Halle der Würzburger Hafen GmbH. Foto: TOM BAUER – AD PHOTOGRAPHY
Halle der Würzburger Hafen GmbH. Foto: TOM BAUER – AD PHOTOGRAPHY

WVV Bürgerbeteiligung: Was nützen neue Photovoltaikanlagen?

Um die Energiewende voranzutreiben, baut die WVV Photovoltaikanlagen. Das Besondere: Bürger können sich daran beteiligen und so ihr Geld zukunftsorientiert anlegen und gleichzeitig etwas Gutes für die Umwelt tun. Nachdem im Juni letzten Jahres die erste Photovoltaikanlage bei den Stadtreinigern in der Nürnberger Straße 45 in Betrieb genommen wurde, folgte im Oktober die zweite auf dem Dach der Grundschule in Würzburg-Dürrbachgrund. Seit Januar 2019 wird in der Friedrich-König-Straße auf einer Halle der Würzburger Hafen GmbH Solarstrom erzeugt.

Neue PV-Anlage in Würzburg-Dürrbachgrund. Foto: TOM BAUER – AD PHOTOGRAPHY

Neue PV-Anlage in Würzburg-Dürrbachgrund. Foto: TOM BAUER – AD PHOTOGRAPHY

Energiewende unterstützen

Für die Photovoltaikprojekte werden sowohl städtische Dächer als auch Dächer von Unternehmen mit neuester Photovoltaik-Technologie ausgestattet. Finanziert werden die Projekte über ein qualifiziertes Nachrangdarlehen im Rahmen der WVV-Bürgerbeteiligung. Die beteiligten Bürger erhalten eine jährliche Zinsausschüttung am Jahresende sowie eine Auszahlung der Darlehenssumme zum Laufzeitende. Investoren können alle WVV-Kunden sowie Bürgerinnen und Bürger der Stadt Würzburg und des Umlands sein, die aktiv die Energiewende vor Ort unterstützen wollen. Die Beteiligung ist ab 500 Euro bis 10.000 Euro möglich. Die Nachfrage ist so hoch, dass aktuell vor allem eins gesucht wird: Plätze für weitere Photovoltaikanlagen! Nicht jede Fläche ist dafür allerdings geeignet. In Frage kommen zum Beispiel Dächer, die:

  • mehr als 500m² groß sind
  • mindestens 20 Jahre ohne eine Modernisierung auskommen
  • kaum oder gar nicht durch Berge, Bäume oder Nachbarhäuser verschattet werden
Jeder Zentimeter Dach wird genutzt! Foto: TOM BAUER – AD PHOTOGRAPHY

Jeder Zentimeter Dach wird genutzt! Foto: TOM BAUER – AD PHOTOGRAPHY

Jetzt freie Fläche anmelden!

Am besten eignen sich deshalb Neubauten, frisch erneuerte Dächer und Dächer, bei denen eine Sanierung geplant wird. Besteht das Dach bereits, sollte darauf geachtet werden, dass kein Asbest verbaut wurde.

Jetzt freie Fläche per Mail (buergerbeteiligung@wvv.de) oder Telefon (0931 36-1036) bei der WVV anmelden!

Aber auch Freiflächen von mindestens einem Hektar können für Photovoltaikanlagen genutzt werden. Voraussetzung hierfür ist, dass sie an eine Autobahn oder Eisenbahnstrecke angrenzt und nicht als Streuobstwiese genutzt wird.

70 Tassen Kaffee mit einer Kilowattstunde

Doch was bringen diese Photovoltaikanlagen? Die Anlage auf der Grundschule in Würzburg-Dürrbachgrund produziert jährlich 74.500 Kilowattstunden Strom und spart jedes Jahr 35 Tonnen CO2 ein. Durch die Photovoltaikanlage in der Friedrich-König-Straße werden ganze 445.000 Kilowattstunden pro Jahr erzeugt und 210 Tonnen CO2 eingespart. Im Vergleich: Bei der Erzeugung von drei Kilowattstunden mit Braunkohle wird etwa ein Kilogramm CO2 produziert. Doch was kann man mit einer Kilowattstunde eigentlich genau machen? Hier ein paar Beispiele:

  • eine Maschine Wäsche waschen
  • 17 Stunden Licht mit einer Glühlampe erzeugen
  • acht Stunden TV schauen
  • ein Mittagessen für vier Personen auf dem Elektroherd kochen
  • 70 Tassen Kaffee kochen
  • 133 Scheiben Brot toasten

Außerdem können sich mit einer Kilowattstunde circa 2.500 Männer rasieren. Auf Würzburg umgerechnet bedeutet das: In Würzburg gibt es circa 60.000 Männer, würden die sich alle gleichzeitig rasieren, würde das 25 Kilowattstunden verbrauchen.

Energiekosten. Symbolfoto: Pascal Höfig

Energiekosten. Symbolfoto: Pascal Höfig

Würzburger atmen jährlich 32.500 Tonnen CO2 aus

CO2 wird überall produziert, beim Autofahren, beim Heizen und sogar beim Atmen. Denn auch über die Lunge wird in geringen Konzentrationen CO2 an die Umgebungsluft abgegeben. Ein Mensch produziert abhängig von Größe und Aktivität durch seine Atmung im Jahr so ungefähr eine viertel Tonne CO2, sodass die 130.000 Einwohner Würzburgs jährlich 32.500 Tonnen allein durch die Atmung produzieren. Wie sieht das Ganze beim Autofahren aus? Eine Tonne COentspricht etwa einer Autofahrt von 5.000 Kilometer. Von Würzburg aus gesehen wäre das eine Fahrt nach Lissabon und zurück.

Neue PV-Anlage in der Friedrich-König-Straße. Foto: TOM BAUER – AD PHOTOGRAPHY

Neue PV-Anlage in der Friedrich-König-Straße. Foto: TOM BAUER – AD PHOTOGRAPHY

Viele Interessenten

Aktuell sind für die Projekte schon genug interessierte Bürger zusammen gekommen. Unter wvv.de/buergerbeteiligung erfahren Interessenten aber, wann eine Teilnahme wieder möglich ist. Die WVV sucht ständig nach weiteren Flächen für Photovoltaikanlagen und möchte die Solarstromproduktion erweitern.

Über die WVV

Die Würzburger Versorgungs- und Verkehrs-GmbH, kurz WVV, bietet als nachhaltiger Energieversorger eine Vielzahl an Energieprodukten und Services im Bereich energienaher Dienstleistungen. Das neuste Projekt, in dem sich Bürger an Photovoltaikanlagen beteiligen können, ist ein wichtiger Schritt in Richtung Energiewende in Mainfranken.

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