Festung Marienberg mit eingerüsteter Marienkirche. Foto: Pascal Höfig
Festung Marienberg mit eingerüsteter Marienkirche. Foto: Pascal Höfig

Rund 160 Millionen für staatliche Hochbaumaßnahmen

Die Regierung von Unterfranken hat im Jahr 2018 im Bereich Planung und Bau staatliche Hochbaumaßnahmen mit Gesamtkosten von 159,5 Millionen Euro (= verausgabte, investierte Mittel im Jahr 2018) betreut, die von den Staatlichen Bauämtern in Würzburg, Aschaffenburg und Schweinfurt abgewickelt wurden, so heißt es in einer aktuellen Pressemitteilung. Hiervon entfielen auf die Baumaßnahmen des Freistaates 115,5 Millionen Euro, auf die Baumaßnahmen des Bundes rund 44 Millionen Euro. Damit liegen die Investitionen in staatliche Hochbaumaßnahmen im Regierungsbezirk weiterhin auf hohem Niveau, wobei die Investitionen für Baumaßnahmen des Bundes wieder zugenommen haben.

Architektonisches Highlight

Auch im abgelaufenen Jahr hat sich trotz der hohen Investitionen im privaten Bausektor gezeigt, dass öffentliche Baumaßnahmen eine wesentliche Stütze der Bauwirtschaft in Unterfranken bleiben und der Staat weiterhin seiner Verpflichtung als Träger der Baukultur nachkommt.

Ein neues architektonisches Highlight in Unterfranken stellt der Neubau für das Amtsgericht in Haßfurt dar, welches Ende Juli 2018 der Justizverwaltung übergeben wurde. Nach Durchführung eines europaweiten Vergabeverfahrens und der Ausarbeitung der Planunterlagen erfolgte im Frühjahr 2015 der Spatenstich für dieses Gebäude.

Marienkirche in Würzburg

Neben Neubaumaßnahmen bestimmten auch denkmalpflegerische Aufgaben von hohem baukünstlerischem Wert das Arbeitsspektrum der Staatlichen Hochbauverwaltung. So konnten im Herbst 2018 die Außenwandflächen und das bleierne Kuppeldach der Marienkirche im Burghof der Festung Marienberg in Würzburg, einer der ältesten Kirchenbauten aus vor- karolingischer Zeit in Deutschland, saniert werden. Die Innensanierung des Rundbaus wird bis Sommer 2019 fertiggestellt.

Kostenoptimierter Wohnraum in Höchberg

Im Rahmen des Sofortprogramms im Wohnungspakt Bayern werden vom Freistaat Bayern zur schnellen Deckung von dringendem Wohnraumbedarf Wohnungen für anerkannte Flüchtlinge und einheimische Bedürftige errichtet. Nach Karlstadt und Neustadt a. Main entsteht derzeit in Höchberg (Landkreis Würzburg), Ochsenfurt und Marktheidenfeld weiterer, kostenoptimierter Wohnraum, dessen Ausführungen im Mai bzw. im Dezember 2018 durch das Staatliche Bauamt Würzburg begonnen wurde.

Neubauten für die JMU

Im Bereich des Hochschulbaus wurden für die Julius-Maximilians-Universität Würzburg auf dem Gelände am Hubland verschiedene Baumaßnahmen wie der Neubau für die Anorganische Chemie oder der Neubau der Graduate School of Life Science zum Abschluss gebracht.

Mit einer rein technisch ausgerichteten Baumaßnahme im Bereich des städtischen Ingenieurbaus, den Erweiterungs-, Anpassungs- und Sanierungsmaßnahmen für die unterirdischen Ver- und Entsorgungsleitungen auf dem Stammgelände des Universitätsklinikums wurde im abgelaufenen Jahr begonnen.

Förderung energetischer Sanierungsmaßnahmen

Besonders zu erwähnen ist die Förderung energetischer Sanierungsmaßnahmen an staatlichen Gebäuden durch die Europäische Union. Mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) werden derzeit die energetische Dach- und Fassadensanierung am Hochhaus des Landesamtes für Finanzen, Dienststelle Würzburg weitergeführt und die Planungsunterlagen für die Sanierung des Philosophiegebäudes der Universität Würzburg am Hubland sowie des Flussmeistergehöftes in Schweinfurt erstellt.

Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der Regierung von Unterfranken.

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