Symbolfoto Arzt. Foto: Pascal Höfig
Symbolfoto Arzt. Foto: Pascal Höfig

Rollende Arztpraxen – eine Idee für Würzburg?

Ein Phänomen, das sich immer weiter ausbreitet: Ärztemangel! Auch im Landkreis Schweinfurt fehlen Hausärzte. Was man dagegen machen kann? Die Deutsche Bahn scheint eine Lösung zu haben; mit einem sogenannten „Medibus“ sollen rollende Arztpraxen normale Praxen ergänzen und so dieser gesellschaftlichen Entwicklung entgegenwirken. Was findest Du diese Idee für Würzburg?

Ausgestattet wie eine Hausarztpraxis

Im DB Medibus befinden sich Wartezimmer, Labor und Behandlungsraum. Die Möblierung des Busses entspricht einer üblichen Hausarztpraxis. Er eignet sich für den Einsatz auf verschiedenen Gebieten – von der hausärztlichen Versorgung über Gesundheitsveranstaltungen bis hin zu betriebsärztlichen Untersuchungen. Die im Bus eingebaute Technik ermöglicht die Zuschaltung eines weiteren Arztes bzw. einer Ärztin per Videokonferenz, um so die Diagnose und Behandlung durch Ferndiagnose oder eine fachliche Drittmeinung zu ergänzen. Auch eine Dolmetschersoftware ist vorhanden, mit Hilfe derer die Behandlungen fremdsprachiger PatientInnen einfacher wird.

Im DB-Medibus: Bernd Rützel mit dem Leitenden Arzt Dr. Christian Gravert ; Foto: Brigitte Sorg

Im DB-Medibus: Bernd Rützel mit dem Leitenden Arzt Dr. Christian Gravert. Foto: Brigitte Sorg

Ergänzung statt Verdrängung

Die DB versteht ihr Angebot als Ergänzung zu bestehenden Arztpraxen. Das ist auch Bernd Rützel, unterfränkischer Abgeordneter im Bundestag, wichtig: „Rollende Arztpraxen dürfen die stationären nicht verdrängen, aber sie können eine sinnvolle und wichtige Ergänzung sein.“

Der DB Medibus startet derzeit in Nordhessen in die zweijährige Erprobung. Die Erfahrungen sollen anschließend gemeinsam mit der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen ausgewertet werden. Weitere Informationen zum Projekt gibt es hier.

Dieser Artikel beruht auf einer Pressemitteilung des Deutschen Bundestages.

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