Hazel the Nut die sympathische Punkrock Band aus Unterfranken. Foto: Philemon Göttle
Hazel the Nut die sympathische Punkrock Band aus Unterfranken. Foto: Philemon Göttle

Interview: Hazel the Nut – der Punk-Rock aus Unterfranken

Die Pop-Punk Band Hazel the Nut aus unserem geliebten Unterfranken freut sich auf die Releasetour ihres neuen Albums „Animal Birthday Party“, doch wie ist die Band und vor allem der Bandname überhaupt entstanden? Diese und viele andere Fragen haben uns die Jungs  beantwortet. Am 29.03.19 geben sie ihr Releasekonzert im B-Hof in Würzburg und können es selbst kaum abwarten.

Was steckt hinter Hazel the Nut?

Würzburg erleben (WE): Wie seid ihr auf euren Bandnamen gekommen?

„Wie wahrscheinlich die meisten Bands haben wir uns sehr schwer mit dem Namen getan. Unzählige nüchterne und weniger nüchterne Abende haben wir nach DEM Bandnamen gesucht. Wahrscheinlich war es ein Abend der zweiten Kategorie, an dem jemand ein Eichhörnchen sah und meinte: Das Hazelt ja die Nut. Damit war der Bandname geboren. Ich schätze so oder so ähnlich ist es damals passiert. Aber heute noch gefällt uns der Name sehr und er zeigt ziemlich gut, dass wir uns selbst meistens nicht ganz Ernst nehmen.“

WE: Seit wann macht ihr zusammen Musik und was macht eure Musik aus?

„Die Band gibt es schon seit 2012. Großteile der Band haben aber schon früher zusammen Musik gemacht. (In einer Coverband, aber bitte nicht weitersagen). Wir alle lieben Musik von Bands wie Blink 182 oder Sum 41, aber auch der Film American Pie, und vor allem sein Soundtrack haben uns nachhaltig geprägt. Als wir die Band gründeten, hatten wir allerdings das Gefühl als gäbe es kaum noch solche Pop-Punk-Bands. Deshalb wollten wir gerne Musik machen wie unsere Vorbilder. Das bedeutet, unsere Musik hat eingängige Melodien, witzige aber auch kritische Texte, dazu treibende Punkrock-Rhythmen und -gitarrenriffs sowie mehrstimmige gut gelaunte Gesänge.“

WE: Was waren die absoluten Highlights in eurer Musikkarriere?

„Definitiv eines der Highlights war das Radio Gong Open Air, wo wir als Vorgruppe von SDP vor über 9.000 Zuschauern spielen durften. Aber auch der EU-geförderte Bandaustausch nach Schweden war eine spannende Erfahrung. Natürlich auch unsere Konzerte auf großen Festivals wie ‚Ab geht die Lutzi‘ oder das Umsonst und Draußen in Würzburg zählen zu unseren Favoriten. Letztes Jahr erst wurden wir in Siegen beim Deutschen Rock und Pop Preis als beste Punkband 2019 ausgezeichnet, das war definitiv ein Highlight.“

Hazel the Nut - Ihr neues Album ist vollständig unter Eigenregie entstanden. Foto: Philemon Göttle

Hazel the Nut – Ihr neues Album ist vollständig unter Eigenregie entstanden. Foto: Philemon Göttle

Wenn das Wohnzimmer zum Tonstudio wird

WE: Ihr habt jetzt euer drittes Album fertig, wie fühlt sich das an?

„Das Gefühl ist der Hammer. Wir haben dieses Album zum ersten Mal in Eigenregie aufgenommen. Das bedeutet, wir haben das Wohnzimmer unseres Gitarristen Stöcki in ein Tonstudio verwandelt, das Arbeitszimmer wurde zur Gesangskabine. Dann haben wir viele, viele Stunden dort verbracht. Anfang des Jahres waren wir dann endlich fertig und konnten es selbst kaum glauben. Das Album läuft bei uns seitdem hoch und runter – was ein gutes Zeichen ist, denn es zeigt, dass wir immer noch Spaß daran haben, auch nach der vielen Arbeit.“

WE: Seid ihr noch genauso aufgeregt wie beim ersten Album Release?

