Amphibienschutzzaun bei Volkach, Rothenbachsee. Foto: Thomas Stephan
Amphibienschutzzaun bei Volkach, Rothenbachsee. Foto: Thomas Stephan

Achtung: Amphibien gehen auf Wanderschaft!

Es ist wieder soweit, Frösche, Kröten und Molche begeben sich auf Wanderschaft – auch in und um Würzburg. „Die Amphibienwanderung beginnt. Die milderen Tage haben Kröten, Frösche und Molche auf Wanderschaft gelockt. Daher bauen freiwillige Helfer des Bund Naturschutz an zahlreichen Orten im Landkreis Würzburg Amphibienzäune auf und bringen die Tiere sicher über die Straßen“, berichtet Armin Amrehn, 1. Vorsitzender der Kreisgruppe Würzburg des BUND Naturschutz (BN).

Rettung von jährlich 500.000 – 700.000 Amphibien

Die bayernweite Aktion rettet jährlich 500.000 – 700.000 Amphibien das Leben. Häufig sammeln die Helferinnen und Helfer bis tief in die Nacht oder am frühen Morgen und sind somit ebenfalls den Gefahren des Straßenverkehrs ausgesetzt. „Um Unfälle zu vermeiden, bitten wir daher alle Autofahrer, die entsprechenden Geschwindigkeitsbeschränkungen und Hinweisschilder mit dem Amphibienzeichen zu beachten und besonders vorsichtig zu fahren“, so Steffen Jodl, Geschäftsführer beim BUND Naturschutz.

Amphibienwanderung. Foto: Herbert Stadelmann

Amphibienwanderung. Foto: Herbert Stadelmann

Ab einer nächtlichen Temperatur von circa 5 ° C und insbesondere bei regnerischem Wetter sind die fortpflanzungsbereiten Tiere massenweise unterwegs. Deshalb sind in den nächsten Wochen wieder die ehrenamtlich Aktiven des BUND Naturschutz an Straßenrändern unterwegs, kontrollieren jeden Abend und oft auch morgens die Fangzäune und bringen die eingesammelten Tiere sicher auf die andere Straßenseite. Bis Ende April muss man auf unseren Straßen mit den Amphibien rechnen oder mit Menschen, die zu deren Schutz in den Morgen- und Abendstunden unterwegs sind.

Insektensterben Auswirkung auf Amphibien

„Viele Amphibien können wir vor dem Straßentod retten. Aber der Rückgang der Insekten macht ihnen schwer zu schaffen: Hauptnahrung der Amphibien sind Insekten! Auch der Einsatz von Pestiziden und die Abnahme von blüten- und insektenreichen Wiesen tragen zum allmählichen Verschwinden unserer Kröten, Frösche und Molche bei. Darum ist es wichtig, dass die Inhalte des Volksbegehrens zur Artenvielfalt bzw. „Rettet die Bienen“ ihren Weg ins bayerische Naturschutzgesetz finden“, fordert Armin Amrehn, Vorsitzender der BN-Kreisgruppe Würzburg.

 

Im Landkreis Würzburg sind vor allem folgende Straßenabschnitte betroffen:

  • Remlingen – Birkenfeld
  • Randersacker – Lindelbach
  • Randersacker – Gerbrunn
  • Rimpar – Güntersleben – Gramschatz
  • Kist – Reichenberg und Kist – Gerchsheim
  • Greußenheim – Hettstadt, Uettingen und Oberleinach
  • Leinach – Zellingen
  • Erlach – Kaltensondheim
  • Limbachshof – Kist
  • Heidingsfeld – Winterhausen
  • Margetshöchheim – Erlabrunn
  • Ochsenfurt – Marktbreit

Auch in der Stadt Würzburg sind mehrere Wanderstrecken bekannt:

  • Dürrbach (Kreisstraße und Schafhofstraße)
  • im Steinbachtal
  • am Leutfresserweg
  • an der Giebelstädter Steige
  • in der Berner Straße (Bereich Seelein)

Artikel beruht auf einer Pressemitteilung des Bund Naturschutz.

- ANZEIGE -

AUCH INTERESSANT