Bild zu Interview Street-Headis mit Basti und Marcus. Foto: Screenshot Youtube Bastian Heimberger
Basti und Marcus beim Street-Headis in Würzburg. Fotoquelle: Screenshot Youtube Bastian Heimberger

Interview: Sniper Schorsch und Lord Voldehead beim „Headis“

Den Kopf als Ersatz für Tischtennisschläger verwenden? Das gibt es tatsächlich als richtige Sportart! „Headis“ ist eine Mischung aus Kopfball und Tischtennis. Beim Headis haben sich auch Basti alias „Lord Voldehead“ und Marcus alias „Sniper Schorsch“ kennengelernt und begeistern auf Youtube mit der weiterentwickelten Version „Street Headis“. Wir haben Marcus mal ein paar Fragen zu „Headis“ und Würzburg gestellt.

Würzburg erleben (WE): Wer steckt hinter „Lord Voldehead“ und „Sniper Schorsch“?

Marcus: Hinter Lord Voldehead und Sniper Schorsch stecken Basti und ich, Marcus. Das sind unsere Spielernamen beim „Headis“ – ein Sport, bei dem man einen handballgroßen Gummiball nur mit dem Kopf spielt, und zwar an einer Tischtennisplatte. Bei den Turnieren tritt niemand mit seinem richtigen Namen an, daher die „Kampfnamen“, die wir auch für  unsere Youtubevideos verwenden.

WE: Wo kommt ihr her und wie habt ihr euch kennengelernt?

Marcus: Basti kommt aus Coburg und ich aus der Nähe von Darmstadt. Kennengelernt haben wir uns 2009 bei einem Headis-Turnier. Die Stimmung ist dort immer entspannt und nicht wie man es vielleicht von anderen sportlichen Wettkämpfen kennt. Es geht in erster Linie um das Miteinander, da entstehen schon mal Freundschaften.

Ein paar Jahre später haben wir dann zusammen in Kaiserslautern, der „Mutterstadt“ des Headis, gewohnt. Hier werden alle Aktivitäten aus der ganzen Welt rund um Headis geplant. Basti hat zu dem Zeitpunkt gerade ein Praktikum gemacht und ich arbeite mittlerweile Vollzeit für Headis.

WE: Wie seid ihr auf  „Street Headis“ gekommen?

Marcus: Wenn man keine Tischtennisplatte zur Hand hat, ist Street Headis immer eine coole Alternative. Es geht darum, gemeinsam eine Stadt zu erkunden und dabei noch ein paar schicke Shots (Anm.d.Red.: Bei einem sog. Shot wird der Ball kunstvoll in z.B. einen Mülleimer, Fahrradkorb, etc. geköpft) zu machen. Für uns auf jeden Fall die beste Form der Städtereise!

WE: Das klingt wirklich cool. Wie lange übt ihr denn dafür und wie lange dauert es, bis der Ball reingeht?

Marcus: Für die Shots üben wir nicht konkret. Wir spielen aber viel Headis. Die Shots treffen wir alle beim ersten Mal – ganz ohne Ausnahme! Tatsächlich kommen Fehlversuche aber ab und zu vor, meistens dauert es 5 bis 10 Minuten bis man den Eimer trifft. Zum Teil haben wir auch schon über 45 Minuten für einen Shot gebraucht. Wenn der Ball dann reingeht, ist das Gefühl umso geiler.

WE: Bekommt man da nicht Kopfschmerzen, wenn man das den ganzen Tag macht?

Marcus: Nein, nein. Der Headis-Ball wiegt nur 100g und ist aus sehr weichem Gummi. Damit können auch Kinder den ganzen Tag problemlos spielen.

 

WE: Sind schon weitere Städte geplant, wo ihr diese Challenge machen wollt?

Marcus: Wenn wir uns das nächste Mal treffen, werden wir wohl wieder ein Street Headis-Video machen. Vermutlich dann in Ischgl im Schnee!

WE: Was treibt ihr denn sonst noch so neben Street Headis-Videos?

Marcus: Basti befindet sich gerade im Süden der USA und macht eine Radtour durchs Land. Auf seinem Youtube-Kanal kann man außerdem noch weitere Aktionen von ihm sehen, z.B. wie er den Jakobsweg gelaufen ist oder eine Radtour durch die Staaten macht, wie er es gerade wieder tut.

WE: Sehr cool! In einem Video sieht man ja auch Würzburg mit all seinen Facetten. Plant ihr eure Locations oder ist das eher spontan?

Marcus: Basti hat in den letzten Monaten in Würzburg gewohnt und hatte hier und da ein paar Locations im Blick. Die Shots sind aber meistens spontan, z.B. der Shot in der Unterführung, der war auch nach 30 Sekunden schon im Kasten. Wir sind einfach mit dem Fahrrad durch die Gegend gefahren und haben uns umgesehen, das Wetter hat dabei ja zum Glück mitgespielt! Dass wir in die Weinberge gehen, war aber natürlich schon von Anfang an klar.

WE: Was gefällt euch an Würzburg und habt ihr einen Geheimtipp?

Marcus: An Würzburg gefällt uns beiden die Kompaktheit der Stadt. Innerhalb von zehn Minuten ist man mit dem Rad überall und es gibt viele gute Locations zum Abhängen, wie beispielsweise die Mainwiesen, die auch im Sommer zum Baden einladen. Auch wenn man die City über die Weinberge verlässt, ist man sofort im Grünen. Gute Bars und Clubs gibt es natürlich auch. Unser Geheimtipp: mit einem Bierchen in der Hand ganz in der Nähe vom Main die Stadt erkunden!

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