„Auf jeden Fall! Zum einen, weil wir dieses Mal alles selbst gemacht haben und zum anderen, weil man doch viel von sich selbst veröffentlicht mit so einem Album. Da stellt man sich natürlich die Frage, finden das die Leute gut, wie wir die Songs geschrieben haben, wie wir unsere Instrumente spielen, wie wir singen… Außerdem steht dieses Jahr auch noch unsere erste Deutschland-Tournee an, die direkt mit dem Release losgeht, das senkt die Nervosität natürlich nicht gerade. Trotzdem können wir es kaum erwarten, dass endlich der 29.03. ist und das Album erscheint.“

WE: Wie sehr freut ihr euch auf das Releasekonzert im B-Hof? 

„Beim Releasekonzert im B-Hof werden wir wahrscheinlich eines unserer längsten Konzerte überhaupt spielen. Wir wollen, dass alle auf ihre Kosten kommen. Das bedeutet, wir präsentieren unsere neuen Songs, darunter zahlreiche Premieren, dann natürlich noch eine Auswahl unserer alten Lieblingssongs. Wer uns kennt weiß außerdem, dass wir natürlich an diesem Abend einige neue Showeinlagen, Tänze und Überraschungen parat halten. Außerdem haben wir uns noch zwei unserer regionalen Lieblingsbands als Support eingeladen, Blaucrowd Surfer und Danger Jerk. Das wird also ein großartiger Abend für Jung und Alt.“

Animal Birthday Party – der kunterbunte Songmix

WE: Woher habt ihr eure Ideen für das neue Album genommen?

„Das letzte Album erschien 2016. Seitdem ist natürlich einiges passiert und wir haben vieles erlebt. Die meisten Ideen auf dem Album sind inspiriert von diesen Erlebnissen. Melodien entstehen auf einer Fahrt zu einem Konzert, Spielereien die im Proberaum anfingen werden ausgearbeitet und Geschichten, die uns oder unseren Freunden passiert sind, werden zu Texten.“

WE: Was sind eure Themen im neuen Album?

„Das Album ist sehr vielschichtig geworden. In der Single A+ Girl (die am 01.03. erscheint) geht es zum Beispiel um die Liebe zu einem außergewöhnlich perfekten Mädchen und der ewigen Frage, soll ich es wagen, sie anzusprechen und wenn ja, wie mache ich das in Zeiten von Smartphones und Social Media. „Kill The Boss“ handelt dagegen von dem Frust bei der Arbeit, „Never Getting Older“ ist eine Hymne auf die Freundschaft, bei „In War There Is No Winner“ lassen wir unseren Frust über die Situation der Menschen in Kriegsgebieten raus und schließlich geht es in „Beard Song“ einfach darum, dass sich einer von uns sehnlichst einen Bart wünscht. Und das sind nur fünf der dreizehn Songs.“

WE: Welche Reaktionen erhofft ihr euch von euren Fans?

„Vor allem hoffen wir, dass unsere Fans so viel Spaß beim Hören haben wie wir es beim Einspielen hatten. Wir haben einige sehr treue Fans, die auf fast alle Konzerte kommen und die uns schon ewig fragen, wann denn das neue Album kommt. Gerade für die wünschen wir uns natürlich, dass sie das Album feiern und Spaß daran haben. Außerdem wollen wir neue Fans mit diesem Album gewinnen. Wir glauben fest daran, dass es noch mehr potentielle Hörer da draußen gibt, die einfach mal wieder Bock auf guten alten Punkrock haben.“

WE: Ist denn schon ein nächstes Album in Planung oder sind vielleicht schon während des jetzigen Albums neue Ideen entstanden?

„Wir hatten so viele Ideen, dass wir nur eine Auswahl davon auf das Album gepackt haben. Unser Ziel ist es, schon Ende des Jahres oder Anfang nächsten Jahres noch eine EP herauszubringen mit weiteren Songs, die in den letzten Jahren entstanden sind. Das heißt nicht, dass das der Ausschuss ist, sondern einfach die Songs, die nach unserer Ansicht nicht zur Animal Birthday Party gepasst haben, die es aber verdient haben, gesondert veröffentlicht zu werden.“

WE: Auf welchem Event wollt ihr in eurer Karriere unbedingt mal spielen?

„Vans Warp Tour. Ja. Das wäre der Hammer. Oder wenn Blink 182 mal eine Vorband suchen würde. Da würden wir uns nicht lange bitten lassen.“

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