Die Residenz in Würzburg. Foto: Pascal Höfig
Die Residenz in Würzburg. Foto: Pascal Höfig

Frankoniabrunnen wird für 500.000 Euro restauriert

Ein Brunnen, den wahrscheinlich jeder Würzburger kennt und an dem auch kein Tourist vorbei kommt: der Frankoniabrunnen vor der Residenz. Jetzt wird der 125 Jahre alte Brunnen umfassend restauriert, das berichtet die Bayerische Schlösserverwaltung in einer Pressemitteilung.

Vierröhrenbrunnen wird saniert

„Ein Stück Heimat soll wieder in seinem ursprünglichen Glanz auf dem Würzburger Residenzplatz erstrahlen. Ab der kommenden Woche wird der als „Liebesdenkmal des ganzen fränkischen Volkes“ anlässlich des 70. Geburtstags des Prinzregenten Luitpold von Bayern gebaute Brunnen eingehaust. Die aufwändige Restaurierung dauert rund ein Jahr und kostet rund 500.000 Euro“, teilte Finanz- und Heimatminister Albert Füracker mit.

Figuren mit Kalkablagerungen überzogen

Die Restaurierung ist notwendig, da die Bronzefiguren von Ferdinand von Miller so mit Kalkablagerungen überzogen sind, dass diese nicht mehr als Bronzefiguren zu erkennen sind. Auch von allen Natursteinoberflächen müssen die dichten Kalkkrusten entfernt werden. Die veraltete Brunnentechnik muss ebenfalls grundlegend saniert werden.

Geburtstagsgeschenk für Prinzregent Luitpold von Bayern

Errichtet wurde der Brunnen als „schönes Denkmal der Treue und Anhänglichkeit Frankens an Bayerns geliebtes Königshaus“ anlässlich des 70. Geburtstags des Prinzregenten Luitpold von Bayern am 12. März 1891. Zum Geburtstag erhielt der beliebte, in der Residenz Würzburg geborene Jubilar, allerdings nur eine erste Skizze des Brunnens überreicht. Die Einweihung des fertiggestellten Brunnendenkmals fand erst drei Jahre später, am 3. Juni 1894, in Anwesenheit des Prinzregenten statt.

Wer sind die Brunnenfiguren?

Auf einem kreisförmigen Podest, das mit farbigem Mosaikpflaster versehen ist, steht ein kleeblattförmiges, aus drei Kreisbögen gebildetes Brunnenbecken mit einem Durchmesser von zehn Metern. In dessen Zentrum erhebt sich auf einem Felsensockel ein hohes, steinernes Postament mit der Figur der Frankonia, zu einer Höhe von acht Metern. Um das Postament sind drei „hervorragende Persönlichkeiten der fränkischen Volksgeschichte“ als Sitzfiguren angeordnet. Diese Bronzefiguren stellen den Dichter und Minnesänger Walther von der Vogelweide, den Bildschnitzer Tilman Riemenschneider und den Maler Matthias Grünewald jeweils mit typischen Attributen ausgestattet dar. Zwischen ihnen fließen aus drei Bronzemasken Wasserstrahlen über je zwei Muschelschalen in das große Brunnenbecken ab.

Bronzefigur Frankonia

Auf dem zentralen Steinpostament steht die Bronzefigur der Frankonia, die in der Linken eine Lanze mit dem „Rennfähnlein“ als Banner Frankens und in ihrer Rechten einen Lorbeerkranz hält. Ihr zu Füßen reiten drei Bronzeputten auf wasserspeienden Fischen, zwischen denen sich ein Reliefmedaillon mit dem Bildnis des Prinzregenten sowie das fränkische und das bayerische Wappen befinden.

Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der Bayerischen Schlösserverwaltung.

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