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Plastikbecher und -strohhalm. Symbolfoto: Pascal Höfig
Plastikbecher und -strohhalm. Symbolfoto: Pascal Höfig

Instagram & Co: Umwelttrends zum Mitmachen

Jedes Jahr landen acht bis 13 Millionen Tonnen Plastikmüll in den Weltmeeren und sorgen so für verheerende Schäden in unserer Umwelt. Viel zu lange wurden diese und weitere schockierende Zahlen ignoriert. Doch in den Medien und der Gesellschaft sind derzeit die Themen Umweltschutz und Nachhaltigkeit präsenter denn je. Neben den weltweiten „Fridays For Future“ – Bewegungen verbreiten sich vor allem in den sozialen Netzwerken immer mehr Trends und Challenges gegen die Umweltverschmutzung. Auch in Würzburg finden mittlerweile #zerowaste – und #trashtag – Aktionen statt.

Die #trashtagchallenge

Auf Instagram kursiert seit Wochen der sogenannte #trashtag. Unter diesem Hashtag  präsentieren User stolz ihre Beiträge zum Umweltschutz. Unter anderem hat sich dabei die #trashtagchallenge durchgesetzt: Hierbei posten die Nutzer Vorher-Nachher-Fotos von anfänglich durch Plastikmüll verschmutzten Orten, die sie dank ihres Einsatzes von sämtlichem Müll befreit haben. Über 15.000 Beiträge zählt der Hashtag nun schon.

 

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Earth Day, Philippines | This is Fernando. We met him as we were hiking to Haduan bridge and he was heading home with his family. He is the eldest of his siblings and is the only one in the family that works to put the rest of them through school. We spent time sharing stories along the way until we finally said goodbye and split paths. @Potxee and I started cleaning up a highly littered area when Fernando suddenly showed up. He came back, insisted on helping us, and didn’t leave until we were finished. To be honest, we tackled such a difficult spot that I don’t even think we could have finished the job without him. We salute you and all the heroes of the world that make everyday #EarthDay. ???❤️ #CORAcleanUps #BeatPlasticPollution #Trashtag #TrashtagChallenge #PlanetOrPlastic #iChoosePlanet _________________ Praying for everyone’s safety after today’s Earthquake. ?????? _________________

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Stadtweite Müllsammelaktion in Würzburg

Zahlreiche solcher Vorher-Nachher – Fotos wird es vielleicht bald auch von Würzburg geben: unter dem Motto „Wake up – Stand up – Clean up!“ ruft das Bergwaldprojekt e.V. auf Facebook zum gemeinsamen stadtweiten Müllsammeln am 22. Mai auf. „Genauso wie Klima, Wasser und Natur, müssen wir öffentlichen Raum und Grünanlagen schützen. Viel zu oft wird dieses Gemeingut  mit dem sinnlosen Wegwerfen von Plastikverpackungen, Glas und sonstigem Müll belastet und muss von städtischen Mitarbeitern entsorgt werden. Mit einer großen gemeinsamen Aktion am 22. Mai 2019 wollen wir zeigen, dass viele Bürgerinnen und Bürger fordern: Verpackungen vermeiden, wiederverwenden oder recyclen. Einfach fallen lassen geht gar nicht!“, erklärt uns Lena Gärtner vom Berwaldprojekt. Der Verein rechne mit circa 200 bis 500 Teilnehmern und freue sich über jeden engagierten Würzburger. Mehr Infos zur Veranstaltung finden sich online.

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Am 22. Mai startet in Würzburg die stadtweite Müllsammelaktion. Foto: Bergwaldprojekt e.V.

Am 22. Mai startet in Würzburg eine stadtweite Müllsammelaktion. Foto: Bergwaldprojekt e.V.

#plogging – Joggen für die Umwelt

Ebenfalls derzeit voll im Trend: das sogenannte „Plogging“. Dabei ziehen Jogger mit Mülltüten los und befreien während des Sports die Umwelt von herumliegendem Müll. Gelaufen wird bis der Müllbeutel voll ist. Der Trend kommt aus Schweden und setzt sich aus dem schwedischen Wort „plocka“, was auf Deutsch zupfen bedeutet, und „jogging“ zusammen. Wer mitmacht, tut sowohl dem Körper als auch der Umwelt etwas Gutes. Es muss natürlich nicht unbedingt gejoggt werden, sondern es kann jeder aktiv werden, auch Spaziergänger, Hundefreunde, Jogger, Skater, Rentner oder Kinder. Unter dem Hashtag wurden auf Instagram schon mehr als 60.000 Beiträge von Plogging – Aktionen geteilt. Auch in Würzburg hat der Trend Einzug gefunden. Seit August 2018 treffen sich regelmäßig Gruppen und „ploggen“ gemeinsam durch Würzburg.

