Festung Marienberg. Foto: Pascal Höfig
Festung Marienberg. Foto: Pascal Höfig

Wir erkunden die WüSpots: Unsere Highlights

Würzburgs Stadtteile mal auf eine andere Art und Weise erkunden? Wir hatten da eine Idee: Kürzlich haben wir eine neue Instagram-Storyreihe gestartet, in der wir euch die „WüSpots“ der Stadt präsentieren. Durch eine Abstimmung können die Zuschauer wählen, welche Spots wir Euch in Würzburg zeigen sollen. Die Highlights der vergangenen Storys haben wir hier aufgelistet und werden sie stets aktualisieren. Auch auf Instagram könnt ihr euch bei „wuerzburglieben“ in den Highlights unter „WüSpots“ alle Storys anschauen, die Veranstaltungsstorys findet ihr unter „Events„.

1. Hubland erleben

Wir haben gemeinsam das ehemalige Landesgartenschaugelände 2018 erkundet, welches seit Februar 2019 für die Öffentlichkeit zugänglich ist und nun einen Stadtpark für alle hinterlässt. Neben grünen Wiesen und genug Möglichkeiten zum Austoben, gibt es noch immer Anhaltspunkte, die auf die Geschichte des Areals hinweisen: ehemals erstreckte sich hier das Gelände der Leighton Barracks, wo die US Army bis 2008 ansässig war.

Aus für US Tankstelle

Außerdem wird der Stadtteil derzeit mit dem Bau von Wohnhäusern und Nahversorgungszentren immer weiter erschlossen. Das Hubland besteht also aus mehr als nur Uni-Campus!

Das Landesgartenschaugelände am Hubland hat noch einiges zu bieten!. Foto: Sarah Willer.

2. Grombühl erleben

Crimebühl, Grombronx oder Grombrooklyn: der Stadtteil Grombühl hat viele Namen, die auf das Vorurteil, dort gehe es besonders kriminell zu, anspielen. Zum Glück ist das nur ein Spiel mit Klischees und Vorurteilen, weshalb wir ganz sorglos die Gegend um den Wagnerplatz erkunden konnten.

5 Sätze, die ein Grombühl-Bewohner nicht mehr hören kann

Hier kann man entspannen, Tischtennis spielen, ein paar Körbe werfen oder den Flohmarkt besuchen, der hier zweimal im Jahr stattfindet. Auch für das Weinfest Ende August gibt es hier genug Platz. Musikbegeisterte können in den Plattenladen „Monophon“ gehen und durch tausende von Platten stöbern. Im „Cannameleon“ findet man alles rund um Cannabis und im Grombühlkiosk gibt es von früh bis spät alles, was man braucht. Jenseits der Gleise gibt es in Grombühl also viel zu entdecken!

Zwischen den Häusern erstreckt sich der Wagnerplatz in Grombühl. Foto: Jessica Hänse.

Zwischen den Häusern erstreckt sich der Wagnerplatz in Grombühl. Foto: Jessica Hänse.

3. Sanderau

Auch Würzburgs dicht besiedelter  Stadtbezirk darf in unserer Reihe natürlich nicht fehlen: die Sanderau. So haben wir sämtliche Hotspots rund um die Adalberokirche erkundet. Diese Kirche ist übrigens die Einzige die nach dem heiligen Bischof Adalbero benannt wurde.

5 Sätze, die Bewohner aus der Sanderau nicht mehr hören können 

Auch Sportfans werden in der Sanderau glücklich: Der Sanderrasen bietet ausreichend Platz für Basketball, Fußball und Co. Wer es ein wenig entspannter mag, der kann am Main entspannen oder einen Cocktail am Stadtstrand trinken. Wie man sieht, stellt auch die Sanderau ein absolut lebenswertes Viertel in Würzburg dar.

Sanderau. Foto: Sarah Willer

Sanderau. Foto: Sarah Willer

4. Event: Frühling International

Diesmal haben wir keinen Stadtteil, sondern eine Veranstaltung vorgestellt: Frühling International fand schon zum 21. Mal zu Muttertag am alten Landesgartenschaugelände in der Zellerau statt. Rund um den japanischen Garten kann man verschiedene Kulturen erkunden und an verschiedenen Aktionen teilnehmen, oder sich kulinarisch verwöhnen lassen. Ein Thema ist auch aus aktuellem Anlass die Europa-Wahl: der Europabus tourt durch verschiedene Länder und hält im Rahmen von Frühling International auch in Würzburg. An verschiedenen Ständen kann man sich informieren oder sich am „Wahl-o-maten zum Aufkleben“ versuchen. Auch nächstes Jahr findet die Veranstaltung wieder im Mai statt.

