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Mit einem Pieks viel bewirken. Foto: Jasmina Scholz
Mit einem Pieks viel bewirken. Foto: Jasmina Scholz

Erfahrungsbericht: Blutplasma spenden & Leben retten

Ein Erfahrungsbericht von Teammitglied und Plasmaspenderin Theresa.
Blutplasma? Bis vor einem Jahr war mir dieses Wort noch relativ fremd. Dann bin ich durch Zufall mit meiner Mitbewohnerin auf die Facebookseite des Plasmazentrums in Würzburg gestoßen und wir haben uns dazu entschlossen, es einfach mal selbst auszuprobieren. Mittlerweile spenden wir beide regelmäßig und können einen wichtigen Beitrag zur Herstellung von Medikamenten leisten.

Vor der Erstspende

Bei meinem ersten Besuch im Plasmazentrum wurde untersucht, ob ich überhaupt für die Plasmaspende geeignet bin. Als erstes musste ich, wie auch bei jeder nachfolgenden Spende, einen Fragebogen zu aktuellen Krankheiten ausfüllen. Danach fanden eine ärztliche Untersuchung sowie ein Erstberatungsgespräch statt bei dem ich über alle wichtigen Punkte aufgeklärt und alle meiner offenen Fragen beantwortet wurden.
Besonders wichtig ist, dass 36 Stunden vor der Spende genug alkoholfreie Flüssigkeit zu sich genommen wird (bis zu drei Liter) und man fettreiche Speisen vermeidet. Zusätzlich wurde mir eine kleine Menge Blut abgenommen, welches im Labor untersucht wurde. Wenn alle Werte in Ordnung sind, kann man beim nächsten Termin spenden. Den Blutspendeausweis habe ich einige Wochen nach der ersten Plasmaspende automatisch per Post erhalten.

Die Plasmaspende

Am Tag der Spende sollte man auf jeden Fall gesund sein und sich fit fühlen. Vor jeder Spende meldet man sich mit Blutspendeausweis und Personalausweis an der Anmeldung. Hier erhält man dann den auszufüllenden Fragebogen und wird gewogen. Das ist sehr wichtig, weil das Gewicht entscheidet, welche Menge Blutplasma man spenden darf. Bei mir sind es circa 600 Milliliter. Danach geht es zum Check beim Arzt, der auf Gewicht, Blutdruck und Temperatur schaut und nach dem aktuellen Wohlbefinden fragt. Im Spendenraum wird von einem der Mitarbeiter eine kleine Menge Blut abgenommen, um die Werte zu checken. Danach wird man nach Spendenarm, Namen und dem Geburtsdatum gefragt und es geht los.

Rette Leben mit deiner Spende im Plasmazentrum Würzburg. Foto: Jasmina Scholz

Rette Leben mit deiner Spende im Plasmazentrum Würzburg. Foto: Jasmina Scholz

Kleiner Pieks, große Wirkung

Meistens bekomme ich von dem Pieks der Nadel nichts mit, da die Mitarbeiter immer sehr bemüht sind, durch Gespräche abzulenken. Die herzliche Art des Personals lässt schnell vergessen, dass gerade Blut aus dem Körper gepumpt wird und auch so herrscht eine sehr familiäre Atmosphäre in der man sich wohlfühlen kann. Nach mehreren Besuchen im Plasmazentrum kennt man sich und wird freudig in Empfang genommen. Die Plasmaspende selbst dauert in der Regel 40 bis 60 Minuten.

Wer braucht Plasma?

Genügend Zeit also, um etwas zu lesen, Musik zu hören oder in der Prüfungsphase ein wenig für die Uni zu lernen. Nach Abschluss der Spende bekommt man einen Druckverband, der mindestens vier Stunden getragen werden soll. Ein paar blaue Flecken sind keine Seltenheit, aber das gute Gefühl nach der Spende wiegt das auf jeden Fall auf!

Ausspannen nach der Spende

Nach der Plasmaentnahme ist es extrem wichtig, sich noch ein wenig auszuruhen und ausreichend alkoholfreie Getränke zu sich zu nehmen. Hierfür erhält man Münzen an der Anmeldung, mit denen man sich aus den Automaten Getränke und kleine Snacks lösen kann. In dem gemütlichen Aufenthaltsraum bin ich schon oft mit anderen Plasmaspendern ins Gespräch gekommen und wir konnten uns über unsere bisherigen Erfahrungen austauschen. Bisher habe ich im Plasmazentrum Würzburg nur positive Erfahrungen gemacht und kann nur jedem ans Herz legen, es auch mal auszuprobieren. Die Aufwandsentschädigung, die man nach jeder Spende erhält, ist natürlich ein zusätzlicher Ansporn.

Lebensretter werden

Da Plasma nicht künstlich hergestellt werden kann, sind die Patienten von engagierten Spendern abhängig. Plasma spenden kann jeder gesunde Mensch ab dem 18. Geburtstag bis einen Tag vor dem 69. Geburtstag. Erstspender kann man bis zum 60. Lebensjahr werden.

Wieso nicht einfach mal ausprobieren und selbst zum Lebensretter werden? Das Plasmazentrum Würzburg ist immer auf der Suche nach Spendern: Termin ganz einfach online vereinbaren!

Plasmazentrum Würzburg

Aufgrund des steigenden Bedarfs an Plasmapräparaten, die aus einer Plasmaspende hergestellt werden, wurde das Plasmazentrum in Würzburg 2013 eröffnet. Im Gebäude in der Virchowstraße 22 stehen ausreichend Spenderliegen für die Entnahme des Plasmas zur Verfügung. Zu jeder Spende sollte man einen amtlichen Lichtbildausweis mitnehmen und – falls vorhanden – einen Blutspendeausweis. Das Team vor Ort freut sich über jeden Besuch!

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