Party. Symbolfoto: Pascal Höfig
Party. Symbolfoto: Pascal Höfig

Thema Sperrzeit ruft Diskussionen hervor

Das Thema Sperrzeit erhitzt derzeit die Gemüter in Würzburg. Wie bereits berichtet, ist ein Antrag der CSU-Stadtratsfraktion an den Bau- und Ordnungsausschuss „schuld“ daran, dass sowohl Bürger als auch andere Stadtratsfraktionen in heiße Diskussionen einsteigen. Die CSU forderte in ihrem Antrag die Verwaltung auf, zu überprüfen, welche Erfahrungen andere bayerische Städte mit einer Sperrzeitverlängerung gemacht haben, um eine solche Option vielleicht auch für Würzburg in Betracht zu ziehen.

FDP, Bürgerforum und JU dagegen

Nachdem sich laut Mainpost FDP und Bürgerforum klar gegen eine Ausweitung der Sperrzeit aussprechen – also gegen eine Verkürzung der Öffnungszeiten der Gastronomiebetriebe – und lieber eine gezielte Überprüfung der derzeitigen Auflagen, sowie den Kontrollen durch die Ordnungsbehörden fordern, meldet sich nun auch die Junge Union mit einer Pressmitteilung zu Wort.

Die Junge Union Würzburg spricht sich entschieden gegen Sperrzeiten als Mittel zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung aus. heißt es in der Pressemitteilung. Zwar sei zunächst festzuhalten, dass der CSU-Antrag im Stadtrat lediglich darauf abzielt, den Umgang und die Erfahrung mit Sperrzeiten in anderen bayerischen Städten zu sammeln. Der Antrag wäre nicht auf die Erweiterung von Sperrzeiten in Würzburg gerichtet.

„Keine ordnungspolitische Steinzeitmethoden“

Dennoch möchte die Junge Union grundsätzlich darauf hinweisen, dass Sperrzeiten in Würzburg niemals eine Lösung sein können: „Wir erwarten mehr Kreativität im Ordnungsreferat der Stadt Würzburg als auf ordnungspolitische Steinzeitmethoden zurückzugreifen. Würzburg darf seine Spitzenposition als lebhafte Stadt und als Stadt zum Erleben – gerade auch nachts – nicht verlieren“, so die Kreisvorsitzende Johanna Groß. Das vielfältige Angebot des Würzburger Nachtlebens sei ein wichtiger Standortfaktor und ein absoluter Grundpfeiler für eine Studentenstadt.

„Safer Party“ und Alkoholverbot

Joachim Spatz, Fraktionsvorsitzender der Gemeinschaftsfraktion FDP/Bürgerforum, spricht sich, laut Mainpost, für eine Wiederbelebung des freiwilligen Konzepts „Safer Party“ aus. Hier hätten betroffene Gastronomen die Möglichkeit, ein sog. überörtliches Hausverbot für angeschlossene Gastrobetriebe zu verhängen. Außerdem fordert die Fraktion ein nächtliches Alkoholverbot auf der „Partymeile“ zwischen Sanderstraße, Karmelitenstraße, Veitshöchheimer Straße, mit Ausläufer Juliuspromenade und Barbarossaplatz, so Berichte der Mainpost. Das Verbot soll für das Mitführen von alkoholischen Getränken in offenen Behältnissen auf der Straße gelten, in der Zeit zwischen 1 und 6 Uhr. Laut Charlotte Schloßareck, Fraktion Bürgerforum, erklärt, dass somit die nächtliche Lärmbelästigung in der Innenstadt reduziert werden soll.

JuLis: Lieber verstärkte Kontrollen

Die Jungen Liberalen kritisieren zwar ebenfalls die Idee einer Ausweitung der Sperrzeit, jedoch sind sie laut Berichten der Mainpost gegen ein Alkoholverbot. Positiver sehen würden die JuLis eine verstärkte Präsenz des kommunalen Ordnungsdienstes. „Was jedoch nicht sein kann ist, dass alle durch das Fehlverhalten von einigen wenigen bestraft werden“, so der Vorsitzende der JuLis Würzburg, Lucas von Beckedorff.

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