Modehaus Gebrüder Götz. Foto: Pascal Höfig
Modehaus Gebrüder Götz. Foto: Pascal Höfig

Modeunternehmen Gebrüder Götz wendet Insolvenz ab

Im Kampf gegen die Insolvenz ist dem Würzburger Modeunternehmen Gebrüder Götz offensichtlich ein erster Schritt gelungen und Erfolge sind zu verbuchen, so die Mainpost. Ein Hauptpunkt der Sanierung sei, dass die Mitarbeiter auf einen Teil ihres Gehalts verzichten müssten, das Ganze solle in vier Phasen geschehen. Doch diese Einsparungen sollen den Mitarbeitern später für die Altersvorsorge zur Verfügung stehen – zu 100 Prozent, plus einem Zuschlag von 20 Prozent, hieß es vor knapp zwei Wochen. Diesem Modell haben nun laut Mainpost etwa drei Viertel der derzeit 455 Mitarbeiter des Unternehmens zugestimmt.

Weniger Gehalt für Mitarbeiter

Die Finanzierung des Traditionshauses sei mit der großen Zustimmung der Mitarbeiter nun gesichert. Diejenigen, die dem Modell zugestimmt und dafür unterschrieben haben, werden laut Berichten der Mainpost in den nächsten zwei Jahren jeweils in Halbjahresschritten zwischen fünf und 15 Prozent weniger von ihrem Bruttogehalt erhalten. Klaus Borst, neuer Geschäftsführer, der zusammen mit Karl-Otto Lang als Sanierungsexperte eingestellt wurde, würde ebenfalls selbst beim ausgehandelten Modell mitmachen, so die Mainpost. Ein Teil seines Gehalts würde somit auch in die Versorgungskasse des Unternehmens fließen.

Ca. 90 Mitarbeiter stimmen nicht zu

Circa 90 Mitarbeiter hatten bis Mittwoch dieser Woche zum Sanierungsmodell noch keine Zustimmung gegeben, so die Mainpost. Gründe seien hier zum Beispiel schwere Krankheit oder kritische Lebenslagen. In solchen Situationen möchten diese Mitarbeiter natürlich nicht auf ihr volles Gehalt verzichten. Dafür müsse man Verständnis haben, passieren würde ihnen aber nichts, so die Geschäftsführung gegenüber der Mainpost.

Ende April wurde bekannt, dass das 80 Jahre alte Familienunternehmen gegen die Insolvenz kämpfen muss.

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