wirken. Zitiert wird außerdem die Münchner Sozialreferentin, die erläutert, dass die Stadt München mit dem Nachtbeauftragten auf gegenseitige Verständigung setze. Hier soll im Herbst 2019 ein „Nachtbeauftrgter“ installiert werden.

Nach Sperrzeitdiskussion: Lösung notwendig

Ein der Würzburger Verwaltung vorliegender Prüfantrag für eine mögliche Sperrzeitverlängerung und die hieraus resultierende öffentliche Diskussion zeigt die dringende Notwendigkeit, zeitgemäße Lösungen zu finden“, so die SPD-Fraktion. Würzburg habe  aufgrund seiner Einwohnerstruktur mit einem sehr hohen Anteil an Studenten im Vergleich zur Einwohnerzahl und als Sub-Kulturzentrum einen hohen Anteil an Menschen, die das Nachtleben in der Innenstadt nutzen wollen. Die Anwohner der „Hotspots“ und ebenso die Hotellerie sei einerseits der ständigen Belastung ausgesetzt, andererseits lebe Würzburg davon, eine lebendige und attraktive Stadt, v.a. Innenstadt, zu haben, heißt es weiter im Antrag der SPD.

Diskussion um Sperrzeitverlängerung

Zwar begegne sowohl Verwaltung als auch Polizei besonnen und um Ausgleich bemüht, dennoch zeige sich, dass ein konkreter Ansprechpartner für die verschiedenen Interessengruppen – eine unabhängige Instanz – fehlen würde.

Am Dienstag, 28. Mai, steht der Antrag der Stadträte Schulz, Jüstel, Henzler und Koerber-Becker im Namen der SPD-Fraktion auf der Agenda des Bau- und Ordnungsausschuss.

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