Am Dienstagmorgen hat die Polizei in einem Wohnhaus die beiden Leichen eines getrennt lebenden Ehepaares aufgefunden. Foto: Dirk Flieger
Am Dienstagmorgen hat die Polizei in einem Wohnhaus die beiden Leichen eines getrennt lebenden Ehepaares aufgefunden. Foto: Dirk Flieger

Bergrheinfeld: Ex-Radprofi und Ehefrau tot in brennendem Haus aufgefunden

Nach dem Fund zweier Leichen in einem brennenden Wohnhaus in Bergrheinfeld (Lkr. Schweinfurt), ist nun klar wer die beiden Verstorbenen sind.

Wie zahlreiche Medien übereinstimmend berichten, handelt es sich bei den Toten um den früheren Team Telekom-Radprofi Remig Stumpf und dessen von ihm getrennt lebender Ehefrau. Remig Stumpf stammte gebürtig aus Schweinfurt.

Gegen 06.50 Uhr hatte am Dienstagmorgen ein Zeuge über den Polizeinotruf mitgeteilt, in Bergrheinfeld soll ein Mann seine getrennt lebende Ehefrau umgebracht haben. Auch ein Brand wurde mitgeteilt. Sofort eilten Einsatzkräfte der Feuerwehr sowie der Schweinfurter Polizei und Unterstützungskräfte umliegender Dienststellen eilten zu der genannten Adresse am südlichen Ortseingang.

Hier entdeckten die Rettungskräfte den 53-Jährigen tot im Erdgeschoss. Die Leiche seiner von ihm getrennt lebenden Ehefrau (41) lag im brennenden Keller. Die genauen Umstände sind bislang zwar noch nicht klar, die Schweinfurter Kriminalpolizei ermittelt aber wegen eines Tötungsdeliktes.

Vermutlich Tötungsdelikt

„Nach derzeitigem Stand der Ermittlungen muss von einem Tötungsdelikt und einer mutmaßlichen Beziehungstat ausgegangen werden.“ so Björn Schmitt von der Polizei Unterfranken.

Ermittler werden am Mittwoch den Brandort noch einmal abschließend untersuchen. Eine Obduktion der beiden Leichen ist angeordnet.

Olympia- und Tour de France-Teilnehmer

Der Radprofi Remig Stumpf startete 1988 für Deutschland bei Olympia in Seoul und nahm mehrfach an der Tour de France teil. Er hinterlässt vier Kinder. Drei aus der Ehe mit seiner nun verstorbenen Frau sowie eines aus seiner ersten Ehe.

Hinweis der Redaktion

Um keinen Anreiz zur Nachahmung zu geben, berichten wir in der Regel nicht über Selbsttötungen und deren Ankündigungen. Außer die Umstände erlangen besondere Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit.

Solltest Du selbst depressiv sein und über Suizid nachdenken, kontaktiere bitte umgehend die Telefonseelsorge!

Unter der kostenlosen Hotline 0800-1110111 oder 0800-1110222 erhält man Hilfe und Unterstützung von geschulten Beratern, die Auswege aus schwerwiegenden Lebenssituationen aufzeigen.

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