Am Dienstagmorgen hat die Polizei in einem Wohnhaus die beiden Leichen eines getrennt lebenden Ehepaares aufgefunden. Foto: Dirk Flieger
Am Dienstagmorgen hat die Polizei in einem Wohnhaus die beiden Leichen eines getrennt lebenden Ehepaares aufgefunden. Foto: Dirk Flieger

Neue Erkenntnisse: Ex-Radprofi tötete Frau und legte Feuer

Nachdem am Dienstagmorgen der ehemalige Radprofi Remig Stumpf und dessen von ihm getrennt lebende Ehefraue in einem Wohnhaus in Bergrheinfeld (Lkr. Schweinfurt) tot aufgefunden worden war, schreiten die Ermittlungen der Kriminalpolizei und der Staatsanwaltschaft Schweinfurt voran.

Die Beamten gehen davon aus, dass Stumpf zunächst seine Ehefrau und im weiteren Verlauf sich selbst getötet hatte.

Hinweise, dass eine dritte Person an dem Tatgeschehen beteiligt war, gibt es nach wie vor nicht.

Am Dienstagmorgen hat die Polizei in einem Wohnhaus die beiden Leichen eines getrennt lebenden Ehepaares aufgefunden. Foto: Dirk Flieger

Am Dienstagmorgen hat die Polizei in einem Wohnhaus die beiden Leichen eines getrennt lebenden Ehepaares aufgefunden. Foto: Dirk Flieger

Trennung als Motiv vermutet

Wie bereits berichtet, hatte die Polizei kurz vor 07.00 Uhr einen Hinweis erhalten, dass in einem Wohnhaus in Bergrheinfeld ein Mann seine Frau umgebracht haben soll.

Als die ersten Streifenbesatzungen am Einsatzort eintrafen, stellten sie fest, dass in dem Anwesen ein Feuer ausgebrochen war. Die Ausbruchstelle des Feuers wurde im Keller lokalisiert. Dort entdeckten die Einsatzkräfte auch den Leichnam der 41-jährigen Frau. Ihr Ehemann wurde ebenfalls tot im Erdgeschoss des Hauses aufgefunden.

Massive Gewalteinwirkung gegen Oberkörper

Die Ermittlungen zur Brandursache und zu den Umständen, die zum Tod der Eheleute geführt haben, hat noch am Dienstag vor Ort die Kripo Schweinfurt in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Schweinfurt übernommen. Beide Leichname wurden inzwischen auf Antrag der Staatsanwaltschaft obduziert.

Nach dem vorliegenden Obduktionsergebnis gehen die Ermittler davon aus, dass Stumpf  zunächst seine Frau durch massive Gewalteinwirkung gegen den Oberkörper getötet hatte.

Feuer nach Tat gelegt

Darüber hinaus deutet dem Sachstand nach alles darauf hin, dass der 53-Jährige nach der Gewalttat das Feuer im Keller vorsätzlich gelegt hatte, bevor er sich im Erdgeschoss selbst die tödlichen Verletzungen zufügte.

Nach dem derzeitigen Ermittlungsstand scheint das Motiv im Zusammenhang mit länger andauernden Ehestreitigkeiten und der kürzlich stattgefundenen Trennung zu stehen.

Hinweis der Redaktion

Um keinen Anreiz zur Nachahmung zu geben, berichten wir in der Regel nicht über Selbsttötungen und deren Ankündigungen. Außer die Umstände erlangen besondere Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit.

Solltest Du selbst depressiv sein und über Suizid nachdenken, kontaktiere bitte umgehend die Telefonseelsorge!

Unter der kostenlosen Hotline 0800-1110111 oder 0800-1110222 erhält man Hilfe und Unterstützung von geschulten Beratern, die Auswege aus schwerwiegenden Lebenssituationen aufzeigen.

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