5. Zellerau

Die Zellerau ist von viele Vorurteilen behaftet: viele Assis, nur Öko und viel zu weit weg vom Zentrum. Wir haben uns dieses mal den Stadtteil angesehen und sind überrascht, wie hip der viertgrößte Bezirk mit seinen Cafés und Streetartwänden wirkt.

5 Sätze, die Bewohner aus der Zellerau nicht mehr hören können 

Hier gibt es im Dencklerblock, der schon in den 20ern erbaut wurde und heute von WGs bewohnt wird, sogar ein „Späti“, das noch bis Mitternacht mit Snacks versorgt. Leckere Wraps gibt es auch bei „Frida“, gefüllt mit Dönerfleisch, Halloumi oder Falafel. Nur ein paar Häuser weiter gibt es bei „Viertelkultur“ einen Unverpacktladen und ein Familienfreundliches Café in Einem – mit leckeren selbstgemachten Kuchen. Den Tag kann man dann bei gutem Wetter an den Mainwiesen ausklingen lassen, wo man viele Aktivitäten ausprobieren kann.

Welche Sätze können die Bewohner aus der Zellerau nicht mehr hören? Foto: Jessica Hänse

Welche Sätze können die Bewohner aus der Zellerau nicht mehr hören? Foto: Jessica Hänse

6. Mainviertel

Als Nächstes hat es uns in den ältesten Stadtteil Würzburgs verschlagen – das Mainviertel. Zunächst erscheint dieses Viertel am Fuße der Festung für viele etwas unscheinbar, aber hier trifft Geschichte und Kultur auf Freizeit und Spaß. Das “Meeviertel” ist noch heute davon geprägt, dass viele Bewohner früher der Fischerzunft angehörten und es somit viele Fischerhäuser gab. Zudem verstecken sich alte, historisch bedeutsame Kirchen zwischen den Wohnungshäusern. Das Jugendkulturhaus und das ehemalige Landesgartenschau-Gelände von 1990 sorgen für zusätzlichen Charme an verschiedenen Ecken.

Der Weg hoch zur Festung ist zwar etwas anstrengend, aber der Ausblick ist die Mühe definitiv wert. Foto: Annika Betz.

Der Weg hoch zur Festung ist zwar etwas anstrengend, aber der Ausblick ist die Mühe definitiv wert. Foto: Annika Betz.

7. Frauenland

Das Frauenland hat immer wieder mit dem Vorurteil “Da gibt’s doch nur Wohnhäuser!” zu kämpfen. Tatsächlich ist es gar nicht mal so schwierig, interessante Stellen – die keine Wohnhäuser sind – im Frauenland zu finden. Viele Orte sind geprägt von geschichtlichen Ereignissen, wie der Letzte Hieb oder der Galgenberg. Und wer nicht so gerne in die Vergangenheit zurückblickt, sondern lieber zu den Sternen hinauf schaut, für den ist die Sternwarte genau das Richtige.

8. Altstadt – Peter Viertel

Die Altstadt ist besonders historisch angehaucht – so auch das Peter Viertel, welches sich rund um die Kirche St. Peter und Paul befindet. In der Badergasse gab es früher eine Badestube, wo man sich gerne mal getroffen hat. In der Elefantengasse befindet sich die älteste Pizzeria Deutschlands und in der Sanderstraße das Till Eulenspiegel – ein richtiges Würzburger Original. Außerdem interessant: an der Neubaustraße befand sich im Mittelalter der Stadtgraben – die Sanderstraße war zu dem Zeitpunkt der Vorort „Sand“ und gehörte damals noch nicht zur Stadt. Den Tag kann man dann bei einem gemütlichen Kaffee im „Café Rudowitz“ ausklingen lassen.

