Notruf, 112
Ein Disponent in der Integrierten Leitstelle (ILS) Würzburg. Foto: Pascal Höfig

Notruf missbraucht: Schlechter Scherz wird teuer

Am Samstag um 14:00 Uhr meldete sich bei der Rettungsleitstelle eine vermeintlich verletzte Person in Arnstein (Lkr. Main-Spessart) und erbat Hilfe.

Nachdem sie Namen und Anschrift mitgeteilt hatte, wurde das Gespräch beendet. Eine weitere telefonische Kontaktaufnahme war anschließend nicht mehr möglich.

Feuerwehr öffnet Tür

Da man von einem medizinischen Notfall ausging wurde durch die Feuerwehr das Anwesen geöffnet und gemeinsam mit der Polizei nach der hilfebedürftigen Person durchsucht. Diese konnte jedoch nicht angetroffen werden.

Enkelin erlaubt sich „Scherz“

Erst im weiteren Verlauf gelang es, über einen Verwandten Kontakt mit ihr herzustellen. Sie erfreute sich bester Gesundheit und befand sich an ihrer Arbeitsstelle in Karlstadt.

Wie sich durch die weiteren Ermittlungen herausstellte, wurde der Notruf wohl als „Scherz“ durch die Enkelin abgesetzt. Obwohl das Kind noch strafunmündig ist, hat der Vorfall nun Folgen. Für die Einsatzkosten und die entstandenen Schäden wird die Familie nun selbst aufkommen müssen.

Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der Polizeiinspektion Karlstadt.

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