Party. Symbolfoto: Pascal Höfig
Party. Symbolfoto: Pascal Höfig

Bauausschuss berät über Sperrzeitenverlängerung: Wie geht’s nun weiter?

Heiß diskutiertes Thema in unserer Studentenstadt Würzburg seit dieser Woche: Ein Antrag zur Prüfung einer  Sperrzeitenverlängerung. Wie schon berichtet, fordert die CSU in Würzburg die Prüfung zur Ausweitung der Sperrzeiten, das heißt es soll geprüft werden, ob die Würzburger Clubs, Bars und Gaststätten, ähnlich wie in Bamberg und Passau, die Türen früher schließen sollen. Am Mittwoch hat sich der Bau- und Ordnungausschuss diesem Thema gewidmet. Jetzt soll geschaut werden, wie die Erfahrung in anderen Städten mit der Umsetzung ist und dann weiter beraten werden.

Zahl der Körperverletzungen nachts dreimal so hoch wie tagsüber

Polizeidirektor Klaus Böhm, hatte vor Kurzem die aktuellen Zahlen im Bau- und Ordnungausschuss des Stadtrates zum Thema Sicherheitslage in der Stadt durchgegeben. ZfW-Stadtrat Wolfgang Baumann hatte dies gefordert, auf Grund eines Streites, bei dem zwei Männer nachts auf der Straße niedergestochen wurden, so die Mainpost.

Böhm’s Urteil: Die Zahl der Körperverletzungsdelikte sei in der Nacht zum Teil dreimal so hoch wie tagsüber, so im Artikel der Main-Post zu lesen. Doch das sehe in anderen Städten nicht anders aus: Alkoholkonsum in hohen Mengen, könne immer zu erhöhtem Streitpotenzial führen, so Böhm in der Main-Post. Würzburg sei also, im Vergleich mit anderen Großstädten, keine Ausnahme.

„Längere Sperrzeit, weniger Straftaten“ widerlegt in Studie

Umso länger die Zeit ist, in der Alkohol getrunken werden kann, desto höher sei oft auch der Promillewert, heißt es seitens des Polizeidirektors in der Main-Post. Dabei könnten Auseinandersetzungen „jederzeit aus nichtigem Anlass entstehen und leicht eskalieren“, so die Tageszeitung in Bezug auf Böhm weiter. Klingt auf den ersten Blick auch logisch. Die Universität Bamberg hat aber in einer Projektarbeit zusammen mit der TU Dresden die einfache Formel „Längere Sperrzeit, weniger Straftaten“ widerlegt. Im Gegenteil: Wenn mehrere Menschen gleichzeitig Lokale und Kneipen verlassen, erhöhe dies sogar noch das Potential auf Unruhen.

„Zusammenschau und Erfahrungssammlung“

Der Antrag der CSU Stadträte Rainer Schott, Anke Stumpf und Kurt Schubert eine „Zusammenschau und Erfahrungssammlung“ von der Verwaltung zu erhalten, wurde in der Sitzung des Bau- und Ordnungausschuss am Mittwoch abgesegnet, dabei gab es lediglich drei Gegenstimmen von der SPD. Hier möchte man mehr wissen, wie andere bayerische Städte das Thema „Sperrzeitenverlängerung“ meistern. Dies werde dann, laut Informationen der Main-Post, in einer der nächsten Sitzungen präsentiert.

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