Stau auf der B8 in Richtung Würzburg. Foto: Pascal Höfig
Stau auf der B8 in Richtung Würzburg. Foto: Pascal Höfig

Pendleratlas: Immer mehr Pendler in Würzburg

Jeden Morgen dasselbe: für tausende Würzburger geht es ab zur Arbeit. Der „Berufsverkehr“ ist auch hier nicht zu übersehen: schnell voran geht es besonders früh vor acht und am späten Nachmittag ab vier nicht, weder stadtaus- noch stadteinwärts. Kein Wunder, dass Würzburg auch zu Deutschlands Stau-Hauptstädten gehört. Die Agentur für Arbeit hat die Zahl der Arbeits-Pendler erfasst und im aktuellen Pendleratlas zusammengefasst.

Mehr Arbeit in der Stadt

Mit dem Zuwachs an sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten, die in Würzburg wohnen, auf 66.845 ist natürlich auch die Zahl der Pendler gestiegen. Sowohl in der Stadt Würzburg als auch in den Landkreisen Würzburg, Kitzingen und Main-Spessart verlassen immer mehr Arbeitnehmer ihren Wohnort, um an ihren Arbeitsplatz zu gelangen. Generell ist bundesweit der Trend zu beobachten, dass immer mehr Menschen für die Arbeit in Großstädte und Ballungsräume pendeln. Auch Würzburg steht hier an der Spitze, so heißt es in der Pressemitteilung der Agentur für Arbeit.

Zahl der Beschäftigten gestiegen

Mit dem Stand vom 30. Juni 2018 pendeln in das Stadtgebiet Würzburg rund 57.580 Beschäftigte ein, was im Agenturbezirk der Spitzenwert ist. „Seit Juni 2014 ist die Zahl der Personen, die innerhalb der Stadtgrenze arbeiten, aber außerhalb wohnen um 3.960 bzw. 7,4 Prozent angewachsen“, so die Agentur für Arbeit. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in der Stadt sei innerhalb von vier Jahren um 6.820 gestiegen, so gibt es im Jahr 2018 insgesamt 90.590 Beschäftigte in Würzburg, mit eingeschlossen Pendler, die zum Arbeiten nach Würzburg fahren.

Einpendlerzahl erhöht

„In den drei angrenzenden Landkreisen zusammen stieg die Zahl um 8.490 auf insgesamt 119.260 Beschäftigte“, so Stefan Beil, Leiter der Agentur für Arbeit Würzburg. „Diese Entwicklung hat mit dazu beigetragen, dass immer mehr Frauen und Männer in das Stadtgebiet einpendeln, um an ihren Arbeitsplatz zu gelangen.“

Für die in den angrenzenden Landkreisen Main-Spessart, Kitzingen und Würzburg beschäftigten Auspendler ist Würzburg im Übrigen Anlaufstelle Nummer 1 was Arbeiten betrifft. Zwei Drittel von 46.710 Pendlern im Landkreis Würzburg fährt zum Arbeiten in das Stadtgebiet, im Landkreis Main-Spessart sind es 6.690 von 19.930 und im Landkreis Kitzingen 6.070 von 16.140, die nach Würzburg pendeln.

Rund 18.680 Auspendler

„Aber auch die Zahl der Arbeitnehmer, die das Stadtgebiet zum Arbeiten verlassen, hat in diesem Zeitraum deutlich zugenommen und zwar um 3.070 auf 18.680“, so Beil weiter. Das macht etwa 36,2% der Beschäftigten Würzburger aus, die zum Arbeiten in einen anderen Landkreis fahren. Dabei entfernen sie sich nicht weit von der Stadt: eine Mehrheit von 6.662 pendelt in den Landkreis Würzburg, 1.663 in den Landkreis Kitzingen und 1.186 Beschäftigte fahren für die Arbeit in den Landkreis Main-Spessart.

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