Feministische Tanzdemo am Weltfrauentag. Foto: Jessica Hänse
Feministische Tanzdemo am Weltfrauentag. Foto: Jessica Hänse

„Mein Körper, meine Regeln“: Tanzdemo für Frauenrechte

Am 8. März, bekannt als internationaler Frauentag, zeigen Frauen auf der ganzen Welt durch verschiedene Protestformen, dass sie nicht zufrieden sind mit der rechtlichen und gesellschaftlichen Lage der Frauen. Seit Anfang des 20. Jahrhunderts wird dieser Tag genutzt, um auf fehlende Gleichberechtigung in unserer Gesellschaft aufmerksam zu machen. So veranstaltete auch die feministische Aktionsgruppe „Miss Mutig“ an diesem Tag eine Tanzdemo in Würzburg, um sich für Frauenrechte einzusetzen.

Feminismus in Würzburg

Themen wie gleicher Lohn, Schwangerschaftsabbrüche und die #metoo Bewegung haben es in letzter Zeit in die Medien geschafft, doch solle auch auf den alltäglichen Sexismus aufmerksam gemacht werden und auf die Geschichte Würzburgs zum Thema Feminismus und Frauen, so heißt es in einer Pressemitteilung. Deshalb hat die feministische Aktionsgruppe „Miss Mutig“ dazu aufgerufen, am Freitag gemeinsam das Thema Gleichberechtigung auf die Straße zu bringen.

Mehr Aufmerksamkeit durch Aktionen

Miss Mutig hat sich im Herbst 2018 gegründet und versteht sich als ein Kollektiv von Frauen, Transmenschen und Personen, die sich nicht in unser binäres Geschlechtersystem einordnen wollen und Lust haben, sich aktiv feministisch zu engagieren. Ihr Ziel ist es, Würzburg durch verschiedene Aktionsformen ein Stück feministischer zu machen. Dabei wünschen sie sich mehr Partys und Konzerte mit weiblichen Acts, mehr Schutzräume für Frauen, mehr Aufmerksamkeit der Gesellschaft für das Thema Sexismus und Gleichberechtigung.

Beiträge zum Thema Schwangerschaftsabbruch

Mit dem Motto „Mein Körper, meine Regeln“ legen sie auch ein besonderes Augenmerk auf das gerade so viel diskutierte Thema Schwangerschaftsabbrüche und die Paragraphen 218 und 219 StGB. Informationen zum Thema Schwangerschaftsabbruch sind gesellschaftlich kaum verbreitet und junge Frauen müssen sich immer noch dafür rechtfertigen, wenn sie sich gegen Kinder entscheiden. Die Demo beinhaltete verschiedene Reden zu persönlichen Erfahrungen, sowie der rechtlichen Lage bei Schwangerschaftsabbrüchen. Außerdem auch Beiträge zu der laut Miss Mutig viel zu sehr in Vergessenheit geratenen Geschichte Würzburgs, beispielsweise anhand der Hexenverbrennungen.

Dieser Artikel beruht auf eine Pressemitteilung der Miss Mutig Würzburg.

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