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Symbolbild Wohnen. Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Wohnen. Foto: Pascal Höfig

Studie zu Neubauten: Mietpreise in Würzburg

Die Nachfrage nach Wohnraum steigt auch in Würzburg kontinuierlich. Die Lösung scheint der Bau von neuen Gebäuden mit mehreren Wohneinheiten. Das Problem: die Mieten der Neubauwohnungen sind meist unbezahlbar für den Durchschnittshaushalt. Auch in Würzburg befinden sich die Mietpreise im oberen Bereich. Das beweist eine Studie, die vom ARD-Magazin „Panorama“ in Auftrag gegeben wurde.

Ein Drittel des Einkommens für Miete

Obwohl immer mehr neuer Wohnraum geschaffen wird, müssen deutschlandweit viele Haushalte rund 27 % ihres Nettoeinkommens für die Miete von Neubauwohnungen aufwenden. Das ist nicht nur ein Problem in Großstädten wie Frankfurt und Berlin, sondern auch in mittelgroßen Städten wie Würzburg. Hier muss ein durchschnittlicher Haushalt nämlich für eine 3-Zimmer-Neubauwohnung rund 34 % des Nettoeinkommens bezahlen, was somit über dem bundesweiten Durchschnitt liegt. Die Mietbelastungsquote liegt sogar noch über der von München, wo der durchschnittliche Haushalt rund 33,5 % des Nettoeinkommens in die Miete investiert.

66 % der Wohnungen nicht bezahlbar

Und das, obwohl sich München deutschlandweit nach wie vor mit 18,67 € Miete pro Quadratmeter an der Spitze hält. 66 % der Durchschnittshaushalte können sich hier keine der angebotenen Wohnungen leisten. Erschreckend ist allerdings, dass derselbe Wert in Würzburg vorliegt, so hoch wie nirgends sonst in Unterfranken. Etwas besser verhält es sich im Landkreis: hier sind für den Durchschnittshaushalt weniger als 33 % der Wohnungen zu teuer. Mit Ausnahme von Schweinfurt hält sich dieser Wert im gesamten Regierungsbezirk.

Mieten in der Stadt teurer als auf dem Land

Die Mieten für Neubauten sind in Würzburg besonders hoch, hier sind sie mit 12,79 € pro Quadratmeter sogar teuerer als in Nürnberg, und das obwohl es dort dreimal mehr Einwohner als in Würzburg gibt. Einen großen Kontrast gibt es zum Landkreis, hier sind die Mieten der Neubauwohnungen mit durchschnittlich 9 € pro Quadratmeter deutlich günstiger als in Würzburg selbst. Grund hierfür sind neben den hohen Bodenpreisen die hohen Baukosten, die mit den Mieten kompensiert werden sollen.

Mietbelastungen wohl noch höher

Bei den Erhebungen wurde das durchschnittliche Einkommen verwendet, was bedeutet, dass die Belastung in der Realität für viele einzelne Haushalte wohl noch viel größer ist. Das liegt daran, dass es mehr Menschen mit niedrigen Einkommen als mit sehr hohen Einkommen gibt.

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