die Straßenleitpfosten mit kleinen infrarotbasierten Geräten ausgestattet, die miteinander vernetzt sind und das Gebiet um die Straße nach Wärmequellen absuchen. Foto: Privat
die Straßenleitpfosten mit kleinen infrarotbasierten Geräten ausgestattet, die miteinander vernetzt sind und das Gebiet um die Straße nach Wärmequellen absuchen. Foto: Privat

Für mehr Verkehrssicherheit: Neues Wildwarnsystem in Franken eingeweiht

Am Donnerstagvormittag weihte Innenstaatssekretär Gerhard Eck im Beisein des Schweinfurter Polizeichefs, Joachim Mittelstädt, ein neues Wildwarnsystem ein, das nun unter anderem im Landkreis Schweinfurt getestet wird. Zugegen waren auch der Landrat des Schweinfurter Landkreises Florian Töpper sowie weitere Ehrengäste. Das neue System soll für mehr Sicherheit auf Bayerns Straßen sorgen.

„Wir erhoffen uns mit ‚AniMot‘ einen spürbaren Rückgang der Wildunfallzahlen und deutlich mehr Verkehrssicherheit“, erklärte Innenstaatssekretär Gerhard Eck. 

Denn die Zahl der Unfälle mit Rehen, Wildschweinen oder anderen Wildtieren befindet sich seit Jahren auf hohem Niveau und ist 2018 bayernweit im Vergleich zum Vorjahr nochmals gestiegen.

 

Innenstaatssekretär Gerhard Eck stellt das innovative Wildwarnsystem 'AniMot' in Bayern vor. Foto: Staatliches Bauamt Schweinfurt

Innenstaatssekretär Gerhard Eck stellt das innovative Wildwarnsystem ‚AniMot‘ in Bayern vor. Foto: Staatliches Bauamt Schweinfurt

Warnung durch Lichtsignale an Straßenleitpfosten

Die Autofahrer sollen durch die neuen Anlagen mittels Lichtsignalen an Straßenleitpfosten vorgewarnt werden, die im Vorfeld erkennen, wenn sich ein Wildtier am Straßenrand befindet. Gleichzeitig sendet das System eine Meldung an die Module der benachbarten Leitpfosten, die ebenfalls aufleuchten.

So werden die Fahrer rechtzeitig gewarnt und daran erinnert, langsam und vorausschauend zu fahren. Durch Hinweistafeln werden die Verkehrsteilnehmer zusätzlich auf das Projekt aufmerksam gemacht. Auf vier Pilotstrecken in Bayern wird das neue Wildwarnsystem ab Februar getestet.

Durch Hinweistafeln werden die Verkehrsteilnehmer zusätzlich auf das Projekt aufmerksam gemacht. Foto: Staatliches Bauamt Schweinfurt

Durch Hinweistafeln werden die Verkehrsteilnehmer zusätzlich auf das Projekt aufmerksam gemacht. Foto: Staatliches Bauamt Schweinfurt

Neben der Teststrecke auf der B 303 zwischen Schonungen und Waldsachsen im Landkreis Schweinfurt sind auch weitere Örtlichkeiten in den Landkreisen Wunsiedel, Erding und Landshut an dem Pilotprojekt beteiligt.

Drei Jahre Testlauf

Die Anlagen des Start-Ups „AniMot“ sollen drei Jahre lang getestet werden. Nach dem Testzeitraum wird dann evaluiert, in wie fern die Zahl der Wildunfälle an den betroffenen Stellen tatsächlich zurückgegangen ist.

Dabei ist das neue Warnsystem nicht wie andere Modelle dazu konzipiert, die Tiere abzuschrecken, sondern richtet sich gezielt an die Autofahrer.

Ziel ist es laut Innenstaatssekretär Eck, dass die Fahrzeugführer im Gefahrenfall rechtzeitig gewarnt werden, damit sie durch eine angepasste Fahrweise Zusammenstöße mit einem Wildtier verhindern können. So sollen insgesamt Unfälle vermieden und die Straßen sicherer werden.

Weitere Informationen zum Wildwarnsystem ‚AniMot‘ können unter www.animot.eu abgerufen werden.

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