Erfolgreiche Müllsammelaktion am Graf-Luckner-Weiher. Foto: Joachim Lindner
Erfolgreiche Müllsammelaktion am Graf-Luckner-Weiher. Foto: Joachim Lindner

Beach Cleanup Graf-Luckner-Weiher: 2 Container Rest- und Plastikmüll

Vergangenen Samstag riefen die Jungs der Würzburger Post-Hardcore Band DEVIL MAY CARE zum Beach Cleanup – einer Müllsammelaktion – am Würzburger Mainufer auf. Mit etwa 20 freiwilligen Helfern wurde zwischen 13 und 16 Uhr auf einer fast 2 km langen Strecke zwischen der Konrad Adenauer Brücke und der Gärtnerei Steger alles aufgesammelt, was andere dort zurücklassen oder schlimmstenfalls sogar vorsätzlich abladen.

Volle Müllcontainer, Chemikalien & Co.

Das Ergebnis war erschreckend: Neben fast zwei Containern Rest- und Plastikmüll wurden Behälter für Chemikalien, Motorradteile, Angelruten und vieles andere gefunden. Für die Aktion stellte die Stadt Würzburg Container und Mülltonen bereit, die Meeresschutzorganisation Sea Shepherd informierte mit teilnehmenden Volunteers über die Arbeit der Organisation und zum Thema Meeresschutz. Lastenrad Würzburg stellte das Fahrrad „Louise“ zur Verfügung, um volle Säcke und Speermüll zur Sammelstelle zu transportieren.

Fleißige Helfer waren unterwegs. Foto: Georg Hoos

Fleißige Helfer waren unterwegs. Foto: Georg Hoos

„In Würzburg war dies der vierte Beach Cleanup an dem ich teilgenommen und mitorganisiert habe. Ich selbst bin Mitglied der Würzburger Post-Hardcore Band DEVIL MAY CARE , seit mehreren Jahren als Volunteer für Sea Shepherd tätig und froh in einer so schönen Stadt wie Würzburg zu leben. Umso erstaunter bin ich immer noch darüber, was wir Jahr für Jahr am Mainufer finden. Für mich ist es unverständlich, seine Sachen dort liegen zu lassen, wir sollten froh über die Möglichkeiten am Graf-Luckner-Weiher sein und sich dort im Sommer mit Freunden treffen zu können.

Zwei Container voll Rest- und Plastikmüll wurden aufgesammelt. Foto: Georg Hoos

Zwei Container voll Rest- und Plastikmüll wurden aufgesammelt. Foto: Georg Hoos

Von daher sollte es eine Selbstverständlichkeit sein, den Platz so zu verlassen, wie man ihn vorgefunden hat. Noch schlimmer finde ich dort abgeladenen Sondermüll: Bei Motorradteilen und Eimern mit der Aufschrift „Umweltgefährlich“ hört mein Verständnis auf, von „dort vergessen worden“ kann hier keine Rede mehr sein. Ich danke den freiwilligen Helfern fürs Anpacken, Sea Shepherd für die Mitorganisation, dem Lastenrad Würzburg für die Lösung der Logistikprobleme und der Stadt Würzburg für Entsorgung und Material, ohne euch wäre das am Samstag nicht möglich gewesen!“, so Lukas, Mitglied der Band DEVIL MAY CARE und Mitorganisator.

Erschreckend viel Müll

Insgesamt wurde bei der Aktion gefunden:

  • ¾ Tonne Weissglas
  • ½ Tonne Braunglas
  • ½ Tonne Grünglas
  • 1¾ Container Restmüll (Plastikteile, Zigaretten, Kronkorken)
  • Motorradteile
  • Schaukelstuhl
  • Eimer mit Chemikalien
  • Blumenkasten
  • Reifen
  • Fahrradrahmen
  • Wasserrohre
  • Grills
  • Diverse Klappstühle
  • Leitpfosten
  • Angel
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