Festung, Innenstadt und vieles mehr – Würzburg ist schön. Foto: Pascal Höfig
Ist Festungsblick ein Muss? Foto: Pascal Höfig

Hollywood in Würzburg: Filme in und über Würzburg – Teil 2

Dass Würzburg eine schöne und fotogene Stadt ist, muss man ja eigentlich gar nicht mehr erwähnen! Daher diente unsere schöne Stadt auch schon als Schauplatz etlicher Filme. Natürlich denken die meisten jetzt an „Die drei Musketiere“ von Paul W. S. Anderson, oder Lammbock – doch es gibt noch viel mehr Filme, in denen Würzburgs Geschichte und sein Stadtbild genutzt werden. Wer Filme kennt, die in der Aufzählung vergessen wurden, darf gerne einen Kommentar hinterlassen!

Hollywood in Würzburg: Filme in und über Würzburg – Teil 1

Liebe hat Vorfahrt

Die Weinhändlerin Sonja Franke ertappt ihren Ehemann in flagranti. Danach wird sie wegen überhöhter Geschwindigkeit vor Gericht gestellt. Der Richter Alain Mayer entzieht ihr daraufhin die Fahrerlaubnis. Deshalb muss Sonja mit dem Zug von München nach Würzburg fahren, wo sie Wein einkaufen möchte. Im Intercity trifft sie wieder auf Richter Mayer. Durch die Verkettung unglücklicher Umstände müssen die beiden Kontrahenten die Reise gemeinsam fortsetzen und finden zueinander. Die Fernseh-Komödie erschien 2005, Regie führte Dietmar Klein.

Requiem

Die streng gläubige Pädagogikstudentin Michaela Klingler sieht sich von grausigen Visionen heimgesucht, ihr Körper wird von immer wiederkehrenden Schüttelkrämpfen befallen. Ärzte attestierten Epilepsie, der Ortspfarrer ist überzeugt, sie sei vom Teufel besessen. Im Auftrag des Bischofs von Würzburg wird 1976 von zwei katholischen Priester ein Exorzismusritus durchgeführt. Nachdem eine erste dramatische Sitzung gezeigt wird, verzichtet der Film auf weitere reißerische Bilder von Leiden und Tod und endet stattdessen mit einer Texteinblendung, die beschreibt, dass Michaela nach mehreren weiteren exorzistischen Sitzungen an Entkräftung gestorben ist. Das Drama wurde 2006 unter Regie von Hans-Christian Schmid veröffentlicht.

Das zweite Leben

Anne Kreutzer ist seit Jahren mit ihrem Mann Alfred glücklich verheiratet. Alfred arbeitet als emeritierter Juraprofessor und nun als Richter am Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg. In Würzburg bewohnen sie ein schönes Haus. Als Alfred kurz vor der Goldenen Hochzeit bei der Rettung eines Hundes aus dem Main plötzlich an Herzversagen stirbt, bricht für Anne eine Welt zusammen. Sie bekommt in einem Brief des Finanzamtes 200.000 Euro Steuerschulden mitgeteilt und muss erfahren, dass ihr Mann in Straßburg seit zwanzig Jahren ein Doppelleben mit einer jüngeren Frau und einem gemeinsamen Sohn geführt hatte. Regisseur des Fernseh-Dramas von 2007 war Florian Gärtner.

Freiwild – Ein Würzburg-Krimi

In einem Tal in der Nähe von Würzburg wird die bereits zum Teil verweste Leiche einer jungen Frau gefunden. Die Kommissare Peter Haller und Birgit Sacher werden mit dem Fall betraut, dessen Ermittlungen zuerst schleppend verlaufen. Erst als ein Sachverständiger ein Tattoo auf dem Rücken der Ermordeten untersucht und dieses mit Mexiko in Verbindung bringt, haben die Kommissare einen Ermittlungsansatz. Nach der Rekonstruktion des Gesichts der Toten, gehen die Kommissare die Akten der in Würzburg gemeldeten Au-Pair-Mädchen aus Mexiko durch und werden fündig.

Bei der Toten handelt es sich um Angela Lopez, die als Au-Pair bei der Höchberger Familie Täschner gemeldet ist. Kommissar Haller kennt die Täschners und fährt mit seiner Kollegin Sacher zum Haus der Familie. Dort angekommen erfahren die Ermittler, dass Frau Täschner und ihre Kinder ausgezogen sind und in Würzburg wohnen. Herr Täschner erzählt des Weiteren von einem Brief, den Angela Lopez geschrieben hat und in dem sie ihre Rückreise nach Mexiko ankündigt. Auf Grund des Briefes, der sich im Besitz von Frau Täschner befinden soll, ging die Familie davon aus, dass ihr Au-Pair abgereist ist und hat dieses deshalb nicht als vermisst gemeldet. Der Krimi von Peter Probst erschien 2008 unter Regie von Manuel Siebenmann.

