1200 THW-Kräfte sind seit Sonntag im Einsatz. Vor allem Bayern ist stark von den Schneefällen betroffen. THW/Dominik Helms
1200 THW-Kräfte sind seit Sonntag im Einsatz. Vor allem Bayern ist stark von den Schneefällen betroffen. THW/Dominik Helms

Helfer aus Unterfranken im Einsatz gegen das Schneechaos

Umstürzende Bäume, gesperrte Straßen und kilometerlange Staus: Die anhaltenden Schneefälle beschäftigen seit Sonntag rund 1200 ehrenamtliche Kräfte des Technischen Hilfswerks (THW) aus Baden-Württemberg, Bayern und Sachsen. Aktuell wird für das Wochenende nur in Teilen mit einer Lageentspannung gerechnet. Auch Kräfte aus Unterfranke sind unterwegs.

Punkt 08:30 Uhr rückten 12 Helfer in Hafenlohr mit Ziel Berchtesgadener Land ab. Foto: Benedict Rottmann

Punkt 08:30 Uhr rückten 12 Helfer in Hafenlohr mit Ziel Berchtesgadener Land ab. Foto: Benedict Rottmann

Helfer im Katastrophengebiet

Auch der Ortsverband des THW Marktheidenfeld ist aktuell unterwegs ins Katastrophengebiet. Punkt 08:30 Uhr rückten 22 Helfer in Hafenlohr mit Ziel Berchtesgadener Land ab, um bei der Beräumung von Dächern, Beseitigung von Schneebruch, eventuell beim Bergen von Fahrzeugen zu helfen. Aus dem Regionalstellenbereich Karlstadt befinden sich ebenso die Ortsverbände Aschaffenburg, Karlstadt, Lohr und Ochsenfurt auf Anmarsch.

Eine dicke Schneeschicht bedeckte ein Betriebsgebäude im bayrischen Oberstdorf. THW-Kräfte befreiten gestern das Dach vom Schnee. Foto: THW/Johannes Schneider

Eine dicke Schneeschicht bedeckte ein Betriebsgebäude im bayrischen Oberstdorf. THW-Kräfte befreiten gestern das Dach vom Schnee. Foto: THW/Johannes Schneider

Mehr als 60 THW-Ortsverbände

Aktuell halten Helferinnen und Helfer aus mehr als 60 THW-Ortsverbänden mit schwerem Gerät wichtige Straßen frei, schleppen liegengebliebene Fahrzeuge ab und versorgen im Stau stecken gebliebene Autofahrerinnen und Autofahrer. Um noch mehr Straßensperrungen vorzubeugen, fällen THW-Kräfte umsturzgefährdete Bäume. THW-Fachberater und -Fachberaterinnen unterstützen zudem die Einsatzleitungen und beurteilen die Statik von Gebäuden, die unter der schweren Schneelast zusammenbrechen könnten.

Vorsorglich entfernen aktuell 60 THW-Kräfte aus dem Ortsverband Wangen (Baden-Württemberg) Schneemassen von mehreren Dächern der regionalen Lebenshilfe. Ein ähnliches Bild zeigt sich im bayrischen Oberstdorf. Dort räumten Ehrenamtliche aus Sonthofen gestern von einem 300 Quadratmeter großen Dach eine rund 80 Zentimeter hohe Schneedecke, die sie anschließend mit Radladern abtransportierten.

Für das Wochenende werden weitere Schneefälle und Glättegefahr erwartet. Eine Entspannung der Lage ist somit zurzeit nicht in Sicht, die Einsatzkräfte des THW bleiben in erhöhter Bereitschaft.

In Würzburg ist ein 12t-UniMoG stationiert, der wegen seiner extremen Geländegängigkeit als Logistikfahrzeug nötig werden könnte. Foto: N. Kummert/Malteser

In Würzburg ist ein 12t-UniMoG stationiert, der wegen seiner extremen Geländegängigkeit als Logistikfahrzeug nötig werden könnte. Foto: N. Kummert/Malteser

Malteser Würzburg in Bereitschaft

Auch die Malteser in Unterfranken bereiten sich auf einen eventuell notwendigen überörtlichen Einsatz vor.

„Der Katastrophenschutzreferent der Malteser in Unterfranken hat die Gliederungen vorab informiert,“ erklärte Stadtbeauftragter Joachim Gold. „Unsere ehrenamtlichen Einsatzkräfte bereiten sich daher auf einen möglichen mehrtägigen Einsatz in Südbayern vor.“

In Würzburg ist ein 12t-UniMoG stationiert, der wegen seiner extremen Geländegängigkeit als Logistikfahrzeug nötig werden könnte.

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