Gleich am ersten Abend hatte ein Unbekannter den Blitzer „eingepackt“. Foto: Julian Patzak
Gleich am ersten Abend hatte ein Unbekannter den Blitzer „eingepackt“. Foto: Julian Patzak

„Blitz-Anhänger“ abgeklebt: Video zeigt Weihnachtsmann bei der Tat

Seit Anfang der Woche „blitzt“ die Polizei Unterfranken nun auch aus einem „Enforcement Trailer“. Über die teuren Fotos, die der neue mobilen Anhänger macht, ist allerdings nicht jeder erfreut.

Noch am selben Abend machte sich ein Unbekannter am „Hyper-Blitzer“ zu schaffen und nahm ihm sogar kurzfristig die Sicht, als er die Messeinheit mit Geschenkpapier beklebte. Zusammen mit der Nachricht „Zurück zum Absender“.

Nun ist ein Video aufgetaucht, welches einen alten Bekannten bei der Tat zeigt.

„Zurück zum Absender“

Das „Blitzer“ generell bei Verkehrsteilnehmern nicht den besten Stand haben, ist bekannt. Besonders der neue „Hyper-Blitzer“, der theoretisch jeden Tag an einem anderen Straßenrand in Unterfranken stehen könnte, ist manchem ein Dorn im Auge. Doch dass sogar der Weihnachtsmann ein Problem mit Geschwindigkeitskontrollen hat, hätte vermutlich keiner erwartet.

Mit Geschenkpapier „außer Gefecht“ gesetzt

Das „Beweisvideo“, welches unserer Redaktion zugespielt wurde, zeigt den als Weihnachtsmann verkleideten Täter, der den „Enforcement Trailer“ mit Geschenkpapier umwickelt, um ihn „außer Gefecht“ zu setzen.

Ein bisschen Bammel hatte Santa Claus aber bei der Aktion offenbar schon. Denn als an ihm zufällig ein Streifenwagen während der Tat vorbeifährt, hörte man auf dem Video nur noch etwas von „die Beine in die Hand nehmen“. Die Beamten hatten das Treiben aber anscheinend nicht bemerkt.

Der futuristische Anhänger hat bereits für mächtig Gesprächsstoff in den sozialen Medien gesorgt, als er am Dienstag erstmals auch in Würzburg aufgebaut wurde. Der 150.000 Euro teure Blitz-Anhänger kann bis zu sieben Tage autark arbeiten und den Verkehr überwachen. Rund um die Uhr und ohne Personal kann dieser also „durchblitzen.“

Geschützt ist der Trailer gegen Vandalismus mit beschussgeschützter Außenhülle und einem Alarmsystem.

Ziel ist es, schwerer Verkehrsunfälle zu vermindern

Der Erfolg des Weihnachtsmannes war übrigens nur von kurzer Dauer. Die Ordnungshüter packten das „Blitz-Geschenk“ kurz darauf wieder aus.

Auch wenn es für den einen oder anderen eine witzige Aktion war,  die der „Hobby-Weihnachtsmann“ da gemacht hat, sollte man immer bedenken, dass die Messungen nicht der Polizei das Ziel haben, die Zahl schwerer Verkehrsunfälle zu senken.

Gerade bei Unfällen mit Schwerverletzten und bei tödlichen Verkehrsunfällen, ist die Hauptunfallursache überhöhte oder nicht angepasste Geschwindigkeit. Radarmessanlagen vermindern Unfallgefahren an vielen Stellen nachhaltig.

 

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