Partytime in Würzburg.Foto: Pascal Höfig
Partytime in Würzburg. Foto: Pascal Höfig

Sperrzeitverlängerung: Probezeit für Würzburger Nachtleben

Das heiß diskutierte Thema Sperrzeitverlängerung in Würzburg geht in die nächste Runde: In der letzten Sitzung des Bau- und Ordnungsausschuss wurde nun eine „Probezeit“ von drei Monaten beschlossen, so die Mainpost. Sollte sich in dieser Zeit trotz gewisser „individueller Maßnahmen“ nichts am nächtlichen Lärm und der Zahl der Straftaten in den frühen Morgenstunden tun, werde es eine Sperrzeitverlängerung geben.

Auflagen müssen erfüllt werden

Kommunalreferent Wolfgang Kleiner betonte allerdings laut Mainpost, dass er Würzburg als „lebendige Stadt“ erhalten möchte und kein Alkoholverbot und keine Sperrzeitverlängerung wolle, jedoch keine andere Möglichkeit sehe, wenn die Auflagen in der Probezeit nicht erfüllt würden. Die Gastronomie müsste bei einer Verlängerung dann montags bis freitags um 2 Uhr schließen und am Samstag und Sonntag um 3 Uhr.

Studentenschaft nicht generell verantwortlich

Auf die Beschwerden von Seiten der Studierenden hin erklärte Kleiner, dass keinesfalls die Studentenschaft generell verantwortlich gemacht würde, sondern in erster Linie die Gastronomen in der Verantwortung seien, so die Mainpost. Für Gastronomiebetriebe, von denen nächtlicher Lärm ausgehe, solle es bestimmte Auflagen geben in Zukunft. Es müssten laut Mainpost beispielsweise Schallschleusen eingerichtet, Wachpersonal abgestellt oder kein Straßenverkauf für Alkohol angeboten werden. Wenn sich nicht an die Regeln gehalten werde, würde die Sperrzeit des entsprechenden Betriebes verlängert, heißt es in der Mainpost.

Zusammenhang Alkohol und Gewaltdelikten

Auch die Polizei begrüßte den Vorschlag einer Probezeit für Nachtschwärmer. Leitender Polizeidirektor Klaus Böhm erklärte laut Mainpost in der Sitzung, dass er durchaus einen Zusammenhang zwischen dem vermehrten Alkoholkonsum und Gewaltdelikten am Wochenende sehe. So würden 75 Prozent der Straftaten, wie gefährliche Körperverletzung, an den Wochenenden nach 3 Uhr passieren.

So heißt es nun abwarten, ob sich Nachtschwärmer und Gastronomen in den nächsten drei Monaten an die Regeln halten, wenn nicht, ist eine Verlängerung der Sperrzeiten beschlossene Sache.

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