Bis aufs Blut – Brüder auf Bewährung

Die Jugendlichen Tommy und Sule aus Würzburg sind beste Freunde. Beide geraten immer wieder durch ihre Drogengeschäfte in Schwierigkeiten. Tommy wird von der Polizei beim Dealen erwischt und ins Gefängnis gesteckt, wo er von den Mitgefangenen misshandelt wird. Nach der Entlassung auf Bewährung schwört er sich, von den Drogen künftig Abstand zu nehmen. Doch sein Freund Sule zieht ihn erneut in einen Deal hinein. Erst nach einem weiteren Gefängnisaufenthalt kann Tommy sich von Sule lösen und sich wieder um seinen Schulabschluss kümmern. Oliver Kienles Drama erschien 2010.

Die drei Musketiere

Der junge D’Artagnan, der von seinem Vater, einem ehemaligen Musketier, im Fechten ausgebildet worden ist, will sich den königlichen Musketieren anschließen. Deshalb begibt er sich auf die Reise nach Paris, auf der er bereits seinen künftigen Erzfeind kennenlernt: Rochefort, den Anführer der Truppen des Kardinals Richelieu. Als er in Paris ankommt, fängt er aus verschiedenen Gründen mit drei Musketieren Streit an, woraufhin er sich im Abstand einer Stunde mit allen zum Duell verabredet. Als die drei Musketiere, Athos, Porthos und Aramis, zu dem ersten Duell erscheinen (Athos hat Porthos und Aramis zu seinen Sekundanten bestimmt), merken sie, dass sie alle mit demselben Gegner zum Duell verabredet sind. Bevor es jedoch zu einem Kampf kommen kann, erscheinen die Truppen des Kardinals und wollen alle vier verhaften. D’Artagnan, der sich sofort in den Kampf stürzt, besiegt die Truppen fast im Alleingang.

Wegen der Niederlage seiner Garde veranlasst Kardinal Richelieu, der eigentliche Herrscher Frankreichs, den jungen König Louis, die Musketiere für eine Bestrafung zu sich zu rufen. Anstatt einer Bestrafung nimmt dieser aber D’Artagnan bei den Musketieren auf und belohnt alle vier, da er von ihrem Kampfgeist beeindruckt ist. Der Abenteuerfilm von 2011 unter Regie von Paul W. S. Anderson ist in Teilen in Würzburg gedreht worden – vor allem die Residenz spielt eine prominente Rolle.

Tatort: Das Recht, sich zu sorgen

Einer der drei Erzählstrange des Falles spielt im Institut für Anatomie und Zellbiologie der Julius-Maximilians-Universität Würzburg, als ein Doktorand in der Knochensammlung der Universität einen Schädel findet, der nicht zum übrigen Skelett passt.

Der Schädel ist deutlich jünger als dies in den Leichenpapieren notiert ist. Plötzlich steht die Universität Würzburg im Fokus der Ermittlungen der Kommissare aus Franken. Der zweite Franken-Tatort wurde 2016 erstmals ausgestrahlt.

Reihe Galgenstrick

In achteinhalb Episoden plus dem Pilotfilm wurden die Abenteuer der fiktiven Würzburger Anwältin Valerie Galgen (dargestellt von Marion Fischer) und dem Privatdetektiv Axel Strick (Christian Kelle) geschildert. Wurde der Pilotfilm noch als etwas sehr krude Mischung von Science-Fiction-Parodie, Kriegsfilm und Beziehungskomödie konzipiert, wurde ab der ersten regulären Episode (Stricks Fall) das Hauptaugenmerk wieder mehr auf das Genre Kriminalkomödie gelegt. Die Hauptperson Valerie Galgen trat ab der Episiode 7 „Das Schwert von Sankt Kilian“ mehr und mehr in den Hintergrund, die Figur des „Kommissar Rabe“ (Gerald Schneider) übernahm mehr und mehr die zweite Hauptrolle. Aus diesem Grund wurde das Konzept der Reihe von den Autoren Johannes Wolf und Christian Kelle umgearbeitet. Die 2008 gelaunchte Reihe „Dadord Würzburch“ gilt daher als Nachfolger von Galgenstrick. Einige der Charaktere tauchen auch hier wieder auf, wenn auch nicht so regelmäßig wie früher.

Reihe Dadord Würzburch

Die Handlung der Filme beinhaltet vor allem recht kuriose Morde und Verbrechen, die allesamt vor dem großen Lokalkolorit der Stadt Würzburg spielen. Handelnde Hauptpersonen sind der Kriminaloberkommissar Gerald Rabe (dargestellt von Gerald Schneider) sowie sein Kumpel, der prollige Privatdetektiv Axel Strick (Christian Kelle). Beide werden meist von den Ereignissen in den Krimis überrollt, die Aufklärungen der Verbrechen geschehen oftmals durch Zufälle oder die Arbeit anderer Mitwirkender.

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