Der Kardinal-Faulhaber-Platz. Foto: Pascal Höfig
Der Kardinal-Faulhaber-Platz. Foto: Pascal Höfig

Kardinal-Faulhaber-Platz: Bürger bringen Ideen ein

Der Kardinal-Faulhaber-Platz (KFP) – ein Thema, das Würzburg nun schon eine ganze Zeit beschäftigt. Die Frage ist, was wird jetzt eigentlich aus dem Platz, nachdem beim Bürgerentscheid 2017 entschieden wurde, dass der Platz gegenüber dem Mainfranken Theater begrünt werden soll und keine Tiefgarage darunter entstehen soll.

In einer Stadtratssitzung vor Weihnachten wurde nun ein umfassendes Konzept vorgestellt, womit die Übergangsgestaltung des Platzes nach Ende der Landesgartenschau ein Ende hat. Die Bürger der Stadt Würzburg durften jetzt in einem Bürgerdialog Vorschläge und Ideen zur Gestaltung einbringen.

Keine Pläne, nur Ideen

Wie sieht der Kardinal-Faulhaber-Platz in zehn Jahren aus? Die Visionen waren groß, die die Fachleute Jörg Töppner von der Bürgerinitiative, Stadtheimatpfleger Hans Steidle, Dirk Terwey, geschäftsführender Direktor des Mainfranken Theaters, Baureferent Benjamin Schneider und Umweltreferent Wolfgang Kleiner für den Platz zeichneten. Doch sollten bei diesem Bürgerdialog in der ehemaligen Mozartschule keine fertigen Pläne vorgestellt werden, sondern vor allem die Ideen der Bürger für den rund 2.400 Quadratmeter großen Platz gesammelt werden, wie Oberbürgermeister Christian Schuchardt betonte.

Viel Grün und große Bäume

Dabei wurden von den rund 100 Bürgerinnen und Bürgern Nutzungen für den Platz vorgeschlagen, die als Rahmenbedingungen für die weiteren Planungen dienen sollen. Dazu gehörte beispielsweise, dass der Platz viel Grün und große Bäume erhält, dass die Infrastruktur wie Toiletten möglichst außerhalb des Platzes angelegt werden soll und dass eine nutzbare Wasserfläche geschaffen wird, die auch von Kindern betreten werden kann.

Naturnah, historischer Pavillon oder Lichtpark

Anhand dieser Rahmenbedingungen wurden in weiteren Workshops die verschiedenen Aspekte vertieft. Spontan wurden schließlich die drei geplanten Workshops Grün, Aktionsfläche / Wasser oder Infrastruktur um einen vierten zum Thema Städtebau/Architektur ergänzt.

Hier wurden die „Rahmenbedingungen“ weiter verfeinert. So möchten viele den Platz nicht mit englischen Rasen ausgestattet haben, sondern ihn naturnaher gestaltet, eventuell sogar als kleine Wildnis sehen. Er sollte auch keine Marktplatz-Optik erhalten, sondern viele Bäume und viel Blattgrün mitten in der Stadt besitzen. Andere wiederum konnten sich vorstellen, einen Pavillon des historischen Volksgartens im Steinbachtal in den Kardinal-Faulhaber-Platz zu integrieren. Schon fertig ausgearbeitet war die Idee, aus dem Platz einen Lichterpark mit historischen Straßenlaternen zu machen.

Planung aus Ideen entwickeln

Aus den vielen Ideen wird nun in den kommenden Wochen eine Planung entwickelt: „Jetzt haben wir die Hausaufgaben, die nehmen wir auf“, betonte Umweltreferent Wolfgang Kleiner. Nach der Erarbeitung des Entwurfs wolle man die Politik und die Bürger weiter mitnehmen.

Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der Stadt Würzburg.

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