Die Posthallen am Hauptbahnhof Würzburg – Foto: Pascal Höfig
Die Posthallen am Hauptbahnhof Würzburg – Foto: Pascal Höfig

Posthalle: Unterschriften für das Würzburger Kulturprojekt

Beschlossene Sache ist bereits, dass auf dem ehemaligen Postareal am Bahnhof ein neues Quartier entstehen wird. Bis 2023 soll  der neue Büro- und Wohnkomplex mit dem Namen Bismarckquartier fertig gebaut sein. Auch ein Hotel ist Teil des Projekts. Die Würzburger sind derzeit noch geteilter Meinung, was Optik und Nutzung der neuen Gebäude betrifft. Auch würde mit der Neugestaltung ein Kultgebäude verschwinden: Die Posthalle.

Unterschiedliche Nutzung

Derzeit wird die Posthalle auf ganz unterschiedliche Arten genutzt. Neben dem Veranstaltungsbetrieb von Joachim Schulz gibt es eine breite kreative Nutzung auf dem Areal. Neben geschätzt 40 bis 50 Bands, welche hier proben, gibt es beispielsweise den Jugendclub Immerhin, Träger ist die Diakonie. Auch hier finden regelmäßig Konzerte statt. Es gibt außerdem zahlreiche Kreativbüros, eine Indoor 3D Minigolfanlage, Lasertag oder ein Crossfit Studio.

Zukunft bisher ungewiss

Wohin sollen die Mieter und vor allem die größeren Veranstaltungen hin umziehen, wenn die Mietverträge enden? Und wird es überhaupt einen Ort wie die Posthalle in Würzburg weiterhin geben? Bisher ist das schlicht und einfach noch nicht klar. Betreiber und Stadtrat (SPD) Jojo Schulz hat sich allerdings bereits seit Längerem über alternative Standorte Gedanken gemacht. Ein Standort neben der Friedensbrücke wäre für ihn ideal.

Die Posthallen am Hauptbahnhof Würzburg. Foto: Pascal Höfig

Die Posthallen am Hauptbahnhof Würzburg. Foto: Pascal Höfig

Seine Vision umfasst einen Veranstaltungsraum mit ähnlicher Größenordnung wie in der Posthalle zum aktuellen Zeitpunkt. Die Posthalle bietet bei Veranstaltungen Platz für 200 bis hin zu 3.000 Personen und beheimatet bei über 200 Veranstaltungen jährlich fast 200.000 Gäste. Seitens der Stadt gab es allerdings laut Berichten der Mainpost zwar positive Rückmeldung, jedoch noch keine klaren Positionen zum alternativen Standort.

Petition „Rettet die Posthalle“

Mit einer Unterschriftensammlung soll nun auf die Situation der Posthalle aufmerksam gemacht werden und vor allem der Druck auf die Stadt verstärkt werden. Die Petition mit dem Namen „Egal wo … Hauptsache Posthalle retten!“ wird ab Freitag, 5. April, online gehen. Joachim Schulz rechne mit mindestens 10.000 Unterschriften, so die Mainpost. Auch soll sich die Aktion nicht darauf beziehen, den aktuellen Standort zu retten, sondern viel mehr das komplette Projekt Posthalle. Unterschrieben werden kann online oder in Läden in der Innenstadt.

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