Die Heuchelhofstraße. Foto: Pascal Höfig
Die Heuchelhofstraße. Foto: Pascal Höfig

Radachse Heuchelhof: Schutzstreifen und Wegfall von KFZ-Spur

In der Summe zwölf Höhenmeter weniger und eine maximale Steigung von 9,1 % gegenüber bis zu 15,4 % in der Spitze bislang, zudem 60 Meter Streckenersparnis auf gut zwei Kilometern: Durch eine direkte Führung des Radverkehrs auf der Heuchelhofstraße wird die Verbindung zwischen der Innenstadt und dem Heuchelhof – die Radachse 9 – wesentlich komfortabler, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt Würzburg. Gleichzeitig ergeben sich durch eine Überplanung der Fachabteilung Tiefbau neue Anknüpfungspunkte an die Radachsen 9a (Rottenbauer) und 9b (Reichenberg).

Überbreite Schutzstreifen für Radler

Aktuell wird am unteren Abschnitt entlang der Zufahrt zur Ran-Tankstelle gearbeitet. Asphaltarbeiten und Markierungen sorgen künftig auf neuen Radien für Rollkomfort und gute Sichtbarkeit. An dieser Stelle nutzen den Weg Fußgänger und Radfahrer gemeinsam. Bergaufwärts und -abwärts entstehen für Radfahrer neue, überbreite Schutzstreifen. Diese ermöglichen, dass auch ein E-Bike ein langsameres Rad beim Anstieg sicher überholen kann. „Diese neue Radachse ermöglicht es, den Heuchelhof komfortabel, gesund und umweltfreundlich zu erreichen. Mit der Maßnahme werten wir die Radverbindungen im ganzen Umfeld auf“, so die Bilanz von Baureferent Benjamin Schneider, Projektleiter Thorbjörn Köhne und Oberstraßenmeister Stefan Bauer-Österlein.

Die Heuchelhofstraße. Foto: Pascal Höfig

Die Heuchelhofstraße. Foto: Pascal Höfig

Verkehrsbelastung habe abgenommen

Die Einrichtung von Schutzstreifen auf der Fahrbahn unter Wegfall einer der beiden KFZ-Spuren in jeder Richtung sei bei Beibehaltung der erforderlichen Leistungsfähigkeit der Strecke und der Knoten möglich, da die Verkehrsbelastung der Heuchelhofstraße seit der Inbetriebnahme der Y-Spange vom Heuchelhof zur Autobahn deutlich abgenommen habe, so die Stadt.

Verbesserte Verknüpfungen

Durch die Einrichtung der Radachse auf der Heuchelhofstraße können zahlreiche Verknüpfungen verbessert werden. In Richtung Innenstadt:

  • Ausleitung in den Steigerfurtweg/ Sandgrubenweg als Verknüpfung in Richtung Heidingsfeld.
  • Verknüpfung zum Rottenbauerer Grund (Radachse 9a) und nach Reichenberg (Radachse 9b) über die Straße „Am Heigelsbach“.
  • Weiterführung auf dem Schutzstreifen auf der Heuchelhofstraße bis zur Stuttgarter Straße. Einleitung aus dem Schutzstreifen in den Mischverkehr der Stuttgarter Straße nach der Zufahrt zur Tankstelle. Durch Benutzung des Linksabbiegestreifens an der nächsten Ampel besteht dann die Möglichkeit auf die schnelle Radachse 9 in Richtung Innenstadt, an Heidingsfeld vorbei zu gelangen (über den Bauernpfad, den Resenweg bis zur Mergentheimer Str.).
Die Heuchelhofstraße. Foto: Pascal Höfig

Die Heuchelhofstraße. Foto: Pascal Höfig

In Richtung Heuchelhof:

  • Von Heidingsfeld aus kommend über die Straße „Am Heigelsbach“ über eine kleine vorhandene Brücke auf den, auf 3 Meter zu verbreiternden gemeinsamen Geh- und Radweg bis zur Kreuzung Heuchelhofstraße – Stuttgarter Straße, dort gemeinsame Querung mit den Fußgängern und dann auf den 2 Meter überbreiten Schutzstreifen bergauf.
  • Von Rottenbauer oder Reichenberg aus kommend gestaltet sich die Zuwegung zur Radachse zum Heuchelhof analog.
  • Von der schnellen Radachse 9 (von der Mergentheimer Str. aus, über den Bauernpfad und den Resenweg) aus der Innenstadt kommend, erfolgt die Zuwegung zur Radachse zum Heuchelhof über ein kurzes Stück im Mischverkehr auf der Stuttgarter Straße oder alternativ über einen kleinen Umweg (Mönchsgartenweg – Am Heigelsbach).

Kosten von 150.000 Euro

Dieser ausgeklügelte Eingriff in die Seitenbereiche der Straße zugunsten der Radlerinnen und Radler wird voraussichtlich bis Anfang Mai freigegeben, heißt es in der Pressemitteilung. Bereits am kommenden Wochenende wird die Heuchelhofstraße wieder geöffnet, die Straßenbahnen verkehren dann nach dem Ferienfahrplan. Die Ausführung blieb somit im Zeit- wie auch im Kostenrahmen, nachdem der Stadtrat im Oktober 2018 eine Summe von 150.000 € für diese Maßnahme bewilligt hatte.

Dieser Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der Stadt Würzburg.

- ANZEIGE -

AUCH INTERESSANT