Der Würzburger Dom mit Domstraße. Foto: Pascal Höfig
Der Würzburger Dom mit Domstraße. Foto: Pascal Höfig

Theater der 10.000 live in Würzburg

Am 11. Mai 2019 wird Würzburg Teil einer einzigartigen Premiere sein: Das „Theater der 10.000“! Die bisher größte Live-Performance im öffentlichen Raum findet um 12:19 Uhr zeitgleich an 100 verschiedenen Orten in ganz Deutschland mit je 100 Menschen statt. Die Bühne in Würzburg ist der Domplatz.

Ablauf und Inhalt

Um 12:19 Uhr am 11. Mai fällt der Startschuss für die synchrone, etwa halbstündige Theateraktion. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des „Theater der 10.000“ – je 100 Menschen an 100 Orten – laden am Aktionstag eine Audio-Datei mit dem Theaterstück auf ihr Smartphone, die simultan um 12:19 Uhr für alle Orte deutschlandweit gestartet wird. Über Kopfhörer erhalten sie die Regie-Anweisungen und erfahren die Story.

In dem Stück geht es um ein fiktives, aber nicht ganz unrealistisches Szenario: In der nahen Zukunft ist unsere Erde zu einem unlebbaren Ort geworden. Von Kriegen, Krisen und Umweltkatastrophen gebeutelt droht ihre endgültige Zerstörung, die Menschen leiden – weil wir es nicht verhindert haben. Doch es ist heute, im Jahr 2019, noch nicht zu spät, um die Weichen neu zu stellen und für eine bessere Zukunft zu sorgen. Dabei spielen die 10.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Performance eine wichtige Rolle.

Bühnen in ganz Deutschland

Bei der deutschlandweiten Theateraktion mit dabei sind Menschen von Aachen bis Görlitz und von Flensburg bis Passau. Auf der Domplatte in Köln, vor dem Braunschweiger Schloss, vor dem Karl-Marx-Monument in Chemnitz, auf dem Marktplatz in Bremen, auf der Brücke nach Polen in Frankfurt an der Oder, auf dem Bahnhofsvorplatz in Hamm/ Westfalen, vor der Porta Nigra in Trier, auf der Sendlinger Straße in München, in Würzburg auf dem Domplatz in Berlin und an gleich drei verschiedenen Orten in Eisenhüttenstadt – überall erleben am 11. Mai Menschen, die sich vorher noch nie begegnet sind, das Verbindende der Gemeinschaft sowie die eigene Kraft zur Veränderung.

Die Idee hinter „Theater der 10.000“

Das „Theater der 10.000“ ist die bisher größte bundesweite Performance im öffentlichen Raum, die zum Dialog und zum aktiven Mitgestalten der Gesellschaft auffordern will. Initiiert hat das Projekt UNICEF, das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen. Entwickelt und umgesetzt wird es gemeinsam mit einem engagierten Kreativteam und einem bundesweiten Netzwerk von ehrenamtlichen UNICEF-Gruppen an den 100 Veranstaltungsorten. Das Projekt ist Höhepunkt und zugleich Abschluss der UNICEF-Kampagne #kindheitbrauchtfrieden für Kinder im Krieg und auf der Flucht.

Über UNICEF

UNICEF ist das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen und ist weltweit im Einsatz, um die Kinderrechte für jedes Kind zu verwirklichen, unabhängig von seiner Hautfarbe, Religion oder Herkunft. Von der schnellen Nothilfe bis zum langfristigen Wiederaufbau hilft UNICEF, dass Mädchen und Jungen überall auf der Welt gesund und sicher groß werden und ihre Fähigkeiten voll entfalten können. UNICEF Deutschland mobilisiert Unterstützung für die Hilfsprogramme in rund 150 Ländern und ist eine wichtige Stimme gegen Kinderarmut, für Beteiligung und Bildungschancen von Kindern auch in Deutschland. Rund 8.000 Ehrenamtliche engagieren sich in 200 UNICEF-Gruppen bundesweit für diese Ziele.

Kampf für die Wirklichkeit

Das Kreativteam für das künstlerische Konzept des „Theater der 10.000“ besteht aus Leonie Pichler (bluespot productions) als Künstlerische Leitung, Hannes Kapsch und Caspar Bankert (komplexbrigade) sowie Marie Weich und Katharina Siemann (hannsjana). Das Kreativteam beschreibt seinen Antrieb so: „Wir kämpfen für die Wirklichkeit mit den Mitteln der Fiktion. Wir handeln nach bestem Wissen und Gewissen und halten es für vertretbarer, einen ergebnisoffenen Handlungsversuch zu unternehmen, als nichts zu tun!“

Dieser Beitrag beruht auf einer Pressemitteilung von Unicef.

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