Lebensretter Mattias Burger freut sich über die Karten. Foto: Polizei
Lebensretter Mattias Burger freut sich über die Karten. Foto: Polizei

Nach Rettungsaktion aus dem Main: Lebensretter mit besonderen Dankeschön überrascht

Nachdem der 49-jährige Matthias Burger im Januar 2018 einen Mann bei Sommerhausen aus dem Main gerettet hatte, konnte die unterfränkische Polizei am Freitagmittag gemeinsam mit dem Bayerischen Rundfunk den Faschings-Freund mit einem ganz besonderen Dankeschön überraschen.

Skoda fährt in den Main

Wie bereits berichtet, hatte der 49-Jährige am 11. Januar gegen 17.15 Uhr von der Bundesstraße 13 aus beobachtet, wie ein Pkw vom Mainradweg bei Sommerhausen aus in den Main gefahren war.

Während der Skoda mit eingeschalteten Scheinwerfern flussabwärts trieb, fuhr der Zeuge mit seinem Sattelzug an den Main, um dem Fahrer zu helfen. Dieser konnte sich aus dem sinkenden Pkw befreien und versuchte, sich ans Ufer zu retten. Der 49-Jährige lief dem um Hilfe rufenden Mann entgegen und dirigierte ihn Richtung Ufer.

Die Rettungskräfte sind mit einem Großaufgebot vor Ort und suchen den Main nach dem Skoda ab. Foto: E. Umser

Die Rettungskräfte sind mit einem Großaufgebot vor Ort und suchen den Main nach dem Skoda ab. Foto: E. Umser

An Land gezogen

Letztendlich zog der Lebensretter den völlig entkräfteten Mann gemeinsam mit zwei Beamten der Polizeiinspektion Ochsenfurt, die von weiteren Zeugen alarmiert worden waren, an Land.

Der Mann, der sein Fahrzeug offenbar aufgrund einer kurzfristigen medizinischen Ursache in den Fluss gelenkt hatte, wurde stark unterkühlt in eine Klinik gebracht und erholte sich glücklicherweise von dem Unfall.

Nach Rettung krank geworden

Für seine heldenhafte Leistung war der 49 Jahre alte Mann aus dem Raum Main-Spessart im Oktober 2018 bereits durch den Regierungspräsidenten von Unterfranken mit der „Patrona Bavariae“ Medaille ausgezeichnet worden.

Während dieser Feierstunde wurde der unterfränkischen Polizei im Gespräch mit dem 49-Jährigen dann bekannt, dass er im Anschluss an die Rettungsaktion aus dem eiskalten Main mit einer Grippe im Bett liegen musste.

Deshalb konnte der begeisterte Faschingsnarr die lang ersehnte Fastnacht in Franken, für die er erstmals Karten erstanden hatte, nicht besuchen.

BR spendiert sofort zwei Karten

Mit der Idee, den Lebensretter zu überraschen, gingen Beamte der Polizeiinspektion Ochsenfurt und der Pressestelle des Polizeipräsidiums schließlich auf den Bayerischen Rundfunk zu. Der fackelte nicht lange und schenkte dem Faschings-Fan zwei Karten für die Generalprobe der Kult-Veranstaltung aus Veitshöchheim.

Am Freitagmittag fand die Übergabe der Karten in Veitshöchheim in den Mainfrankensälen statt, wo bereits die ersten Aufbauarbeiten für die Sendung im Gange waren. Herr Burger, der sich schon über den Anruf der Polizei und die Aussicht auf die Karten so gefreut hatte, „dass er beinah umgefallen wäre“ strahlte sichtlich und gab die beiden begehrten Karten nicht mehr aus der Hand.

Im Rahmen der Übergabe der Eintrittskarten auf der Bühne der Halle bedankte sich auch Polizeivizepräsident Martin Wilhelm im Namen des Polizeipräsidiums Unterfranken nochmals herzlich bei dem 49-Jährigen für dessen mutiges und vorbildliches Verhalten.

Wir wünschen Matthias Burger einen ausgelassenen und närrischen Abend bei der Fastnacht in Franken!

Auf dem Foto: Redaktionsleiter Fastnacht in Franken Norbert Küber, Präsident der Fastnacht in Franken Marco Anderlik, Lebensretter Mattias Burger, unterfränkischer Polizeivizepräsident Martin Wilhelm, Ehrenpräsident und künstlerischer Leiter Fastnacht in Franken Bernhard Schlereth.

Dieser Artikel beruht auf einer Pressemitteilung des Polizeipräsidium Unterfranken.

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