Symbolbild: Plogging. Foto: Nina Härtle

Symbolbild: Plogging. Foto: Nina Härtle

Der #zerowaste – Lebensstil

Leider reicht es nicht, die Umwelt nur von Plastikmüll zu befreien. Vielmehr ist es wichtig, schon im Alltag so wenig Kunststoff wie möglich zu verbrauchen. Inspirationen zum verpackungsarmen Leben gibt es mittlerweile genügend in den Sozialen Netzwerken unter dem Hashtag #zerowaste. Hier werden unter anderem Tipps zum umweltfreundlichen Einkaufen und Do-It-Yourselfs zur Wiederverwertung von Plastik miteinander geteilt. Derzeit voll im Trend: Stoffnetze statt Plastiktüten für den Obst- und Gemüseeinkauf und Bienenwachstücher als Ersatz für die Frischhaltefolie. Einige User machen dem Hashtag dabei alle Ehre: Sie produzieren in ihrem Alltag innerhalb eines Jahres lediglich ein kleines Marmeladeneinmachglas an Müll – ganz a là #zerowaste eben. Über 2,7 Millionen Beiträge zählt der Hashtag mittlerweile.

 

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?HOW TO SHOP AT A BULK STORE⁣/ THE BULK SECTION? Many bulk stores or stores with a bulk section allow you to bring your own containers and bags, but some do not.⁣ •⁣ IF THE STORE HAS A #BYOC (Bring Your Own Container) SYSTEM IN PLACE:⁣ – Weigh your own container at home or at the store, write down the weight on your phone or with a non-permanent marker directly onto your container/jar/bag⁣ – Fill up on whatever you want to buy, don’t forget to write down the PLU number (I like to snatch a photo of it with my phone)⁣ – Arrange your items in the same order as your PLU # photos/list to speed up things at the check out⁣ – Tell the cashier the PLU number and the weight of your own container/jar/bag and they’ll subtract it⁣ •⁣ IF A STORE DOES NOT HAVE A BYOC SYSTEM, BUT TOLERATES IT:⁣ The tricky part is to have them subtract the weight of your own container, so you don’t pay an arm and a leg for nutritional yeast or nuts. If a store can subtract the weight of your own container at the check out, proceed as above.⁣ However, some register systems cannot subtract any weight unless it’s permanently saved in the system. If it’s a smaller shop, they might accommodate you by subtracting the price instead of the weight. EXAMPLE: Let’s say you buy something that’s $1 per pound. Your container weighs 0.2 lbs, so the price that needs to be subtracted would be 20 cents (0.2 * $1 = $0.2)⁣ •⁣ IF A STORE DOES NOT WANT YOU TO BYOC⁣ Work around it by reusing the bags they provide over and over and over again until they fall apart.⁣

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Würzburger Unverpacktladen

In Würzburg ist der Unverpacktladen in der Sanderstraße der perfekte Anlaufpunkt für Verpackungssparer. Nudeln, Haferflocken, Gemüse und andere Lebensmittel können hier verpackungsfrei erworben werden. Die Produkte sind von hoher biologischer Qualität und möglichst regional bezogen. Außerdem achtet der Unverpackt Laden auf Saisonalität und fairen Handel. In unserem Artikel über den Würzburger Unverpacktladen finden sich weitere nützliche Facts zum verpackungsfreien Einkaufen in Würzburg.

#raiseawareness – Künstler für den Umweltschutz

Auch beeindruckend: Fotografen und Künstler veranschaulichen auf Instagram das Thema Plastikverbrauch auf verschiedenste Weisen und machen so auf die Dringlichkeit zum Umdenken aufmerksam. So hat Fotograf Antoin Repesse (@antoinrepesse) vier Jahre lang seinen recycelbaren Müll nicht weggeschmissen, stattdessen 365 kg davon gesammelt und in alltäglichen Situationen platziert. Das Ziel: den Menschen in alltagsnaher Weise zeigen, wie viel die 365 kg Müll eigentlich sind, die eine Person im weltweiten Durchschnitt pro Jahr produziert.

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Würzburger Fairtrade Festival

Auch in Würzburg lassen sich kreative Köpfe immer mehr einfallen, um auf das Thema Nachhaltigkeit aufmerksam zu machen. So findet diesen Monat zum Beispiel das „Fairtrade Festival“ in der Zellerau statt. Hier stehen neben guten Bands, leckerem Essen und einem Fairtrade-Markt vor allem der Austausch über das eigene Konsumleben und umweltschonende Alternativen im Vordergrund. Weitere Infos finden sich online.

Du kennst weitere Aktionen zum Umweltschutz hier in Würzburg? Dann schicke uns gerne Deine Tipps an redaktion@wuerzburg-erleben.de!

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