Die Kirche St. Peter und Paul und die älteste Pizzeria Deutschlands gehören zum Peter Viertel. Foto: Jessica Hänse/ Sarah Willer

Die Kirche St. Peter und Paul und die älteste Pizzeria Deutschlands gehören zum Peter Viertel. Foto: Jessica Hänse/ Sarah Willer

9. Steinbachtal

Als Nächstes erkundeten wir das Steinbachtal, das zwar flächenmäßig der größte Stadtteil ist, aber gleichzeitig die wenigsten Einwohner hat. Hier gibt es kaum Infrastruktur, keine Supermärkte, Tankstellen oder sonstige Geschäfte.

5 Sätze, die Steinbachtal Bewohner nicht mehr hören können

Dafür aber eine Menge Natur und schöne Wanderwege, die das Steinbachtal als eines der besten und vornehmsten Stadtteile, ebenso wie die großen Häuser und Villen auszeichnen. Apropos Beste: von wo man eigentlich den besten Ausblick über die Stadt hat – ob Frankenwarte oder Käppele – muss jeder für sich selbst entscheiden.

10. Heidingsfeld

Heidingsfeld ist ein Stadtteil, der besondes viel historisches zu bieten hat. Dabei ist es hier wie eine kleine Stadt – tatsächlich wurde Heidingsfeld, ursprünglich auch Hedansfeld genannt,  erst 1930 eingemeindet. Besonders historisch sind nicht nur die kleinen Gässchen, sondern auch die Stadtmauer, die zu 75% noch erhalten ist.

Ein ganz besonderes Highlight ist auch das „Giemaul“, das am Rathaus noch täglich um 12 sein Maul öffnet. Im selben Gebäude befindet sich außerdem auch noch ein Teil der Stadtbücherei, und schaut man einmal quer über den Platz, so sieht man noch ein bisschen was vom Speierloch, ein Wehrbau, der im Spätmittelalter errichtet und in den 70er wieder aufgebaut wurde. Zerstört wurde auch die St.Laurentius Kirche, allerdings nur bis auf den Turm, dieser stammt noch aus der romanischen Zeit.

Heidingsfeld ist ein Stadtteil, der definitiv unterschätzt wird!

11. Heuchelhof

Der Name Heuchelhof kommt von den Höfen auf dem Hügel. Aus den drei Höfen Heuchelhof, Zwickerleinshof und Vogelshof entstand nämlich der heutige Stadtteil. Das fränkische Adelsgeschlecht der Groß von Trockau kaufte das Gelände 1881 der Stadt Heidingsfeld ab und verkaufte es 80 Jahre später für ca. 13 Millionen DM wieder der Stadt Würzburg.

Hier entstand dann in den nächsten zehn Jahren eine Großsiedlung – aber der Heuchelhof besteht nicht ausschließlich aus Hochhäusern. Auch viele Eigenheime und Reihenhäuser findet man idyllisch angelegt an den Straßen, die nach europäischen Städten benannt sind. Auch die Anbindung der Straßenbahn wurde früh berücksichtigt: ein Mittelstreifen wurde an den Hauptstraßen frei gehalten und kein Wohnhaus liegt mehr als 450 Meter von einer Haltestelle entfernt.

12. Äußere Pleich

Die Äußere Pleich erstreckt sich vom Westlichen Ende des Bahnhofs und wird eingegrenzt durch den Röntgenring, den Main und die Bahngleise. Direkt neben dem Bahnhof findet man die Posthalle – ehemals ein Verteilerzentrum, heute ein Ort für Veranstaltungen.

Was die wenigsten wissen ist, dass dort, wo sich im Ringpark ein See mit Fontäne befindet, früher ein Hotel stand, das vor allem Leuten, die auf Durchreise waren, beherbergen sollte. Dann ging es weiter zur Luitpoldbrücke, heute Friedensbrücke genannt, so wurde sie im 19. Jahrhundert Prinzregent Luitpold von Bayern gewidmet. Sie ist die zweitälteste Brücke in Würzburg und wird seit 1900 von Straßenbahnen befahren. Eine andere Brücke in der äußeren Pleich ist die Brücke der deutschen Einheit, die nächsten Monat außerdem ihren 27. Geburtstag feiert.

Außerdem befinden sich noch der Kulturspeicher, ein Kino sowie Clubs in der Äußeren Pleich, sowie das alte Zollamt, wo unter anderen die FHWS untergebracht ist.

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